Die Schanzer
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Fehlt dem FCI-Team in Köln: Lisa Ebert (links) hat für die Auswärtsfahrt während der Woche nicht freibekommen. Foto: Meyer

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Fußballerinnen des FC Ingolstadt wollen am Mittwoch Spitzenreiter 1. FC Köln Paroli bieten.

Der straffe Saisonfahrplan der 2. Frauen-Fußballbundesliga hat für die Fußballerinnen des FC Ingolstadt absurde terminliche Folgen: Nach fast drei Wochen Zwangspause könnten ihnen nun vier Englische Wochen hintereinander drohen.

Dieser Artikel erschien im Donaukurier. 

Aufgrund eines (regulär) spielfreien Wochenendes, der Verlegung einer Partie und der Spielabsage nach einem positiven Corona-Test beim letzten Gegner 1. FFC Niederkirchen hatten die Ingolstädter ihren letzten Wettkampf vor 20 Tagen, während der Mittwoch-Gegner (auswärts um 11 Uhr) und Spitzenreiter 1. FC Köln im Spielrhythmus bleiben konnte.

Eine schwierige Situation für die Schanzerinnen, bei denen die Ansetzung der Köln-Partie auf Mittwochvormittag schon im Vorfeld für großen Ärger gesorgt hatte. Trotz eines Einspruchs beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) wurde dem Anliegen der Kölner auf Verlegung aufgrund eines Lehrgangs einiger Spielerinnen stattgegeben - die FCI-Frauen mussten daher bereits am Dienstag in die Rheinmetropole reisen, um am Tag darauf um 11 Uhr auf dem Platz stehen zu können.

Somit ging es für die Schanzerinnen am Dienstag nach dem morgendlichen Abschlusstraining zur Spieltagstestung, bevor sie gegen Mittag Richtung Köln losfuhren. "Der Aufwand, den wir für eine zweitägige Reise nach Köln unter der Woche betreiben müssen, steht in keiner Relation zu dem Verzicht auf zwei oder drei Spielerinnen bei unserem Gegner", ärgert sich FCI-Frauenabteilungsleiterin Simone Wagner, die daran erinnert, dass am kommenden Wochenende mit dem Spiel in Andernach (Sonntag, 11 Uhr) gleich der nächste Zwei-Tages-Trip für den FCI auf dem Programm steht.

Und es geht noch weiter. Sollte die abgesetzte Begegnung gegen Niederkirchen in die erste Mai-Woche geschoben werden (z. B. Mittwoch, 5. Mai), müssten die Ingolstädterinnen viermal hintereinander zwei Spiele pro Woche absolvieren - weil am 13. Mai (Donnerstag) gleich das nächste Wochenspiel folgt. Kann das funktionieren?

"Der DFB als Verband sagt, es ist machbar", meint FCI-Coach Alexander Ziegler lakonisch. "Wir haben Zweifel, müssen die Entscheidungen aber akzeptieren und werden als Mannschaft und Trainerteam alles dafür tun, dass es gelingt. " Bei zu erwartenden weiteren Spielabsagen (auch in der Nordgruppe wurden zuletzt zwei Partien abgesetzt) würden weiter Wochenspiele folgen, denn Ausweichtermine an den Wochenenden stehen nicht mehr zur Verfügung.

Eventuell müsste dann auch über einen Saisonabbruch gesprochen werden. "Wenn sich die Fälle häufen, kommst du irgendwann mit den Spielen nicht mehr durch", fürchtet Wagner und hält einen Cut mit einer Quotientenregel - analog zu den Plänen im Amateurfußball - für möglich.

Für die Spielerinnen bedeuten die vielen Englischen Wochen nicht nur eine enorme körperliche Belastung, auch zusätzliche Urlaubstage bzw. Fehltage in Schule oder beim Studium fallen an - wenn überhaupt freigenommen werden kann. Bei Lisa Ebert hat das für die Partie gegen Köln nicht geklappt, bei einigen anderen Spielerinnen steht noch ein Fragezeichen hinter ihrer Teilnahme: "Wir werden trotzdem eine schlagkräftiges Team zusammenbekommen", gibt sich FCI-Trainer Ziegler kämpferisch.

Dies wird auch nötig sein, denn der 1. FC Köln steht nach sieben Partien ohne Punktverlust souverän an der Tabellenspitze, verfügt über Top-Spielerinnen wie Mandy Islacker oder Anja Pfluger und hat sich den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga zum Ziel gesetzt. Der FCI-Coach Ziegler setzt dennoch auf die eigenen Stärken, will die Spielphilosophie der Schanzerinnen nicht ändern, höchstens "ein bisschen anpassen", wie er verrät. "Meine Mannschaft weiß genau, worum es geht und welche Qualität wir haben", ist der Trainer von der mentalen Stärke seiner Mädels überzeugt und ergänzt: "Eines ist sicher: Wir werden nicht nach Köln fahren, um ihnen drei Punkte zu schenken. "

 

Von Sabine Kaczynski (Donaukurier)
Zu dem Artikel auf der Homepage des Donaukurier geht es hier.

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