Die Schanzer
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Wir sprachen mit Dominique Herrmann über die Jüngsten der Jungschanzer und einen besonderen Weg des FCI im Umgang mit Talenten. (Foto: FCI)

Neue Serie - reingeschaut beim NLZ: Coach Dominique Hermann über die jüngsten Talente

Stade Zeit? Von wegen! Auch wenn die Corona-Maßnahmen allen im Amateur- und Nachwuchsfußball einen Strich durch die Rechnung machen, geht die Arbeit im NLZ der Schanzer hinter den Kulissen weiter. Dabei gilt: Auf das „L“ wie „Leistung“ kommt es an. Oder doch nicht so sehr? Wie viel Leistung ist gut für die Jüngsten im Nachwuchsleistungszentrum? Dies und vieles mehr erzählte uns unser heutiger Gesprächspartner, Dominique Hermann, U 11 / U 12-Trainer- und Koordinator bei den Jungschanzern.

fci.de: Servus Dominique! Zum Einstieg, beschreib doch einmal Deine Aufgabe im NLZ und worauf kommt es dabei an?

Dominique Hermann:
Meine Aufgaben sind sehr vielfältig, aber vor allem bin ich Koordinator der Perspektivteams und Trainer der U 11 / U 12-Mannschaft bei uns im NLZ. Das Alter der Jungs ist dabei ein spannender und entscheidender Faktor meiner Arbeit. Die Spieler müssen in der ersten Altersstufe im NLZ an den Verein und unsere Werte herangeführt werden. Aber auch die Eltern der Kinder müssen mit unserer Arbeit vertraut gemacht werden. Dazu braucht es Einfühlungsvermögen und man muss es schaffen, die neuen Spieler und die Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen, unter einen Hut zu bekommen. Dann, in der zweiten Altersstufe in der U 12, geht es vor allem darum, die Förderung der Jungs zu erweitern. In diesem Fall wird vom Kleinfeld auf die nächst größere Stufe zum 9-gegen-9-Spielfeld vergrößert.

fci.de: Wie läuft es denn bei euch mit der Weihnachtspause im Spiel- und Trainingsbetrieb?

Hermann:
Normalerweise wäre über die Weihnachtszeit zwei Wochen Ruhe und dann würden wir wieder mit Hallenturnieren und Trainings starten. Wie gesagt, normalerweise. Nun geht gerade alles in den Hallen nicht mehr und wenn die Bundesregierung wieder grünes Licht gibt, dann starten wir gerne wieder so gut es geht voll durch. Ansonsten halten wir zurzeit zwei Mal die Woche ein Videotraining mit den Jungs ab. Das ist zwar nicht dasselbe wie auf dem Platz, aber zumindest eine kleine Abhilfe.

fci.de: Wie geht ihr konkret mit Corona um? Wie musstet ihr im Team darauf reagieren?

Hermann:
Das Hauptaugenmerk liegt immer auf allem, was rund um und auf dem Platz ist. Spiele, Wettkämpfe, Mannschaftstraining. Da das gerade nicht geht, arbeiten wir mit virtuellen Trainings über Zoom. Da können wir zwar kein Fußballspiel simulieren, aber zumindest individuelle Übungen, wie Koordination und Techniktraining, durchführen. Schade für mich und alle anderen ist dabei aber, dass der direkte Kontakt, der Spaß, den man im Team sonst hat, hinten runterfällt.

fci.de: In NLZ steckt ja ein „L“, das für Leistung steht: Wie sehr kommt es auf Leistung bei den Jüngsten an?

Hermann:
Die Spieler, die bei uns in der U 11 oder U 12 spielen, sind alle talentierte Jungs. Die wurden zuvor in den Perspektivteams gesichtet und trainiert und sind nun, in der entsprechenden Altersstufe, in unsere U 11 gekommen. Da wir keine U 8 bis U 10 haben, sondern an sechs Standorten in und um Ingolstadt viele junge Talente perspektivisch zu Trainings zusammenbringen, können wir hier eine Vorauswahl treffen. Wichtig ist in Anbetracht des Alters, dass die Spieler in noch jungen Jahren bei ihrem Heimatverein und Freundeskreis bleiben können und nicht zu früh zu hohem Duck und langen Fahrtstrecken im Auto ausgesetzt sind. Deshalb auch keine feste U-Mannschaft bei uns, sondern die Perspektivteams. Und zum Thema Leistung: Ganz klar ist ein Leistungsgedanke da, aber der Fokus bei unserer Arbeit liegt nicht darauf, immer das beste Mannschaftsresultat zu erzielen und zwingend alle Spiele zu gewinnen. Bei uns geht es um individuelle Leistung, da soll jeder einzelne Spieler individuell mit seinen Stärken gefördert werden und mit uns an seinen Schwächen arbeiten können.

fci.de: Wie beschäftigt ihr die Jungs, wenn ihr sie aktuell nicht wie gewohnt sehen könnt?

Hermann:
Die Jungs bekommen die „Finte der Woche“ als Aufgabe, die sie erledigen müssen. Dabei müssen sie Bewegungsabläufe beschreiben und virtuell vormachen und wir Trainer begutachten das dann. Dazu gibt es als Hausaufgabe noch spezielle Stabilisierungsübungen, die die Spieler für sich machen können.

fci.de: Wie füllt ihr die „Corona-Pause“? Gibt es etwas Spezielles, das ihr gerade jetzt angeht?

Hermann:
Wir führen unsere turnusmäßigen Standortgespräche mit den Spielern, die normalerweise erst später im Jahr durchgeführt werden. Dabei ist es einerseits wichtig, dass wir jedem Einzelnen ein persönliches Feedback geben können aber andererseits auch, dass sich die Spieler selbst reflektieren. Dazu ist gerade mehr Zeit als sonst und die nutzen wir sinnvoll.

fci.de: Vielen Dank, Dominique!

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