Die Schanzer
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Anthony Jung absolvierte in dieser Woche seine ersten Einheiten auf dem Trainingsplatz in Ingolstadt.

Neuzugang Jung: „Möchte bei den Schanzern Fuß fassen!“

Kaum ein Schanzer, schon im ausführlichen Interview: Wir haben unseren Neuzugang Anthony Jung "durchlöchert" und unser Linksverteidiger stand Rede und Antwort. Der 24-Jährige sprach neben seinen ersten Eindrücken, über Bayern, seine Ziele und einen neuen alten Bekannten. Mit welchem Schanzer der Deutsch-Spanier schon zusammengespielt hat und vieles mehr erfahrt ihr hier bei fci.de!

fci.de: Du bist in Spanien geboren und hast entsprechende Wurzeln. Was verbindet dich mit dem Land? Sprichst du spanisch?

Anthony Jung: Leider spreche ich die Sprache nicht. Meine Eltern haben sich schon sehr früh getrennt und ich bin mit drei Jahren nach Deutschland gezogen. Obwohl meine Mutter spanisch spricht, war es Priorität, deutsch zu sprechen. Auch im Kindergarten und in der Schule wurde nur deutsch gesprochen. Mein Papa lebt heute in der Nähe der portugiesischen Grenze – ich habe aber nur wenig Kontakt zu meinen spanischen Verwandten.

fci.de: Bist du generell ein Familienmensch?

Jung: Auf jeden Fall! Seit ich denken kann lebt meine Familie in Wiesbaden und auch viele meiner Freunde wohnen dort. Wenn es zeitlich passt, bin ich mindestens einmal im Monat in Wiesbaden. Meine Freundin ist auch aus der Stadt und so passt es natürlich, wenn wir gemeinsam unsere Freizeit dort verbringen.

fci.de: Als Hesse nach Bayern. Welche Erwartungen verbindest du mit dem Umzug nach Ingolstadt und was hast du bisher aufgeschnappt?

Jung: Um die richtigen Ur-Bayern zu verstehen, muss ich schon zwei Mal hinhören (lacht). Nichtsdestotrotz gefällt mir der Süden Deutschlands sehr gut. Das Wetter hier passt auch - wenn der Sommer sich hier zeigt, dann ist es gleich sehr warm. Ingolstadt ist eine schöne Ecke in Bayern. Die Stadt ist zwar etwas kleiner, aber hat schon etwas zu bieten. Ich freue mich darauf, wenn sich die Zeit ergibt, um alles zu erkunden. Ich fühle mich auf jeden Fall angekommen.

fci.de: Wirst du alleine oder mit deiner Freundin an die Donau ziehen?

Jung: Zunächst werde ich alleine hier sein. Meine Freundin studiert aktuell noch in Leipzig und ein Studienortwechsel wäre nur mit einer erheblichen zeitlichen Verlängerung einhergegangen. Deshalb wird sie ihr Studium im nächsten halben Jahr in Sachsen zum Ende bringen und mich bis dahin oft hier in Ingolstadt besuchen – oder andersherum, wenn es die Zeit zulässt.

fci.de: Welche Beweggründe waren für dich ausschlaggebend, nach Ingolstadt zu wechseln?

Jung: Die Aufgabe beim FCI ist sehr interessant, weil der Verein eine sehr gute erste Bundesliga-Saison bestritten hat und sich der Club generell im Wachstum befindet. Hier entwickelt sich eine nachhaltige Erfolgsgeschichte. Auch ich befinde mich in einer Entwicklungsphase und möchte die Chance ergreifen, bei den Schanzern Fuß zu fassen und Einsätze in der Bundesliga zu sammeln das ist mein Ziel! In der zweiten Liga konnte ich meine ersten Eindrücke sammeln und jetzt gilt es für mich, den nächsten Schritt zu gehen. Deshalb hat das mit dem FCI hervorragend gepasst.

fci.de: Hast du dich vor deinem Wechsel mit Mathew Leckie, den du aus eurer gemeinsamen Zeit beim FSV Frankfurt noch kennst, ausgetauscht?

