Der große Hinrunden-Rückblick (Teil 2)

Ein eingeschworenes Team: Unsere Schanzer stimmen sich im Kreis vor Spielbeginn ein. (Foto: Bösl/kbumm)

Der große Hinrunden-Rückblick (Teil 2)

Zwischen Höhen, Tiefen und Rekorden: Die erste Bundesliga-Hinrunde der Schanzer ist vorüber und wir wollen zusammen mit euch in zwei Teilen auf die ersten 17 Spiele des FC Ingolstadt 04 in seiner Premierensaison zurückblicken. Im ersten Teil haben wir bereits die sehr erfolgreichen Partien bis zum achten Spieltag aufgeführt. Teil zwei beschäftigt sich nun mit den restlichen neun Begegnungen unserer Schanzer. Viel Spaß!
14 Punkte und Platz Sechs in der Tabelle standen zu Buche, ehe unsere Jungs am 9. Spieltag zum VfB Stuttgart reisten und dort eine äußerst bittere Niederlage hinnehmen mussten. Bereits nach vier Minuten hatte Mathew Leckie die Chance vom Elfmeterpunkt, doch Stuttgarts Keeper Tyton, der einen überragenden Tag erwischte, parierte. In der Folge waren die Schanzer immer wieder am Drücker, doch VfB-Mittelfeldmann Daniel Didavi traf nach einer flachen Hereingabe zur Führung, allerdings stand er dabei im Abseits. Trotz größter Bemühungen kam unser FCI nicht mehr zu einem Torerfolg und man verzeichnete die erste Auswärtsniederlage der Saison.

Ein sehr ähnliches Spiel ereignete sich nur eine Woche später beim Heimspiel gegen Hertha BSC: Wieder hielten die Schanzer sehr gut mit und hatten unter anderem Pech, als Skjelbred im eigenen Strafraum den Ball mit der Hand spielte oder Keeper Jarstein glänzend parierte. Zuvor drückte Berlins Weiser in der elften Minute eine zu kurz abgewehrte Flanke über die Linie und brachte den Hauptstadt-Klub damit auf die Siegerstraße.

Doch schon in der folgenden Partie auf Schalke zeigten die Schanzer, dass sie weiterhin an sich und ihre Fähigkeiten glauben: Den Favoriten aus dem Ruhrgebiet stellten Mathew Leckie und Co. immer wieder vor Probleme. Angetrieben von den zahlreichen mitgereisten Fans – unter anderem fuhr erstmals ein Sonderzug nach Gelsenkirchen – zeigten die FCI-Profis einmal mehr einen mutigen Auftritt und so brachte Tobias Levels sein Team per feinem Außenristschuss in Führung. Gegen Ende der Partie drückten die Gastgeber allerdings zunehmend und Leroy Sané sorgte am Ende mit dem Treffer zum 1:1 für ein gerechtes Unentschieden.

Der nächste Spieltag brachte dann auch die nächste schwere Auswärtsaufgabe mit sich: Zu Gast in Mönchengladbach erkämpfte man sich erneut ein Remis – diesmal allerdings torlos. Dabei spielte die Hasenhüttl-Elf insbesondere im ersten Durchgang wieder frech auf und hätte mehrfach in Führung gehen können. In einer sehr kampfbetonten und engen Partie gelang es jedoch keinem Team den entscheidenden Treffer zu erzielen. Positiv hervorzuheben ist dabei wieder starke Defensivleistung, schließlich spielte man insgesamt sechsmal zu Null.

Nach drei Spielen in Folge ohne Sieg stand schließlich das Aufsteiger-Duell gegen den SV Darmstadt 98 an: Am Ende feierten die Schanzer einen hart erkämpften 3:1-Heimsieg im Audi Sportpark und konnten sich über weitere wichtige Punkte im Rennen um den Klassenerhalt freuen. Nachdem die Lilien durch die erste Ecke der Partie früh in Führung gingen konnten die Schanzer erstmals eine Bundesliga-Partie drehen: Robert Bauer traf mit einem Volley-Traumtor zum Ausgleich, ehe Moritz Hartmann per Doppelpack den 3:1-Endstand erzielte und damit für den bis dato höchsten Bundeligasieg des FCI sorgte.

Die gute Leistung und die Moral aus dem Darmstadt-Spiel konnte das Team jedoch nicht mit in die nächste Auswärtspartie gegen Hannover nehmen, geriet dort durch die ersten beiden Offensivaktionen mit 0:2 in Rückstand und verlor am Ende mit 0:4. Eine sehr bittere Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten, doch umso wichtiger war es, darauf eine Reaktion zu zeigen.

Diese sollte im Heimspiel gegen Hoffenheim folgen, in dem die Schanzer wieder eine starke Leistung abriefen, kämpften und die Zuschauer mit ihrem Einsatz begeisterten. Die harte Arbeit wurde durch einen herrlichen Freistoß-Treffer durch Roger belohnt und auch in der Folge wirkten unsere Jungs wie der sichere Sieger, ehe in der sechsten Minute der Nachspielzeit ein Ball im Gewühl bei Mark Uth landete, welcher den Last-Minute-Ausgleich erzielte.

In den beiden letzten Partien des Jahres gegen den FC Bayern München (0:2) und Bayer 04 Leverkusen (0:1) bot sich ein ähnliches Bild: Die FCI-Profis zeigten eine ansprechende Leistung, waren gegen die haushohen Favoriten phasenweise sogar spielbestimmend, doch schafften es nicht sich und die Fans zu belohnen. Allerdings gab es viel Lob für den Mut und die Spielweise der Schanzer, man hat sich in der Bundesliga durchaus Respekt verschafft und steht mit 20 Punkten und sechs Zählern Abstand auf den Relegationsplatz überraschend gut da.

Den Schanzern ist dennoch bewusst, dass es in der Rückrunde nicht leichter wirdzu punkten und es nochmals mindestens genauso guter Leistungen wie im Jahr 2015 bedarf, um am Ende den Klassenerhalt sicherstellen zu können.

Wir freuen uns auf das Jahr 2016, die kommenden Herausforderungen, die besonderen Momente, an denen wir im vergangenen Jahr so häufig teilhaben durften und auf viele spannende und faire Spiele!