Flutlicht, K.O.-Spiel, volle Hütte: FCI erwartet den Club

Stefan Kutschke wird auch am Freitag wieder vorangehen (Foto: Lüger / KBUMM).

Flutlicht, K.O.-Spiel, volle Hütte: FCI erwartet den Club

08. August, 2019 09.00 Uhr

„Wir gehen nicht chancenlos in die Begegnung, können aber befreit aufspielen. Dass Nürnberg gegen Hamburg so deutlich verloren hat, sehe ich nicht als Vorteil“, sagt Trainer Jeff Saibene im Vorfeld des Pokalkrachers (Freitag, 20:45 Uhr im Audi Sportpark). Er weiß aber auch: „Der Einzug in die nächste Runde ist finanziell natürlich schon attraktiv für uns.“

Personal

Definitv fehlen werden auf Ingolstädter Seite der Langzeitverletzte Freddy Ananou sowie Michael Heinloth (Verletzung hinterer Oberschenkel) und Tobias Schröck, der mit Oberschenkelbeschwerden nur eingeschränkt trainieren konnte. Dafür kann Trainer Jeff Saibene wieder auf Thomas Keller (in der Liga gesperrt) zurückgreifen. Mit Max Thalhammer und Caniggia Elva stehen weitere Alternativen parat – beide absolvierten wertvolle Spielminuten im Toto-Pokal gegen Burgwallbach (8:1). Auf der Gegenseite fehlen Fabian Schleusener, Alexander Fuchs, Kevin Goden, Adam Zrelak, Virgil Misidjan, Felix Lohkemper (alle verletzt) sowie Christian Mathenia (private Gründe).

Ausblick
Der FCI legt den Fokus grundsätzlich auf die Liga und dort ist der Start mehr als gelungen: Zehn Punkte aus vier Spielen, die personell stark umgebauten Schanzer haben klasse begonnen. Auch im Toto-Pokal (8:1 in Burgwallbach) konnten Agy Diawusie und Co. weiteres Selbstvertrauen tanken. Nun will man das Pokalspiel ehrgeizig und mit Power angehen – allein, weil Saibene sich auf eine tolle Kulisse mit weit über 14.000 Zuschauern freut. „Nürnberg ist der Favorit, wir sind Außenseiter. Wir freuen uns zu 100 Prozent auf die Partie, spüren nur Lust und Vorfreude – volles Stadion, tolles, Wetter, besser geht es nicht“, so der Chef-Trainer der Schanzer. Der 50-Jährige weiter: „Wir schauen auf uns, wollen unser Ding machen.“ Er weiß, wie beflügelnd es sein kann, im Pokal für Furore zu sorgen: Immerhin stand der Luxemburger mit dem FC St. Gallen schon einmal in einem Pokalhalbfinale, wo er dann dem Topverein FC Basel unterlag.

Die Nürnberger starteten mit drei Punkten aus zwei Spielen in die Liga. Nach einem Auftaktsieg in Dresden setzte es ein 0:4 im Heimspiel gegen den Hamburger SV. „Wir haben sie gut erwischt. Sie hatten nicht die Antworten, um uns taktisch Paroli zu bieten“, bilanzierte HSV-Coach und Ex-Nürnberger Dieter Hecking nach der Begegnung. Um beim FCI erfolgreicher zu agieren, setzen die Franken auch auf einen prominenten Neuzugang: Johannes Geis verstärkte den „Club“ zu Beginn der Woche und soll in Ingolstadt zum ersten Mal im Kader stehen. Dort freut man sich auf das Aufeinandertreffen mit dem Zweitligisten: „Natürlich haben wir das 0:4 von Nürnberg gegen den HSV live verfolgt. Trotz unseres positiven Trends wissen wir, dass die größeren Chancen auf ein Weiterkommen beim Club liegen. Wir haben eine kleine Chance, aber die wollen wir auch wahren“, so Stürmer und Spielführer Stefan Kutschke. 

Weitere Daten und Fakten zum Spiel

  • Die Bilanz spricht für den 1. FC Nürnberg, der bisher drei von sechs Duellen für sich entschieden hat. In den letzten drei Spielen konnte sich der FCI aber behaupten und sicherte sich neben zwei Unentschieden auch einen 2:1-Auswärtssieg im November 2017. Die Tore erzielten Dario Lezcano und der heutige Schanzer Kapitän Stefan Kutschke.
  • Gleich drei ehemalige „Cluberer“ sind aktuell für den FCI aktiv. Neben Stefan Kutschke, der 2015 ein halbes Jahr für den FCN  aktiv war, durchliefen Jonatan Kotzke und Michael Heinloth die Club-Jugend und standen 2011 beziehungsweise 2013 zum letzten Mal für die Franken auf dem Feld. Auf der Seite der Nürnberger spielt derzeit kein ehemaliger Schanzer, dafür sind zwei Gesichter aus dem Trainerteam bestens bekannt: Martin Scharrer (Torwarttrainer) und Fabian Gerber (Co-Trainer) arbeiteten bereits schon in der Donaustadt.
  • Tore sind am Freitagabend beinahe garantiert. In sechs Spielen trafen beide Mannschaften insgesamt 14-mal, ein 0:0 gab es noch nie. In den letzten drei Spielen trafen außerdem immer beide Teams.
  • Beide Vereine sind neu in ihrer jeweiligen Liga. Nachdem die Schanzer zum zweiten Mal in die 3. Liga absteigen mussten, ging es für den FCN schon zum neunten Mal aus der ersten in die zweite Liga – Rekord! Dafür stiegen die Mittelfranken 2018 aber auch zum insgesamt achten Mal ins Oberhaus auf. Auch diesen Wert überbietet kein anders Team.
  • Unter der Leitung von Schiedsrichter Daniel Siebert weisen beide Teams eine negative Bilanz auf. Der FCI verlor sechs von zwölf Spielen bei vier Siegen, gewann aber den Saisonauftakt der aktuellen Saison in Jena mit 2:1. Der FCN unterlag viermal in neun Spielen und holte zweimal drei Punkte.