Die Schanzer
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Kennen sich noch aus den Regionalliga-Duellen der letzten Saison: Maximilian Welzmüller (l.) vom FC Bayern II und Schanzer Verteidiger Jonatan Kotzke. (Foto: Bösl/KBUMM)

"Mia san mia": Der FC Bayern II im Portrait

Die nächste Auswärtsfahrt führt den FC Ingolstadt 04 zum FC Bayern München II ins Grünwalder Stadion. Eine Mannschaft, die lange für die Teilnahme an Liga Drei gekämpft hat und über die Relegation erstmals seit 2011 wieder den Sprung in die dritthöchste deutsche Spielklasse geschafft hat. Wir stellen euch die "kleinen Bayern" noch einmal genauer vor und blicken hinter die Kulissen beim FCB.

Historie
"In Schwabing gibts a Kneipn", in der der FC Bayern gegründet wurde. Im  "Weinhaus Gisela" kam man im Jahr 1900 zusammen und legte den Grundstein für die Erfolgsgeschichte des heutigen Rekordmeisters. Man einigte sich seinerzeit auf die Vereinsfarben Blau und Weiß, der Beitrag für Mitglieder wurde bei einer Mark angesetzt. Zunächst trainierten die Münchener an der Wittelsbacherbrücke. Bereits zwei Jahre später kam es dann zum ersten Stadt-Derby gegen die Löwen, das der FCB mit 3:0 für sich entscheiden konnte. Die Bayern entwickelten sich weiter und fusionierten bald mit dem damaligen Münchener Sport-Club. Die Vereinsfarben änderten sich in Weiß und Rot - und so wurden man zu "den Roten". Den ersten Teilerfolg feierte man im Jahr 1910, als die Münchener den Titel in der Süddeutschen Meisterschafft nur knapp als Vizemeister verpassten. Erst 22 Jahre später sollte den Bayern der erste große Erfolg gelingen, dann unter dem Namen 'FC Bayern München' (seit 1924).

1932 gewann der FCB zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft, mit einem 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg - wer hätte damals ahnen sollen, dass man einmal als Rekordmeister in die Fußballgeschichte eingehen würde. Es folgte ein dunkles Kapitel in der Vereinsgeschichte: In der Zeit des Nationalsozialismus verließen hochrangige jüdische Funktionäre den Verein, wie 13 weitere süddeutsche Fußballvereine schloss der FC Bayern jüdische Mitglieder aus. Nachdem man 1939 beinahe abgestiegen war, dauerte es einige Zeit, bis man sich sportlich wieder fangen konnte - erst 1957 gewann man schließlich den DFB-Pokal.

Der Startschuss für die bis heute andauernde Erfolgsserie an der Isar sollte jedoch noch später erfolgen: Mit dem Bundesliga-Aufstieg 1964/1965 begann der Münchener Siegeszug durch den nationalen und internationalen Vereinsfußball. Gekrönt mit dem Triple aus Deutscher Meisterschaft, DFB-Pokalsieg und UEFA Champions League-Titel im Jahr 2013 bejubelte der FCB bis heute insgesamt 72 offizielle Titel im Klub-Fußball und ist im deutschen Profifußball das Maß aller Dinge.


Schnörkellos und bodenständig: Hermann Gerland ist das Gesicht der Münchener Nachwuchsarbeit. (Foto: Bösl/KBUMM).

Auch die "kleinen Bayern", namentlich der FC Bayern München II ist Teil der erfolgreichen Münchener Vereinsgeschichte und trat erstmals im Jahr 1956 in der damaligen südlichen 'Amateurliga Bayern' (heute: Bayernliga) in Erscheinung. Als langjähriger Teilnehmer der Bayern- und Regionalliga schaffte die Zweitvertretung des FCB am Ende der Saison 2007/2008 erstmals den Sprung in die neu gegründete 3. Liga. Nach drei Jahren in der dritthöchsten deutschen Spielklasse musste man anschließend wieder den Gang in die Regionalliga Süd antreten, ehe das Team unter dem letztjährigen Cheftrainer Holger Seitz durch zwei packende Relegationsspiele gegen den VfL Wolfsburg II die Rückkehr in Liga Drei perfekt machte.

