FC Ingolstadt 04

255 Mitglieder waren bei am Donnerstagabend bei der Mitgliederversammlung vor Ort (Foto: FCI)

Schanzer Mitgliederversammlung 2025

Am Donnerstagabend wurde im Business-Bereich des Audi Sportpark die diesjährige Mitgliederversammlung des FC Ingolstadt 04 e.V. abgehalten. Neben zahlreichen Mitgliedern wohnten auch die Profimannschaft sowie das Team der Schanzerinnen der Veranstaltung bei.

Nach der anfänglichen Begrüßung durch Präsident Peter Jackwerth an die 255 (davon 242 stimmberechtigt) anwesenden Mitglieder und der Feststellung der Beschlussfähigkeit wurde zunächst den in den vergangenen 12 Monaten verstorbenen Mitgliedern gedacht, ehe im Anschluss die Berichte aus den einzelnen Abteilungen folgten. Den Start machte hierbei Sportdirektor Ivo Grlic, der über den Profibereich berichtete: „Aktuell befinden wir uns in einer schwierigen Phase mit schwankenden Leistungen. Wir werden aber alles dafür tun, um aus der aktuellen Situation herauszukommen und konstant zu punkten“, versprach der 50-Jährige: „Diese Verantwortung gilt gegenüber unserem gesamten Verein und den Fans, die uns Woche für Woche unterstützen.“

Als nächster Redner trat Christoph Heckl nach vorne, der über die Jugend und die Frauenmannschaften sprach. Dabei betonte der Vizepräsident die Bedeutsamkeit „für das richtige Maß zwischen Erfolg und Entwicklung der Spieler. Denn im Endeffekt geht es im Nachwuchs darum, Talente zu entwickeln.“ Dass diese Handhabung jüngst immer wieder von Erfolg gekrönt war, zeigt sich dadurch, „dass wir in den letzten Spielzeiten immer wieder Jungschanzer aus dem eigenen Stall nach oben gebracht haben.“ Nachdem anschließend die Frauenabteilung genauer beleuchtet wurde, hob Heckl noch einmal das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den FC Bayern München vor wenigen Wochen hervor, als 3.000 Zuschauer die FCI-Frauen im ESV-Stadion anfeuerten. Das Team von Benjamin Stolte habe „sich gegen die beste Frauenmannschaft in Deutschland hervorragend geschlagen“. Diese Leistung wurde auch von den anwesenden Mitgliedern mit lautem Applaus honoriert.

Für den nächsten Programmpunkt, die Mitglieder und Fans, kam Denise Englschall ans Podium. Dabei stellte sie zunächst die aktuelle Mitgliederzahl von 2.681 und anschließend einige Fanaktionen aus diesem Jahr vor – beispielsweise als Anfang des Jahres zahlreiche Anhänger bei einem U12-Hallenturnier der Jungschanzer mit vor Ort waren oder als bei der Bayerischen Inklusionsmeisterschaft am Audi Sportpark fleißig unterstützt wurde. Als Highlight hob sie die Organisation von Südtribüne e.V. für das Heimspiel der Schanzerinnen im Audi Sportpark gegen den SC Sand Mitte September hervor: „Dadurch sind viele Menschen an einem tollen Spieltag zusammengekommen. Es ist sehr schön zu sehen, dass bei solchen Aktionen die Schanzer Familie so gelebt wird.“

Darauffolgend widmete sich Ivan Wyberal dem Thema Kommunikation mit einer klaren Zielsetzung: „Transparente Kommunikation: Klar, offen, verlässlich. So möchten wir unsere Arbeit für euch verstehen.“ In diesem Zuge stellte Wyberal auch verschiedene Üerlegungen für eine erfolgreiche Umsetzung vor und betonte: „Für uns als Präsidium ist es sehr wichtig, dass wir ansprechbar und erreichbar sind. Wir wollen ein Präsidium sein, dass jederzeit offen ist. Diese Haltung gehört für uns zu einer transparenten Kommunikation.“

Andreas Mayr, der sich der Nachhaltigkeit und dem Sozialen Engagement annimmt, präsentierte die Vielzahl der CSR-Projekte und die Bedeutsamkeit dieses Bereichs. So waren unter anderem das Inklusionsteam der Oberbayern oder auch die Blindenfußballer in der gesamten Republik unterwegs und vertraten die Farben der Schwarz-Roten weit über den Freistaat Bayern hinaus. „Das ist eine Herzensangelegenheit, passt gut zu unserem Klub und bereit extrem viel Freude“, erklärte der Vizepräsident, der mit dem anstehenden Kinderschutzkonzept auch ein neues Projekt ankündigte, dass rund um das anstehende Heimspiel gegen Hoffenheim II (Sa., 29.11., 14:00 Uhr) veröffentlicht wird.

Maximilian Fischer-Stabauer erläuterte anschließend die finanzielle Situation des e.V. Dabei zeigte sich, dass auch von der aktuellen wirtschaftlichen Lage in und um Ingolstadt der Verein nicht gänzlich verschont blieb und man im vergangenen Jahr einen Verlust von 156.000 Euro hinnehmen musste. „Das stellt uns allerdings vor keine Probleme, weil wir das durch die erwirtschafteten Gewinne der letzten Jahre, ausgleichen konnten. Der Verein ist weiterhin schuldenfrei und wir stehen stabil da“, erklärte Fischer-Stabauer.  Nachfolgend fand die Kassenprüfung statt sowie darauffolgend die Entlastung des Präsidiums, die ohne Gegenstimme erfolgte.

Als nächstes sah der Ablaufplan zwei Anträge auf Satzungsänderung vor. Der erste Antrag, der vom Präsidium erfolgte, sorgte für die Verankerung der DFB GmbH & Co. KG in der Satzung. Über einen weiteren Antrag, der von einem unabhängigen Arbeitskreis gestellt worden ist, wurde ebenfalls abgestimmt. Im nächsten Schritt folgt nun die finale juristische Prüfung. Nach dem abschließenden Programmpunkt ‚Sonstiges‘ und mit einem Dank an alle anwesenden Personen beendete Jackwerth schließlich die 22. Schanzer Mitgliederversammlung.