Die Schanzer
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Michael Heinloth, Nico Antonitsch und die Schanzer lassen die Punkte in Meppen (Foto: Werner Scholz).

Ein gebrauchter Abend: Schanzer unterliegen kämpferischem SV Meppen

Bislang zwei Aufeinandertreffen gab es zwischen dem FC Ingolstadt 04 und dem SV Meppen. Beide Male konnten die Schanzer punkten, ein Mal davon dreifach. Von einer „sehr sehr schwierigen Auswärts-Aufgabe“ sprach Tomas Oral in der Pressekonferenz im Vorfeld des Spiels und zeigte damit, dass die Schanzer den Gegner und die kommende Partie nicht auf die leichte Schulter nahmen: Im Gegenteil. Doch ein frühes Gegentor (4. Minute) sowie der schnelle Nachschlag (23.) ebneten den Hausherren den Weg zum 2:0-Heimsieg. Der FCI drückte zwar, ließ aber die letzte Konsequenz vermissen und blieb an diesem Abend auch bei den zahlreichen Standards zu harmlos.

So viel Zeit musste jedoch sein: Bevor die Partie vom Schiedsrichtergespann freigegeben wurde, standen alle 22 Mann am Mittelkreis zu einer Schweigeminute anlässlich des Todes von Diego Maradona zusammen. Doch dann begann die Partie der Schanzer im schwarzen Auswärts-Dress gegen die Meppener in Blau durch den Anstoß der Gastgeber von rechts nach links und der SV tastete sich zunächst in Richtung Schanzer Tor. Direkt in der zweiten Minute waren die Jungs von Tomas Oral zur Stippvisite im Strafraum von Meppen, doch kein Problem für Keeper Erik Domaschke.

Und dann passierte es tatsächlich in der vierten Minute. Ein Zuspiel von René Guder von Rechtsaußen erreichte Luka Tankulic im Strafraum der Schanzer, wo er ins lange Eck entgegen Buntis Laufrichtung zum 1:0 einnetzte. Die Schanzer hatten in den Folgeminuten ein von Marc Stendera getretenen Freistoß aus rund 30 Metern vor dem Gehäuse der Meppener (8.) und beide Mannschaften kamen zu je einer Ecke, die jedoch keine Gefahr für eines der beiden Tore darstellten (11.) Kurz darauf prüfte der Debütant aus dem Bayern-Spiel Merlin Röhl den Gastgeber-Keeper, der eine Flanke von Caniggia Elva mit viel Effet auf das Tor des SV brachte, doch der Schlussmann des SV packte sich den Ball (12.)

Nach 17 Minuten kamen die Schanzer kurz vor dem Strafraum des SV zu einer guten Freistoßposition, doch der von Gaus getretene Ball konnte vom SVM kollektiv geklärt werden. Auch der zweite Ball ging nach dem Ping-Pong-Prinzip schlussendlich in Erik Domaschkes Hände. Die erste Gelbe Karte des Spiels sah unser baldiger Papa, Tobias Schröck, der für Nico Antonitsch einspringen musste um eine Vorwärtsbewegung der Gastgeber zu unterbinden. Der anschließende Freistoß ging jedoch weit über den Kasten von Fabijan Buntic, keine Gefahr also für die Schanzer (20.).

So richtig gelingen wollte den Schanzern in der Anfangszeit der Begegnung nichts. Gegen das Meppener „Bollwerk“ fehlte das letzte Mittel, um dem Kasten der Gastgeber ernsthaft gefährlich zu werden. Denn auch das nächste Tor fiel auf der „falschen“ Seite. Ex-Schanzer Valdet Rama, der sich gegen unsere Nummer 5, Nico Antonitsch, durchsetzte, tauchte plötzlich alleine vor dem Tor von Bunti auf und zirkelte den Ball an unserem Schlussmann zum 2:0 vorbei (23.). Rund zwei Zeigerumdrehungen später war der Torwart des SV jedoch gefragt: Marcel Gaus brachte eine Flanke von Linksaußen in den Strafraum, wo sie den einlaufenden Caniggia Elva fand. Der brachte den Ball per Kopf auf das rechte Eck, doch der Keeper machte sich lang und lenkte das Spielgerät zur Ecke über sein Tor.  Viele Angriffe der Schanzer zu diesem Zeitpunkt kamen über die Mitte.

Wie auch wenige Sekunden später ein strammer Schuss von Marcel Gaus, der, von Meppen abgefälscht, nur ganz knapp am rechten Eck vorbeiging. Dies schien wohl auch dem Wettergott nicht verborgen geblieben, der offensichtlich einen schwarz-roten Schal besitzt, denn der Regen über der Hänsch-Arena nahm in diesen Minuten des Spiels deutlich zu. Ein Freistoß in der 36. Minute für den SVM, der nach Stürmerfoul abgepfiffen wurde, brachte keine weitere Gefahr für den Kasten von Fabijan Buntic. Insgesamt kamen beide Teams Mitte der ersten Halbzeit, die mit gelegentlich robusteren Akzenten versehen war, weniger gefährlich in die Box des jeweils anderen und egalisierten sich oftmals bereits im Mittelfeld (40.).

