Blomeyer: „In Duisburg ist man etwas direkter“

Stand bis 2016 in Diensten der Schanzer: Thomas Blomeyer.

Blomeyer: „In Duisburg ist man etwas direkter“

Von Bayern in den Pott: Nachdem er die Jugendmannschaften der Schanzer durchlaufen hat, schloss sich Thomas Blomeyer 2016 dem MSV Duisburg an. Der großgewachsene Youngster absolvierte am vergangenen Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg sein Startelfdebüt in der 2. Bundesliga und freut sich nun auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Club und Chefcoach.

fci.de: Servus Thomas! Gebürtig aus Freising, dann die Jugendmannschaften der Schanzer – du bist ein Kind des gemütlichen Oberbayerns, jetzt ist der Pott dein Zuhause. Was waren die größten Umstellungen?

Thomas Blomeyer: Es war schon eine Umstellung für mich, aus dem Beschaulichen in den Pott zu wechseln. Ich denke, dass die Mentalität eine andere ist, denn hier sind die Leute etwas klarer und direkter. Was man vielleicht zu Beginn noch als Macke angesehen hat, habe ich mittlerweile sehr schätzen gelernt. Wenn es ein Problem gibt, dann wird das schnell und deutlich angesprochen, das mag ich!

fci.de: Der MSV Duisburg ist deine erste reine Profistation und du hast am vergangenen Spieltag dein Startelfdebüt gehabt. Wie war es für dich?

Blomeyer: Es war überragend, nachdem ich lange warten musste. Ich habe mich vor einem guten Jahr verletzt und so musste ich in der Reha viel nachholen. Aktuell läuft es sehr gut bei uns, deshalb habe ich dann immer wieder versucht, mich ranzukämpfen und die Stimmung hoch zu halten. Es freut mich jedenfalls sehr, dass ich zum Zug gekommen bin.

fci.de: Ihr seid Aufsteiger, wie Absteiger. Dennoch stehen die Zebras vor den Schanzern – hast du das vor diesem Spieltag erwartet?

Blomeyer: Die Ziele von Ingolstadt und dem MSV waren vor der Saison sicherlich andere. Unsere Ausgangssituation ist eine sehr gute, die wir uns erarbeitet haben. Trotzdem bleibt unser klares Ziel ist der Klassenerhalt, den wir jetzt schnellstmöglich schaffen wollen. Auch Würzburg hat letztes Jahr eine hervorragende Hinrunde gespielt, danach sind sie eingebrochen. Das wird uns nicht passieren, aber nachlassen dürfen wir trotzdem nicht.

fci.de: Wie fällt deine Prognose für Samstag aus?

Blomeyer: Ich kenne die Schanzer mit Ausnahme der Neuzugänge und weiß, dass sie unglaublich viel individuelle Qualität mitbringen. Auch Stefan Leitl kenne ich gut, schließlich war er mein Coach! Es wird ein spannendes Spiel und natürlich ist es immer etwas Besonderes, wenn man auf den Ex-Verein trifft.  Ich hoffe darauf, dass wir einen Heimsieg feiern dürfen, der gegen ein starkes Team und einen guten Trainer aber sicher nicht leicht erspielt sein wird.

fci.de: Zieht es dich oft in die Heimat zurück?

Blomeyer: Es ist eine sehr große Distanz zwischen Pott und Oberbayern. Dementsprechend fahre ich die 630 km nicht so oft – auf jeden Fall aber einmal im Sommer und im Winter. Das ist allerdings nicht schlimm – ich habe mich hier sehr gut eingelebt.

fci.de: Vielen Dank!