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Meistert mit den Jungs den Übergang in den Leistungsbereich im NLZ: Valentin Winter. (Foto: FCI)

Neue NLZ-Serie: U 13 Trainer Valentin Winter über den Sprung in den Leistungsbereich

Stade Zeit? Von wegen! Auch wenn der Ball nicht wie gewohnt rollen kann, geht die Arbeit hinter den Kulissen natürlich dennoch weiter. Zeit genug also, um euch einen tieferen Einblick in die Arbeit unseres Nachwuchs-Leistungszentrums, der Talentschmiede für unsere Jungschanzer, zu geben. Mit Valentin Winter, dem Trainer der U 13, sprachen wir über seine Aufgabe, die Jungs auf den Leistungsfußball vorzubereiten, sie aktuell zu motivieren und was er nun anpackt. 

 

fci.de: Grüß Dich, Valentin. Schön, dass Du die Zeit für unser Interview gefunden hast. Verrate uns doch zu Beginn, was ist deine Aufgabe im NLZ und worauf kommt es bei dabei an?

Valentin Winter:
„Als Trainer der U 13 geht es für mich darum, den Jungs nach dem Einstieg ins NLZ in der U 11 und U 12 das Rüstzeug für die kommenden Jahre im NLZ zu verleihen. Bei meiner Arbeit steht der Ausbildungsgedanke im Vordergrund. Das heißt, es geht nicht in erster Linie darum, Spiele zu gewinnen, sondern die Jungs sollen ausgewogene Spielzeiten bekommen. Darauf achten wir als Trainer in diesem Alters- und Entwicklungsbereich der Jungs. Vor allem ist die technische Ausbildung im Fokus meiner Arbeit, da sich die Spieler in der U 13 im sogenannten „goldenen Lernalter“ befinden, in dem sie gerade die technischen Feinheiten sehr gut aufnehmen und lernen können.“

fci.de: Seit wann spielt ihr nun nicht mehr und wie lange müsst ihr bei der U 13 pausieren?

Winter:
„Wir hatten Ende Oktober unser letztes Spiel gegen die Würzburger Kickers und hätten, nicht nur weil es ein Sieg war, gerne noch weitergespielt. Nun heißt es, wir machen so lange Pause, wie wir Pause machen müssen. Optimal wäre, dass wir nach den Weihnachtsferien wieder normal arbeiten können, aber ich denke nicht, dass das realistisch ist. In einer normalen Saison wären bei uns jedes Wochenende Hallenturniere geplant gewesen, welche in der aktuellen Situation nicht stattfinden.“

fci.de: Wie agiert ihr nun mit der Corona-Situation? Welche Maßnahmen habt ihr für eure Mannschaft ergriffen?

Winter
: „Wir behelfen uns mit Videotrainings. Dadurch kann ich gemeinsam mit meiner Co-Trainerin Alina Mailbeck pro Woche zumindest drei Trainingseinheiten mit den Jungs virtuell abhalten. Dabei legen wir den Fokus auf Techniktraining, Koordination oder zum Beispiel Athletik. Für mich ist es ganz wichtig, die Trainings dennoch abwechslungsreich zu gestalten. Dazu haben die Jungs Gruppenarbeiten, in denen sie als Gruppe ein Mannschaftstraining vorbereiten sollen. Dadurch entstehen neue Ideen, die die ganze Sache auch auflockern. Zum Beispiel sollten die Jungs das Lübeck-Spiel der Profis vom Wochenende anschauen und dann im virtuellen Meeting vorstellen, was ihnen in der Defensive und Offensive aufgefallen ist. Außerdem waren vergangene Woche mit Fabijan Buntic und Justin Butler zwei Profis bei einer Trainingseinheit dabei. Für meine Spieler ist das nicht nur ein Motivationsschub, sondern sie können den Profis auch Fragen stellen und so weiter von ihnen lernen.“

fci.de: Wie verbringen eure Spieler nun die Zwangspause und wie beschäftigt ihr sie? Gibt es „Hausaufgaben“?

Winter
: „Ja, die gibt es. Das Hauptaugenmerk liegt auch hier auf der Technik, die zum Beispiel mit Finten geübt und verbessert werden soll. Generell lässt sich schon vieles über Videotrainings abdecken, aber nicht alles. Wir hatten auch schon die Überlegung, dass die Jungs auch raus gehen sollen, um dort Sprints zu trainieren. Denn das würde in der Wohnung aus offensichtlichen Gründen nicht so gut funktionieren.“

fci.de: Valentin wie gehst Du die kommenden Wochen und Monate an?

Winter: „Für mich ist nun mehr Zeit als sonst, die Hinrunde genau zu analysieren und zu reflektieren. Ich kann überlegen, wie es gelaufen ist und womit ich zufrieden bin oder wo noch nachgebessert werden kann, vor allem in der Trainingsarbeit und mit Blick auf die Rückrunde. Außerdem, was die Trainer betrifft, stehen im gesamten NLZ Fortbildungen an, mit denen wir die jetzige Zeit ebenfalls sinnvoll nutzen können.“

fci.de: Zum Abschluss: hast Du Hoffnungen, ab wann die U 13 wieder ins Training und sogar den Spielbetrieb einsteigen kann?

Winter:
„Ich habe die Hoffnung, dass wir möglichst schnell wieder auf den Platz zurückkehren können, wenn auch nicht spielen, so doch wenigstens zum Trainieren. Ein Videotraining ist zwar besser als nichts, kann aber ein richtiges Training auf dem Platz nicht ersetzen. Wie gesagt, bei uns liegt der Fokus zwar auf dem Ausbildungsgedanken, aber dennoch sind die Jungs bei mir in der U 13 immer heiß darauf, zu spielen und fiebern dem nächsten Spiel entgegen. Das kann es nun auf gewisse Zeit nicht mehr geben. Wenn wir gegen Februar, März wieder auf dem Platz gehen können, wäre das schon toll, aber mir fehlt leider die Glaskugel. Im Moment weiß man ja nicht wirklich, was die Zukunft bringt, deshalb müssen wir abwarten.“

fci.de: Das ist tatsächlich noch ungewiss und auch wir hoffen, dass sich die Situation bald für alle bessert. An dieser Stelle vielen Dank für das Interview!

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