Die Schanzer
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Hoch über Heidenheim thront Schloss Hellenstein. (Foto: Stadt Heidenheim)

Geradeaus und ehrlich: Der 1. FC Heidenheim von der Ostalb

Seit Anfang des Monats stellen wir euch die kommenden Gegner der Schanzer in der 2. Bundesliga vor. Diesmal im Portrait: Der 1. FC Heidenheim 1846.


Die Mannschaft des HSB von 1987 (Foto: fc-heidenheim.de)

Vereinshistorie
Die Wurzeln des Heidenheimer Vereinsfußball sind bereits 1910 zu finden, als Mitarbeiter der Voith-Werke in der Stadt an der Brenz sich im VfB Heidenheim organisierten. Es begann eine turbulente Historie unter verschiedensten Namen und Ligazugehörigkeiten, die in der aktuellen Form, die gleichzeitig die erfolgreichste in der Heidenheimer Fußballgeschichte ist, gipfelte. Der 1. FC Heidenheim bezieht sich wie alle Sportvereine der Stadt auf das Gründungsjahr 1846. Zwar spielte der Fußball damals weder an der Brenz noch im Rest von Deutschland eine Rolle, dennoch knüpft man so an die lange Historie des Sports in Heidenheim an und will so dessen erfolgreiche Geschichte auch in der Gegenwart würdig vertreten.
Die Abspaltung vom Heidenheimer Sportbund 1846 fand 2007 statt, ehe ein steiler Aufstieg der Ostälbler begann. 2008, also lediglich ein Jahr nach Gründung, gelang der Aufstieg in die Regionalliga und der Einzug in den DFB-Pokal – die Schwaben betraten somit erstmals die große Bühne im Deutschen Fußball. 2009 gelang dann durch den Aufstieg in Liga 3 der endgültige Sprung in den Profifußball. Am 25. Juli bestritt der FCH sein erstes Drittligaspiel gegen den Wuppertaler SV und belegte am Ende einer überragenden Premierensaison mit 59 Punkten den sechsten Tabellenrang.
2011 sorgte die Stadt auf der Ostalb erneut für Furore, als im DFB-Pokal zunächst Bundesligist Werder Bremen mit 2:1 völlig überraschend geschlagen wurde und in der zweiten Runde auch Borussia Mönchengladbach mächtig zittern musste: Erst im Elfmeterschießen setzten sich die Fohlen gegen beherzte Heidenheimer durch. Am Ende der Saison verpasste der FCH mit dem vierten Tabellenplatz den Aufstieg in Liga 2 denkbar knapp, genauso wie 2013, als man das Tableau als 5. abschloss.
Der große Sprung sollte dennoch gelingen: Am 19. April 2014 besiegelte der 1. FC Heidenheim 1846 mit einem 1:1-Unentschieden gegen den SV Elversberg am 35. Spieltag den direkten Aufstieg in Liga 2, nach einem Sieg gegen Unterhaching sogar die Meisterschaft.
Mit der kommenden Spielzeit bestreiten die Heidenheimer nun die vierte Saison im Unterhaus. In den Jahren zuvor konnte mit Rang 8, 11 und 6 jeweils souverän die Klasse gehalten werden.


Siegtorschütze im ersten Duell mit den Schwaben: Moritz Hartmann (Foto: Bösl/KBUMM)

Bisherige Duelle:
In den bisher vier Aufeinandertreffen zwischen dem FCI und dem FCH konnten unsere Schanzer jedes einzelne Duell mit einem Tor Abstand für sich entscheiden. Zum ersten Mal in der Drittligasaison 2009/2010, als Moritz Hartmann im Hinspiel auf der Ostalb das 1:0-Siegtor erzielte. In der Rückrunde folgte ein Nervenkrimi auf der Schanz, der die Qualität einen Schicksalsspiels für den FCI hatte: In einer hitzigen Partie nahm sich Steven Ruprecht einem Foulelfmeter zum entscheidenden 4:3 in der Nachspielzeit an und bewahrte somit unserem FC Ingolstadt 04 die Chance auf die Relegation, die mit zwei Siegen gegen Hansa Rostock zum Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga genutzt werden konnte. In der Saison 2014/2015 waren auch die Heidenheimer im Unterhaus angekommen und wieder wurde es spannend. Im Hinspiel siegte der FCI vor heimischem Publikum 1:0 durch einen Treffer von Lukas Hinterseer. Am 28. Spieltag wiederum war es Pascal Groß, der durch seinen Siegtreffer ein wichtiges Signal in Richtung Aufstieg sendete. Übrigens: Mit Mathias Wittek (seit 2011) spielt ein ehemaliger Schanzer an der Brenz, Abwehrkollege Hauke Wahl kehrt indessen nach einer halbjährigen Leihe auf die Schanz zurück und steht Trainer Maik Walpurgis damit ab 24. Juni (Trainingsstart) wieder zur Verfügung.

