Die Schanzer
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Chefcoach Rüdiger Rehm und Geschäftsführer Sport und Kommunikation Dietmar Beiersdorfer wollen den FCI zusammen wieder auf den richtigen Weg bringen. (Foto: Bösl/KBUMM)

Beiersdorfer: „Mit Mut und Zusammenhalt diese Herausforderung angehen“

Seit gut zwei Monaten ist Dietmar Beiersdorfer bei den Schanzern im Amt: Mit uns blickt er auf intensive Wochen zurück und spricht über die derzeitigen und künftigen Herausforderungen für den FCI sowie den Start in die restliche Rückrunde.

fci.de: Dietmar, du bist sind nun 66 Tage im Amt und sprachst zum Antritt von einer herausfordernden Situation, die man ins Positive wenden wolle. Wie weit siehst du diese Wende fortgeschritten?

Dietmar Beiersdorfer: „Wenn man es mit einer Bergbesteigung vergleichen würde, dann haben wir gerade unsere Rucksäcke gepackt, Kleidung, Ausrüstung, Verpflegung, Karten, alles dabei und verlassen gut vorbereitet die Hütte im Tal. Doch was uns auf diesem Weg erwartet, werden wir erst noch sehen. Soweit diese Metapher, aber für eine Wende bedarf es natürlich immer einer Entwicklung. Feststeht, dass wir gemeinsam noch sehr hart arbeiten wollen und müssen, um die Ergebnisse aus der Hinrunde, die einfach nicht ausreichend waren, zurechtzurücken. Es ist wichtig, uns nicht mehr mit dem aufzuhalten, was war, sondern den Fokus auf das zu legen, was wir beeinflussen können. Wir haben mit Rüdiger Rehm einen erfahrenen, energetischen & authentischen Coach für uns gewinnen können, der uns kurzfristig schon einen Schub gegeben hat und der das Team langfristig weiterentwickeln wird. Das Erfolgserlebnis gegen Dresden war extrem wichtig - auch, weil es gezeigt hat, was in uns steckt, wenn wir absolut ans Limit gehen und als eine Einheit zusammenstehen. Nichtsdestotrotz haben wir stets betont, dass wir Anpassungen am Kader vornehmen werden, um ihn kompakter und qualitativ noch besser aufzustellen. Insgesamt sind wir auf dem richtigen Weg. Wir müssen ihn nun weitergehen, auch und gerade dann, wenn wir auf Widerstände treffen. Den Klassenerhalt zu erreichen ist und bleibt eine große Herausforderung, die wir mit Mut und Zusammenhalt angehen.“

fci.de: Du hast die Kaderumstrukturierung bereits angesprochen: Hier wurde vor der Weihnachtspause gesagt, dass man möglichst frühzeitig Klarheit für alle Beteiligten schaffen will und ließ in den vergangenen Wochen Taten folgen. Sind die Planungen nun zum Start in die Restrunde weitestgehend abgeschlossen?

Beiersdorfer: „Zunächst möchte ich nochmal betonen, wie wichtig uns die Feedback-Gespräche mit unseren Spielern im Anschluss an das Spiel gegen Dresden waren. Es gab einen offenen und ehrlichen Austausch über den derzeitigen Stand und die jeweiligen Perspektiven. Aufgrund des großen Kaders war klar, dass es schwierige Entscheidungen zu treffen galt. Das haben wir gemeinsam mit voller Überzeugung und Entschlossenheit getan. Zusammen mit den bisher getätigten Transfers haben wir eine gute Basis geschaffen, auf deren Grundlage wir jetzt mit aller Macht unser großes Ziel, den Klassenerhalt, erreichen wollen. Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen. Das Transferfenster ist noch bis Ende Januar offen, wir beobachten den Markt ganz genau. Dabei muss aber das Gesamtpaket unter Berücksichtigung vieler Faktoren passen.“

fci.de: Bei vier Neuzugängen scheint das Paket gut gepasst zu haben. Wie ordnest du die bisherigen Transfers ein?

Beiersdorfer: „Entscheidend war für uns, dass wir Spieler holen, die sowohl die Qualität als auch die Mentalität mitbringen, die wir für unsere Aufgabe benötigen. Bei allen Neuzugängen sind wir komplett überzeugt, dass sie uns weiterhelfen werden und sich dem gemeinsamen Ziel voll und ganz verschreiben. Es geht darum, in allen Mannschaftsteilen noch besser zu werden und den Konkurrenzkampf, aber auch ein gutes Miteinander zu fördern. Dabei bringt jeder Einzelne besondere Fähigkeiten und Attribute ein – egal, ob Zweikampfstärke, Ausstrahlung, technische Fähigkeiten oder großes Entwicklungspotenzial. Wir haben da viel abgedeckt, doch klar ist auch, dass das Team über allem steht und dieses Team als eine Einheit Woche für Woche Top-Leistungen auf den Platz bringen muss.“

fci.de: Stichwort ‚Team‘: Wie schwer war es aus deiner Sicht, dass der Trainer zu Beginn der Vorbereitung nicht mit auf dem Platz stehen konnte, um dieses Team direkt anzuleiten?

Beiersdorfer: „Das war natürlich bitter, doch in diesen Zeiten muss man mehr denn je flexibel sein und das Beste aus der jeweiligen Situation machen. Mein besonderer Dank gilt hier dem gesamten Sport-Team, unter der Führung von Malte Metzelder, das wirklich alles Mögliche unternommen hat, um diese Situation zu meistern. Rüdiger Rehm und Co-Trainer Mike Krannich haben alle Einheiten und den Test gegen Würzburg per Video mitverfolgt und zahllose Videokonferenzen und Telefonate untereinander und mit den Spielern geführt. Thomas Karg, als temporärer Cheftrainer, Luca Schuster, Robert Wulnikowski und Christoph Kappel haben die intensiven Einheiten, die es in einer Vorbereitung braucht, hervorragend geleitet. Ich habe viele Trainingseinheiten verfolgt und muss sagen, dass hier alle zusammen wirklich einen richtig guten Job gemacht haben – inklusive der Spieler, bei denen man die Vorfreude auf den Start, aber auch den totalen Fokus spürt.“

fci.de: Nun steht zum Auftakt gleich eine schwere Aufgabe auswärts beim 1. FC Heidenheim auf dem Programm. Wie zuversichtlich gehen Sie in dieses Spiel beziehungsweise in die verbleibende Rückrunde?

Beiersdorfer: „Mit der Komplettierung des Trainerteams zu Wochenbeginn gab es nochmal einen richtigen Impuls in der Mannschaft. Wir sehen eine enorme Bereitschaft und viel Feuer im Training. Das müssen wir nun – wie schon gegen Dresden – auf den Platz transportieren und uns kontinuierlich weiterentwickeln. Nicht nur Heidenheim wird eine große Herausforderung, sondern auch alle restlichen Spiele. Am Sonntag wollen wir aber den ersten Schritt gehen und mit einem positiven Erlebnis in das neue Jahr starten. Glaube und Zusammenhalt innerhalb der FCI-Familie sind groß, doch wir brauchen die Unterstützung unserer Freunde, Anhänger und Fans aus der gesamten Region. Wir wollen uns das Vertrauen derer, die dem FCI nahestehen, Stück für Stück zurückerarbeiten und ein echtes Wir-Gefühl aufbauen. Mit jedem, den wir an unserer Seite haben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir am Ende gemeinsam unser Ziel erreichen.“ 

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