Die Schanzer
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Noch einmal müssen sich Alina Mailbeck (vorne) und die Zweitliga-Frauen des FC Ingolstadt reinhängen, um den Klassenerhalt endgültig sicherzustellen. Gegen Schlusslicht Niederkirchen reicht den Schanzerinnen dazu ein Punkt. | Foto: Imago Images

Ein letzter Kraftakt für das große Ziel

Am 18. Spieltag der Südgruppe der 2. Bundesliga müssen die Fußballerinnen des FC Ingolstadt beim Tabellenschlusslicht 1. FFC Niederkirchen auswärts zur letzten Partie der Saison antreten. Dieser Artikel erschien im Donaukurier. 

Während die Gastgeberinnen bereits seit geraumer Zeit als Absteiger feststehen, geht es bei den Schanzerinnen noch um alles oder nichts.

 

Denn wie der Ingolstädter Coach Alexander Ziegler bereits zu Beginn der Spielzeit prophezeit hatte, fällt die Entscheidung, ob das Ziel Klassenerhalt erreicht werden kann, nun tatsächlich erst an diesem letzten Spieltag. Zwar brauchen die FCI-Frauen nur noch einen Punkt, um die Liga ohne Relegation zu halten - bei einem Sieg könnten sie die Spielzeit sogar auf dem derzeitigen respektablen vierten Platz beenden - ohne Punktgewinn könnte ihnen jedoch der ungeliebte Relegationsplatz mit zwei weiteren Spielen um den Klassenverbleib drohen. Daher warnt der Schanzer Trainer eindringlich davor, die vermeintlich einfache Begegnung auf die leichte Schulter zu nehmen: "Wir dürfen nicht auf den einen Punkt hin spielen, sondern müssen in allen Bereichen hochkonzentriert an die Aufgabe herangehen", sagt er und ist "felsenfest überzeugt", dass die Partie "eine ganz enge Kiste wird - ganz anders als im Hinspiel in Ingolstadt".

Damals hatten die Schanzerinnen deutlich mit 6:0 gewonnen. Personell kann FCI-Coach Ziegler beim Abschlussmatch auf den Kader des vergangenen Spiels zurückgreifen, wichtige Spielerinnen, unter anderem Emilie Bernhardt, fallen aber weiterhin aus. Den Gastgeberinnen stehen nach einem Corona-Fall in der Mannschaft seit dem letzten Spiel gegen Tabellenführer Köln nach überstandener Quarantäne wieder alle Akteurinnen zur Verfügung. Gegen den Ligaprimus gelang dem abgeschlagenen Schlusslicht bei der 1:6-Niederlage zuletzt durch Annika Fend sogar ein Treffer. "Niederkirchen will sich mit Sicherheit sauber und mit einem positiven Abschluss aus der Liga verabschieden", befürchtet auch FCI-Coach Ziegler, "deshalb müssen wir alles in die Waagschale schmeißen, um mindestens Platz fünf zu sichern", fordert er den letzten Rang, der den direkten Verbleib in der Liga sichert, als Minimalziel und verspricht: "Wenn wir die Dinge, die wir in der letzten Partie gegen den 1. FC Köln gut gemacht haben, wieder auf den Platz bringen, werden wir den Klassenerhalt auch schaffen. " Die Strategie des Trainers lautet daher: "Wir müssen uns auf uns selbst fokussieren! " Dann sei auch die Tatsache, dass die Rheinland-Pfälzerinnen nach den dortigen derzeit geltenden Corona-Regeln sogar auf die Unterstützung von Zuschauern hoffen dürfen, nicht von Belang. In der Favoritenrolle stecken die Schanzerinnen gegen den sicheren Absteiger, der aus seinen bisherigen 15 Partien erst zwei Zähler bei einem Torverhältnis von 4:60 geholt hat, auf jeden Fall. Und was wünscht sich Ziegler in seinem letzten Spiel als Coach von seiner Mannschaft? "Wir haben seit Beginn der Saison ein gemeinsames Ziel, nämlich direkt in der Liga zu bleiben - alles andere ist uninteressant. "

Doch nicht nur Alexander Ziegler wird zum letzten Mal bei den Schanzern an der Seitenlinie stehen, mit Mona Budnick, Elisa Josephs (beenden Karriere), Lea Spittka, Chiara Pucci (beide USA), Amelie Thöle (1. FC Nürnberg) sowie Selina Walter (aus beruflichen Gründen zurück nach Baden-Württemberg) verlassen zudem gleich sechs Spielerinnen den FCI. "Wir gehen mit einer sehr positiven Stimmung, aber auch mit voller Konzentration ins letzte Saisonspiel, denn wir haben unser Ziel, den Ligaverbleib, noch nicht erreicht", sagt Ramona Maier. Die FCI-Kapitänin könnte theoretisch sogar noch Torschützenkönigin werden, sollten ihr mindestens drei Treffer gelingen, doch das steht nicht im Vordergrund. "Wir wollen auf dem Platz das umsetzen, was uns Alex in den vergangenen drei Jahren mit auf den Weg gegeben hat. Denn genau das hat uns so stark gemacht. Nicht nur für Alex, sondern auch für die Spielerinnen, die uns verlassen, soll es ein tolles Spiel werden, in dem wir den so wichtigen Klassenerhalt schaffen und die Saison mit dem ganzen Team mit einem Sieg abschließen", sagt die Spielführerin angesichts des bei den Schanzerinnen anstehenden Umbruchs.

 

Von Sabine Kaczynski (Donaukurier)
Zu dem Artikel auf der Homepage des Donaukurier geht es hier.

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