Heinloth: „Was würde es bringen, den Stinkstiefel zu machen?“

Immer 100 Prozent: Abwehrspieler Michael Heinloth flankt (Foto: Meyer / KBUMM).

Heinloth: „Was würde es bringen, den Stinkstiefel zu machen?“

Erstmals im neuen Jahr stand Michael Heinloth bei der Heimniederlage gegen Viktoria Köln (0:1) wieder auf dem Platz. Der 28-Jährige gilt als Spaßvogel und strahlt immerzu Optimismus aus. Dabei liegen hinter ihm keine einfachen Wochen, die ersten fünf Begegnungen des Kalenderjahres verfolgte er ausschließlich von der Bank aus. Wie der Rechtsfuß mit der Situation umgegangen ist und wie er nach nunmehr vier Niederlagen am Stück die Lage vor dem Spiel in Halle einschätzt, erfahrt ihr wie immer auf fci.de.

fci.de: Servus Heini! Nach längerer Auszeit hattest du gegen Viktoria Köln deine Startelf-Rückkehr. Wie schön war es für dich, wieder auf dem Grün zu stehen?

Michael Heinloth: „Es war ein super Gefühl, ohne Frage. Umso bitterer, dass es am Ende für keinen Punkt gereicht hat. Trotzdem: Wir haben eine stabile Leistung gezeigt und wollen in den kommenden Wochen daran anknüpfen. Der Auftritt war verglichen mit den letzten Spielen wieder ein Schritt in die richtige Richtung.“

fci.de: Nach der vierten Niederlage in Folge erfolgte die obligatorische Video-Analyse mit dem Trainerteam. Habt ihr als Mannschaft auch schon diskutiert, wie siehst du das Teamgefüge?

Heinloth: „Das Team ist intakt und wir sehen schon die Notwendigkeit, auch als Mannschaft miteinander zu sprechen. Wichtige Erkenntnis: Wir brauchen jetzt umso mehr das gegenseitige Pushen im Training, einen positiven Umgang untereinander. Jeder hilft dem anderen, egal wer spielt oder auf der Bank sitzt. Das macht uns stark und war zuletzt ja auch mit meine Aufgabe.“

fci.de: Allerdings: Fünfmal hast du zuletzt zusehen müssen. War es demnach kein Problem für dich?

Heinloth: „Natürlich will jeder Fußballer lieber spielen, das steht außer Frage. Aber es ist mein Naturell, das beste aus der Situation zu machen, positiv zu bleiben und zu marschieren! Was würde es bringen, den Stinkstiefel zu machen? Das kommt nicht gut bei den Mitspielern an und anders herum profitieren wir letztendlich alle gemeinsam davon, wenn wir erfolgreich sind. Also gebe ich Gas und unterstütze meine Mannschaftskameraden, wo ich kann.“

fci.de: Gilt das auch für deine direkten Konkurrenten? Zuletzt spielte beispielsweise Freddy Ananou auf deiner Position.

Heinloth: „Selbstverständlich, genauso war mein Umgang mit Björn Paulsen noch vor der Pause, als er rechts gespielt hat und Schröcki Innenverteidiger war. Ich bin der Letzte, der da dann den ganzen Tag beleidigt ist, sondern ich versuche, zu unterstützen. Und apropos Konkurrenzkampf: Am letzten Wochenende haben Freddy und ich gespielt, also das zeigt doch, dass es sowieso ein großes Miteinander ist. Nur so geht’s. Der Zusammenhalt zeichnet unsere Mannschaft aus und der Kampf um die Startplätze sollte jetzt nochmal eher ein paar Prozentpunkte herauskitzeln, statt zu verunsichern.“

fci.de: Jetzt geht es nach Halle, auch dort sehnt man sich nach Punkten. Sechsmal am Stück hat der HFC verloren. Was erwartet uns?

Heinloth: „Eine gefährliche Situation, Halle steht auch unter Druck. Wir haben zuletzt wieder mehr und mehr unsere Tugenden wiedergefunden, wollen an die jüngste Entwicklung anknüpfen und klar spielen. Wir brauchen vor allem unsere volle Überzeugung wieder zurück. Logisch, dass wir dort in Halle etwas mitnehmen wollen, doch wir sind gewarnt!“