Stadion:
Der 1. FC Heidenheim 1846 trägt seine Heimspiele in der Voith-Arena aus, die insgesamt 15.000 Zuschauern bei 6.000 Sitzplätzen fasst. Als das Stadion 1971 eröffnet wurde, trug es noch den Namen „Albstadion“ und ab 1972 rollte dort der Ball in der Amateurliga Nordwürttemberg. Nach zahlreichen Aufstiegen, Umbauten und Modernisierungen standen zum Heimspiel gegen unsere Schanzer am 10. April 2015 erstmals alle 15.000 Plätze zur Verfügung. Gelegen auf dem Heidenheimer Schlossberg, unweit von Schloss Hellenstein, ist die Voith-Arena mit 555 Metern über Normalnull das zweithöchstgelegene Stadion im deutschen Profifußball.


Die Voith-Arena, Heimstätte des 1. FC Heidenheim.

Berühmte Persönlichkeiten: Licht und Schatten
Der wohl populärste, wenn auch hoch umstrittene Sohn der Stadt ist Erwin Rommel. Der Wehrmachtsgeneral, der unter dem Namen „Wüstenfuchs“ bekannt wurde, war einer der berühmtesten Militärs des 2. Weltkriegs. Rommel wurde im November 1891 in Heidenheim geboren und beendete sein Leben unweit der Brenzstadt in Herrlingen durch Suizid. Im Gegensatz zu Rommel stellte sich der 1903 geborene Georg Elser alles andere als in den Dienst der Nationalsozialisten: Elser, der mehrere Jahre in Heidenheim lebte und arbeitete, erkannte bereits früh das drohende Unheil und verübte 1939 das gescheiterte Attentat auf Hitler im Münchener Bürgerbräukeller. Er wurde am 9. April 1945 nach fünf Jahren Folter und Haft im KZ Dachau ermordet.


Sinnbild der schwäbischen Seelen: Die "Knöpfleswäscherin". (Foto: Stadt Heidenheim)

Stadt und Sehenswertes in der Region
Die große Kreisstadt Heidenheim an der Brenz, gelegen an der Grenze zu Bayern im Osten der Schwäbischen Alb, beheimatet mehr als 48.000 Einwohner. Eine dauerhafte Besiedlung an den Ufern der Brenz lässt sich bis ins Jahr 1300 v. Chr. zurückdatieren. Das vergleichsweise raue Klima der Ostalb schuf eine wunderschöne Kalksteinlandschaft mit zahlreichen kleinen Tälern, gesäumt von eindrucksvollen Felsen und Bergen – ein Paradies für Wanderer und Naturfreunde.
Hoch über den Tälern Heidenheim thront die Festungsanlage „Schloss Hellenstein“, dem Stammsitz der Namensgebenden Familie. Die ersten Bauten dort lassen sich auf einen Stauferbau im Jahr 1096 zurückführen. Heute beheimatet das Wahrzeichen der Stadt ein Heimat- und Landesmuseum. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Naturtheater Heidenheim, auf dessen Freilichtbühne bereits seit 1924 Amateurschauspieler zu großen Stücken von Anatevka bis Faust einladen – wer hier zu Gast sein will, muss sich jedoch beeilen, denn die Karten sind hoch begehrt. Am Ende der Fußgängerzone im Tal unter dem Hellenstein befindet sich das Sinnbild der schwäbischen Seele, der Brunnen mit der Statue der „Knöpfleswäscherin“.

Die Frau, die dort „Knöpfle“ (Hefeklöße) in den Wassern der Brenz wäscht, zeugt von Bescheidenheit und dem kompletten Gegenteil der modernen Verschwendungssucht: Der Legende nach brachte sie ihrem Mann, wie damals üblich, das Mittagessen in Form der Knöpfle. Sie stolperte jedoch und so fiel das Essen auf schwäbisch „en da Dreck“. Da die gute schwäbische Hausfrau nichts verkommen lässt, wusch sie die Knöpfle in der Brenz einfach ab und verschwieg ihrem Ehemann natürlich das Missgeschick, der nichtsahnend ein vorzügliches Mittagessen genießen durfte.
Im sportlichen Bereich bietet Heidenheim zudem Weltklasse: Fast jedes Jahr trifft sich die Weltelite des Degenfechtens in der Stadt an der Brenz, um den begehrten „Heidenheimer Pokal“ und den Coupe d’Europe auszufechten.

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