Die letzten Minuten der ersten Hälfte hatten es dann nochmal in sich: Nach einem Konter des SV Meppen, den der FCI im Verbund klären konnte, machten Merlin Röhl und Caniggia Elva gemeinsame Sache und gingen energisch auf das Tor des SV Meppen zu. Dort verteidigten die Blauen ebenso leidenschaftlich wie in den vergangenen Minuten des Spiels und klärten einen Schuss von unserer Nummer 14 zur Ecke. Nach Hereingabe von Marcel Gaus fehlte nicht viel, doch das Gewusel im Strafraum war zu dicht und zu viele Beine standen im Weg, sodass das Leder nicht über die Torlinie flog. Danach ging es dann für beide Teams zur Halbzeitpause in die Kabinen.


Marcel Gaus und die Schanzer mühten sich, hatten aber gegen tiefstehende Emsländer zu selten die zündende Idee (Foto: Werner Scholz).

Unverändert ging es nach einer viertel Stunde aus den Kabinen und diese ging ähnlich weiter, wie der erste Durchgang aufgehört hatte: Der FC Ingolstadt 04 hatte in der 47. Minute eine gute Gelegenheit durch Caniggia Elva, der den Ball von rechter Seite auf das Tor  der Gastgeber brachte, doch der Ball war zu spitz geschnitten und ging vorbei. Auch der eingelaufene Stefan Kutschke erreichte den Ball nicht mehr. Das wäre der wichtige Anschlusstreffer gewesen. Der Freistoß des SV rund eine Minute später aus dem Mittelfeld landete in den Händen von Fabijan Buntic.

Die Donaustädter setzten sich nun immer öfter in der Hälfte des SV Meppen fest, doch viele Ballaktionen im Strafraum ergab der Aufwand der Schanzer zu diesem Zeitpunkt nicht (51.). Immerhin kamen die Schanzer, bei denen Dennis Eckert Ayensa in Minute 55 für Nico Antonitsch kam, nach 58 Minuten bereits zur achten Ecke, die leider auch nicht gefährlich wurde. Die Meppener zogen in der 62. Minute mit ihrer zweiten Ecke nach, die jedoch von unserem Schlussmann Buntic fest gepackt wurde.

Das Bild in der 70. Minute blieb unverändert: Der FCI versuchte immerzu Druck zu machen, der SVM hielt dagegen. Auch die Offensiv-Kraft von Dennis Eckert Ayensa kam noch nicht gänzlich zum Zug, da sich der SV engagiert den Ball stemmte. Coach Oral reagierte und brachte mit Ilmari Niskanen einen frischen Spieler von der Bank. Zumindest der Anschlusstreffer wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen. Das dachte sich auch Marc Stendera in der 77. Minute, der von der Strafraumlinie aus halbrechter Position stramm abzog, doch ein Meppener verhinderte den wohl sicheren Treffer.

Die letzten zehn Minuten brachen an und die Schanzer ließen nicht nach, doch zwingend waren viele Offensivaktionen der schwarz gekleideten Jungs am Montagabend zugegebenermaßen nicht. Immerhin blieb auch der SV Meppen dem Strafraum der Schanzer weitestgehend fern (85.). Einen Freistoß von Marc Stendera und die darauffolgende Ecke konnten Stefan Kutschke und Co. leider nicht zum fast schon fälligen Anschlusstreffer verwerten. So passte es zum recht gebrauchten Abend, dass auch der sonst sehr gefährliche Dennis Eckert Ayensa in der ersten Minute der Nachspielzeit den Ball weit über den Kasten von Erik Domschke schoss. So ertönte der Schlusspfiff im hohen Norden nach 93 Minuten mit dem Spielstand von 2:0 Toren für den SV Meppen, der seine Sache am heutigen Abend in Summe schlichtweg effektiver machte.

Zumindest einen Punkt aus der Ferne, aber bestimmt den Ehrentreffer hätte es am heutigen Abend geben können. Doch wieder steht eine kurze Woche bevor, die Schanzer können am kommenden Wochenende bei ihrem Heimspiel gegen den VfB Lübeck wieder alles vergessen machen und die nächsten Punkte einfahren.

Tore: 0:1 Luka Tankulic (4.): 0:2 Valdet Rama (23.)

Aufstellung: Buntic – Heinloth, Antonitsch (Dennis Eckert Ayensa 55.), Schröck, Gaus – Stendera, Kotzke, Röhl (Ilmari Niskanen 71.) – Elva, Bilbija (Beister 84.) – Kutschke

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