Bitterer Schlusspunkt – Schanzer unterliegen spät gegen Uerdingen

Kein Durchkommen: Dem FCI wollte gegen Uerdingen kein Torerfolg glücken. (Foto: Bösl/KBUMM)

Bitterer Schlusspunkt – Schanzer unterliegen spät gegen Uerdingen

15. Februar, 2020 16.00 Uhr

Was für ein bitterer Nachmittag für den FC Ingolstadt 04. Nach einer intensiven und spannenden Begegnung gegen starke Uerdinger, in der die Heimelf vor allem im zweiten Durchgang eine Reihe guter Torchancen liegen ließ, gelang den Gästen aus Uerdingen drei Minuten vor Abpfiff der „Lucky Punch“ (88. Minute). Der FCI bleibt trotz der zweiten Niederlage in Folge auf Tabellenrang zwei.

Mit zwei Änderungen im Vergleich zur Vorwoche starteten die Schanzer in die Begegnung gegen den Tabellenneunten KFC Uerdingen 05. Patrick Sussek rückte für Thomas Keller in die Startelf und übernahm die rechte Außenbahn, für den gesperrten Dennis Eckert Ayensa bildete Caniggia Elva zusammen mit Stefan Kutschke das Sturmduo der Donaustädter. Verzichten musste Coach Jeff Saibene weiterhin auf Gordon Büch (Reha nach Kreuzbandverletzung) und den am Oberschenkel verletzten Tobias Schröck.

Der FCI-Coach entschied sich gegen die Krefelder für eine „Doppelsechs“ mit Robin Krauße und Maximilian Thalhammer, dessen Ballsicherheit und Kreativität auf dieser Position sich während der Partie durchaus positiv bemerkbar machten. Die Heimelf begann konzentriert, die erste Chance verzeichnete allerdings ein Ex-Ingolstädter. Osayamen Osawe prüfte Fabijan Buntic in der fünften Minute mit einem Schuss aus halblinker Position. Kurz darauf beinahe eine Kopie: erneut erlief der pfeilschnelle und über die gesamte Spieldauer immer wieder gefährliche Osawe einen weiten Pass auf links, zog zur Mitte, zielte allerdings knapp am kurzen Pfosten vorbei.

Die in der Anfangsphase auf Stabilität ausgerichtete Saibene-Elf kam daraufhin besser ins Spiel, zwingende Torchancen ergaben sich gegen die vielbeinige Uerdinger Defensive allerdings zunächst nicht. So dauerte es bis zur 27. Minute, ehe Krauße an den Strafraum zu Elva passte, der das Krefelder Gehäuse mit einem Volleyschuss aus Mittelstürmerposition knapp verfehlte. Zweikämpfe bestimmten weiterhin das Geschehen, beide Teams fighteten um jeden Zentimeter und die Partie blieb hart umkämpft. Unter anderem sah Uerdingens Kapitän Jan Kirchhoff nach einem hohen Bein im Mittelfeld gegen Krauße zurecht die Gelbe Karte (42.). Nach intensiven 45 Minuten auf Augenhöhe ging es torlos in die Kabine.


Peter Kurzweg behauptet den Ball gegen Christian Kinsombi (Foto: Bösl / KBUMM).

Die Teams kamen unverändert aufs Feld zurück. Die Schanzer starteten furios. Nach weiter Rechtsflanke von Sussek legte Gaus zurück auf den heranstürmenden Kurzweg, dessen Schuss aus 15 Metern zu Thalhammer abgeblockt wurde, der erneut am Krefelder Abwehrbollwerk hängen blieb (49.). Nur drei Zeigerumdrehungen später erneut ein schöner Angriff der Oberbayern. Elva legte nach flüssiger Kombination mit der Hacke auf Thalhammer, doch der aufmerksame Gästekeeper Königshofer war auf dem Posten. Der FC Ingolstadt 04 blieb am Drücker und erhöhte die Schlagzahl. Innerhalb von zwei Minuten scheiterte der an diesem Tag sehr spielfreudige und gefährliche Elva – jeweils nach Krauße-Flanken – nur knapp per Kopf. Sekunden später fehlte bei Björn Paulsens Versuch in zentraler Position ebenfalls nicht viel zum Torjubel. Im Gegenzug beinahe die Führung für Uerdingen, doch Buntic klärte mit einer Riesenparade einen Volleyschuss von Matuschyk.

FCI-Trainer Jeff Saibene versuchte mit den Einwechslungen von Beister für Sussek (69.), Kaya für Gaus (73.) und Keller für den leicht angeschlagenen Thalhammer, um nochmals den Druck auf das Tor der Gäste zu erhöhen. Der FCI war bemüht, das „Goldene Tor“ zu erzielen, welches dann jedoch auf der Gegenseite fiel: Konrad flankte relativ unbedrängt in den Strafraum zum eingewechselten Evina, der nicht am spielentscheidenden Seitfallzieher zum 1:0 gehindert werden konnte (88.). Die Schanzer warfen daraufhin nochmals alles nach vorne, zum verdienten Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr an diesem Samstagnachmittag.

Zwar war es punktemäßig die zweite „Nullnummer“ für den FC Ingolstadt 04 in Folge, allerdings kam diese im Vergleich zur Niederlage der Vorwoche in Würzburg äußerst unglücklich zustande. Die Hausherren spielten motiviert, engagiert und hatten durchaus Torchancen, um die enge Begegnung für sich zu entscheiden. Gelingt es der Saibene-Elf beim Auswärtsspiel am kommenden Samstag bei Hansa Rostock, eine ähnliche Leistung abzurufen und die Chancenverwertung zu verbessern, kann es auch wieder mit einem „Dreier“ klappen.

FCI: Buntic – Ananou, Paulsen, Antonitsch, Kurzweg – Sussek (Beister 69.), Krauße, Thalhammer (Keller, 76.), Gaus (Kaya, 73.) – Elva, Kutschke (C)