Nach Halbzeitführung: Schanzerinnen unterliegen MSV Duisburg denkbar knapp

Die Schanzerinnen um Ivana Slipcevic mussten sich nach hartem Kampf mit 1:2 dem MSV Duisburg geschlagen geben (Foto: Meyer / KBUMM)

Nach Halbzeitführung: Schanzerinnen unterliegen MSV Duisburg denkbar knapp

In einer intensiven Zweitliga-Partie gegen den Tabellenzweiten MSV Duisburg konnten die Fußballerinnen des FC Ingolstadt erneut eine Führung nicht zu einem Erfolg nutzen und verloren am Ende unglücklich mit 1:2.

Die Schanzerinnen bleiben in der Tabelle damit auf Rang Zehn, der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt weiterhin fünf Zähler. Mit dem Statement-Banner „Kämpferin #6“ grüßten die Ingolstädter Spielerinnen bereits vor dem Anpfiff ihre im letzten Spiel schwer verletzte Teamkollegin Ricarda Kießling (Kreuzband). In den ersten Spielminuten zeigten dann beide Teams viel Zug zum Tor, die ersten Chancen ließen nicht lange auf sich warten. In der 8. Minute hatten die Schanzerinnen die erste Möglichkeit durch Ivana Slipcevic, die von Lisa Ebert eingesetzt wurde, doch ihr Abschluss blieb zu zögerlich. Zwei Minuten später eroberten die Gäste die Kugel, Selina Vobian zog aus der Distanz ab, doch FCI-Keeperin Anna-Lena Daum konnte zur Ecke klären.

Dann waren wieder die Gastgeberinnen dran: Jana Scharly trat in der 15. Minute zur Ecke an und Steffi Reischmann erzielte per Kopf die 1:0-Führung für den FCI. Eine Minute später wieder die Gäste: Die Ex-Schanzerin Melissa Chidera Ugochukwu steuerte allein aufs Ingolstädter Tor zu, doch Daum war auf dem Posten. In der 17. Minute klärte Ebert mit einer Grätsche einen neuerlichen Angriff der Aufstiegsaspiranten, die nun den Druck erhöhten und die FCI-Frauen in der eigenen Hälfte einschnürten. Die Gastgeberinnen trotzten den Angriffen und setzten den ein oder anderen Nadelstich. Die nächsten Versuche der Duisburger durch Yvonne Zielinski (32.) und Vobian (34.) blieben noch ohne Erfolg, sodass die FCI-Frauen mit dem knappen 1:0-Vorsprung in die Pause gingen. „Wir haben in der sehr intensiven Partie sehr gut mitgespielt“, lautete der zufriedene Blick von Interimstrainer Thorsten Splieth auf die erste Hälfte.

Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gäste in der 50. Minute ihre erste Möglichkeit nach einer flachen Hereingabe von Antonia-Johanna Halverkamps aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich. Der erste Entlastungsangriff gelang den Schanzerinnen in der 53. Minute, als Slipcevic einen Querpass auf Ebert spielte, die aber verzog. In der 58. Minute hatten die Gäste durch Halverkamps die Führung auf dem Fuß, nachdem FCI-Keeperin Daum den Schuss nicht festhalten konnte. Maria Zeller klärte auf der Linie. FCI-Interimscoach Splieth reagierte und brachte mit Vanessa Haim eine frische Offensivkraft. Doch die nächste Chance gehörte den Gästen: In der 61. Minute spielte Vobian Teamkollegin Meg Brandt frei, die im letzten Moment von Ebert bedrängt wurde, so dass Daum klären konnte. Im Gegenzug hatten die Schanzerinnen eine Möglichkeit durch Reischmann, deren Schuss aber deutlich übers MSV-Gehäuse ging.

Die FCI-Frauen waren nun fast nur noch mit Defensivarbeit beschäftigt. Glück für den FCI in der 74. Minute, als Vobian nur den Innenpfosten traf. Eine Minute später war es dann doch passiert: Nach einer Ecke köpfte Claire Mary O’Riordan an den Pfosten. Zielinski reagierte am schnellsten und erzielte mit einem satten Schuss die 2:1-Führung für den MSV. In der 82. Minute hatten die Schanzerinnen dann das Glück auf ihrer Seite: Zuerst prüfte Brandt FCI-Torfrau Daum, danach traf Meret Günster nur die Latte. Letzte Chance für die Ingolstädter gab es in der 88. Minute nach einem Foul an Haim: Slipcevic trat den fälligen Freistoß an der linken Strafraumgrenze, doch nach einigen Kopfballstationen hatte die MSV-Keeperin die Kugel, sodass es beim 1:2 blieb. „Wenn wir die erste Viertelstunde nach der Pause ohne Gegentreffer überstanden hätten, wäre die Möglichkeit zum Sieg richtig gut gewesen. Leider ist dann schnell der Ausgleich gefallen und das Spiel ist ein bisschen gekippt. Im Anschluss hatten wir bei den Latten- und Pfostentreffern auch Glück. Trotzdem waren wir nicht die schlechtere Mannschaft, deshalb muss ich den Mädels trotz allem ein Kompliment machen. Wenn wir weiter so auftreten, werden wir gegen die kommenden Kontrahenten bestehen“, ist sich Splieth sicher.

Dabei könnte schon der nächste Spieltag richtungsweisend sein. In der Partie beim Tabellenelften VfL Wolfsburg II (Sonntag, 11 Uhr), können die Schanzerinnen im direkten Duell ganz wichtige Punkte für das Saisonziel Klassenerhalt einfahren.

Von Sabine Kaczynski (Donaukurier)
Zu dem Artikel auf der Homepage des Donaukurier geht es hier.