Jens Keller: „Können auf St. Pauli einen weiteren Schritt machen“

Unsere Schanzer wollen Revanche für das 0:1 im Hinspiel. Diesmal auf Seiten des FCI: Flügelflitzer Cenk Sahin.(Foto: Bösl/KBUMM)

Jens Keller: „Können auf St. Pauli einen weiteren Schritt machen“

Hält die Auswärtsserie unserer Schanzer? Mit drei Siegen aus vier Partien 2019 präsentiert sich der FCI aktuell in starker Form und hält im Kampf um den Klassenerhalt Schritt. Am Samstag wartet mit dem FC St. Pauli der nächste Prüfstein. Die Braun-Weißen wollen nach nach drei Niederlagen in Folge vor heimischem Publikum wieder in die Spur finden will, um ihrerseits im Kampf um den Aufstieg nicht abreißen zu lassen.

Bisherige Duelle
Schanzer und Kiezkicker treffen zum insgesamt 14. Mal aufeinander. Die Statistik spricht für die Hamburger: Sechsmal entschieden sie das Aufeinandertreffen für sich, vier Mal gab es eine Punkteteilung und lediglich drei Mal gingen die Schanzer als Sieger vom Platz. Vor allem im hohen Norden war für den FCI selten ein Sieg zu holen – am Millerntor unterlagen die Hausherren lediglich einmal in der vergangenen Saison gegen den FCI – dafür mit 0:4 deutlich. Ansonsten gewannen die Kiezkicker zwei Mal vor eigenem Publikum, drei Mal gab es ein Remis. Der letzte Heimerfolg gegen unsere Schanzer liegt jedoch auch schon fast acht Jahre zurück. Im Hinspiel siegte der FC St. Pauli im Audi Sportpark knapp mit 1:0.

Ausblick
Unsere Schanzer präsentierten sich zuletzt stabilisiert und punkteten kräftig. In den ersten zwei Partien auf fremden Plätzen siegten der FCI mit 1:0 gegen Fürth und mit 3:0 gegen Aue. Daheim gab es einen Sieg gegen Bochum (2:1) und eine Niederlage gegen Magdeburg (0:1), was eine starke Punkteausbeute von neun Zählern aus vier Partien 2019 ergibt. Dennoch steht der FCI weiterhin in der Gefahrenzone, vor allem, weil auch die Konkurrenz regelmäßig Punkte sammelte. Zum 23. Spieltag steht die Kellerelf auf dem Relegationsrang 16, hat jedoch den direkten Nichtabstiegsrang 15, den aktuell Magdeburg mit zwei Punkten Vorsprung belegt, fest im Blick.

Entspannter ist die Situation bei den Kiezkickern, die mit 37 Zählern auf Rang Sechs nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben werden. Dennoch muss das Team von Ex-FCI-Coach Markus Kauczinski aufpassen, dass es den Anschluss an die Aufstiegsränge nicht verliert. Zwar sind es nur zwei Zähler bis auf den Relegationsrang Drei, jedoch verloren die Kiezkicker die letzten drei Partien allesamt und können mit leidglich drei Punkten aus vier Spielen 2019 nicht zufrieden sein. Trotz der guten Schanzer-Form will Chefcoach Jens Keller von einem Vorteil gegenüber den Hanseaten nichts wissen: „Ich kann nicht sagen, ob es gut ist, in dieser Phase gegen St. Pauli anzutreten. Sie haben die Qualität und es ist klar, dass sich das früher oder später wieder auf ihre Form auswirken wird. Wir schauen auf uns und wissen, wo sie verwundbar sind. Für uns ist jedes Spiel höchst wichtig, denn wir haben noch nichts erreicht, zumal uns in den nächsten Wochen ein schweres Programm bevorsteht“. Dennoch stimmt vor allem die neu gewonnene Defensiv-Stabilität positiv: In fünf Rückrundenpartien kassierte der FCI, einstmals Schießbude der Liga, mit vier Gegentreffer die wenigsten aller Zweitligisten.

Personal
Bei den Donaustädtern sind bekanntermaßen Lucas Galvao und Freddy Ananou sowie Tobias Schröck leider verletzt. Auch Almog Cohen wird wegen einem Trauerfall noch nicht mit nach Hamburg reisen – er stößt voraussichtlich in der kommenden Woche wieder zum Team. Dafür steht Mergim Mavraj, der zuletzt erkrankt gegen Bochum passen musste, wieder zur Verfügung. Mit Darío Lezcano, Benedikt Gimber, Marcel Gaus, Stefan Kutschke und Paulo Otavio stehen aktuell gleich fünf Schanzer auf vier Gelben Karten und wären im Falle einer weiteren im nächsten Spiel gesperrt.

St. Pauli-Chefcoach Markus Kauczinski hingegen muss auf Philipp Ziereis (Muskelfaserriss), Jeremy Dudziak (Probleme mit dem Sprunggelenk), Johannes Flum (angebrochene Rippenprellung) Dimitros Diamantakos (Muskelfaserriss) und Henk Veerman (Kreuzbandriss) verzichten. Welche Startelf Kauczinski in das Duell mit seinem Exclub schickt, ist jedoch offen – der ehemalige Schanzer kündigte nach den letzten Niederlagen personelle Wechsel in der Defensive an.

Schiedsrichter
Geleitet wird die Partie von René Rhode aus Rostock. Ihm assistieren Marcel Unger aus Halle und Florian Lechner aus Hornstorf. Vierter Offizieller ist Robert Wessel aus Berlin.

Fans, Tickets, Öffnungszeiten
Rund 600 Schanzer werden den FCI ans ausverkaufte Millerntor begleiten. Dementsprechend wird es am Spieltag auch keine Tageskasse geben! Das Stadion öffnet um 11.30 Uhr – Anpfiff ist dann um 13 Uhr.