Jung: Nach den Gesprächen mit den sportlich Verantwortlichen habe ich direkt Mathew kontaktiert, um ihn über den Verein und dessen Umfeld auszufragen. Er hat mich darin bestärkt, zu den Schanzern zu wechseln. Auch meine Familie und mein Freundeskreis haben mich bei der Entscheidung unterstützt. Dieser Rückhalt ist mir enorm wichtig.

fci.de: Die "FSV-Zeit" liegt nun schon etwas zurück. Hat sich Mathew über die Jahre verändert?

Jung: Klar, Mathew hat sich seitdem weiterentwickelt. Privat ist er ein lustiger Kerl - ich kenne ihn ja jetzt schon ein bisschen länger. Aber auch auf dem Platz ist er fußballerisch gereift. Die Bundesliga tut einem Spieler einfach gut. Die Erfahrung, die du dort sammelst ist unheimlich wertvoll. Mathew ist mit seiner Schnelligkeit und seinem Spielverständnis eine gefährliche Waffe für uns.

fci.de: Es war eher ungewöhnlich, wie du das Team kennengelernt hast: Du bist im Trainingslager in Längenfeld zur Mannschaft gestoßen. Wie waren deine ersten Eindrücke dort?

Jung: Ich bin in der Tat von Trainingslager zu Trainingslager gesprungen. Aber im Nachhinein betrachtet war das gar nicht so schlecht. Es war sozusagen mit der "Arschbombe" ins kalte Wasser (lacht). Aber in solch einer Atmosphäre, wenn man jeden Tag so lange zusammen ist, kann man sich am besten kennenlernen. Wir essen zusammen, trainieren jeden Tag zusammen. Ich wurde dabei super aufgenommen. Die Jungs sind alle locker und cool drauf. Am Anfang hat mich Mathew gut unterstützt – das war für den Einstieg sicherlich hilfreich.

fci.de: In den Einheiten ist sehr viel Feuer drin und es wird intensiv gearbeitet. Dazu studiert ihr viele neue Inhalte ein. Wie nimmst du das Training wahr?


Anthony Jung im Trainingsduell mit Robert Leipertz

Jung: Das Trainingsniveau ist hoch. Wir sind fußballerisch auf einem guten Niveau. Man merkt, dass die Jungs überwiegend schon ein Jahr Bundesliga gespielt und einen Entwicklungsschritt genommen haben. Die Passqualität ist klasse und auch die Zweikampfhärte ist eine Andere. Aber das gehört dazu und ist auch gut so. Für mich sind von der Spielidee und den Trainingsinhalten auch ein paar neue Sachen dabei. Aber die Philosophie des Angriffspressings ist mir nicht fremd. In meiner Zeit in Leipzig habe ich da schon einen ganz guten Einstieg bekommen. Nun möchte ich weiter an meinen Fähigkeiten arbeiten und diese ausbauen.

fci.de: In der Bundesliga zu spielen ist sicher ein Traum für dich. Worauf freust du dich am meisten?

Jung: (überlegt). Klar kennt man die „gelbe Wand“, die Südkurve bei Borussia Dortmund bisher nur aus dem Fernsehen. Die Vorstellung bald gegen Erstligisten zu spielen ist schon der Wahnsinn. Darauf freue ich mich sehr. Ich bin überzeugt davon, dass ich die Qualität habe, in der ersten Liga zu spielen und bin gespannt darauf, in der Liga anzukommen. Es wird interessant zu sehen, wie es sich anfühlen wird, in den großen Stadien vor so vielen Fans einzulaufen und die Atmosphäre einzusaugen.

fci.de: Welche Ziele hast du dir persönlich gesetzt?

Jung: Persönlich möchte ich so viele Spiele wie möglich machen. Als Team wollen wir den Klassenerhalt schaffen und an die letzte Saison anknüpfen. Es wird hart werden, aber wenn wir an unsere Grenzen gehen, unser Limit abrufen und zusammenhalten, so wie es im letzten Jahr der Fall war, dann haben wir sehr gute Chancen!

fci.de: Zum Abschluss: Gibt es einen bayerischen Begriff, den du schon gelernt hast?

Jung: Also die Begrüßung „Servus“ hat sich bei mir definitiv eingebrannt (lacht).

fci.de: Vielen Dank für das ausführliche Gespräch, Toni!

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