Seitdem hat sich bei den Roten einiges getan: Unter anderem wurden neue Spieler verpflichtet und der Trainerposten mit Uli Hoeneß' Sohn Sebastian neu besetzt, der zuvor zwei Jahre lang die U 19 der Münchener betreut hatte.

Treu geblieben ist den Jugendteams hingegen ein alter Bekannter an der Säbener Straße: Hermann Gerland, seit 2001 ununterbrochen beim Rekordmeister im Einsatz, fungierte als Trainer, Co-Trainer und hat heute den Posten des Leiters der Nachwuchsabteilung inne. Doch der "Tiger", wie sie ihn in München nennen, ist kein gewöhnlicher Fußballlehrer. Mit Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Mats Hummels oder David Alaba entdeckte der heute 65-Jährige Weltklasse-Fußballer und führte die damaligen Jugendspieler über den FC Bayern München II an die Profimannschaft heran. Auch deshalb haben die "Amateure" beim FCB einen besonderen Stellenwert.

Bisherige Duelle

Auf die zweite Mannschaft des FC Bayern trafen die Schanzer bislang sechs Mal. In drei Partien verließ der FCI das Feld als Sieger, eine Begegnung endete unentschieden und zwei Mal musste man sich den Roten geschlagen geben. So auch im bislang letzten Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der Saison 2009/2010. Hatten die Schanzer das Hinspiel im heimischen TUJA-Stadion durch Treffer von Michael Wenczel und Moritz Hartmann noch mit 2:0 gewinnen können, zog man im Rückspiel im Städtischen Stadion an der Gründwalder Straße den Kürzeren: Mehmet Ekici erzielte für den FCB das 'Tor des Tages'. An seiner Seite überzeugte damals ein gewisser Christoph Knasmüllner, der 2011 nach Ingolstadt wechselte und inzwischen bei Rapid Wien sein neues Zuhause gefunden hat.


Erzielte den letzten Schanzer Treffer gegen die Amateure des FCB: Vereinslegende Moritz Hartmann (l.). (Foto: Bösl/KBUMM)

Stadion

Seit vielen Jahren bestreiten die kleinen Bayern ihre Heimspiele im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße, in dem auch die Profimannschaft von 1925 bis 1972 ihre Pflichtspiele absolvierte und teilen sich das Rund heute mit dem TSV 1860 München. In Anlehnung an den langjährigen Amateure-Coach Hermann Gerland nennen die Fans die Spielstätte im Stadtteil Harlaching liebevoll "Hermann-Gerland-Kampfbahn". Insgesamt 12.500 Zuschauer finden dort Platz und sorgen stets für eine besondere Stimmung.


Ein geschichtsträchtiger Ort: das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße erlebte bereits viele besondere Fußball-Momente. (Quelle: By el_loko - Own work, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org/w/index.php)

Stadt und Sehenswürdigkeiten

Unsere Landeshauptstadt - direkt um die Ecke, ist immer wieder einen Besuch wert! Während viele Schanzer vermutlich ihre ganz persönlichen Lieblingsorte in München haben, wollen wir dennoch an dieser Stelle auf ein paar besondere Sehenswürdigkeiten in München hinweisen. Und da darf natürlich der Olympiapark mit seinem schön angelegten, weitflächigen Gelände sowie dem Turm mit Rock-Museum nicht fehlen. Wenn das Wetter und die Jahreszeit mitspielen, lohnt sich natürlich ein Ausflug zum Eisbach - der bekannten künstlich angelegten Surfwelle in der Prinzregentenstraße. Bei schlechtem Wettter lockt hingegen die vielfältige Museenlandschaft Münchens, etwa die Pinakotheken, das Deutsche Museum oder das Münchener Stadtmuseum.

Wir freuen uns schon jetzt auf eure Unterstützung gegen die kleinen Bayern und hoffen auf eine erfolgreiche Auswärtsfahrt in die Landeshauptstadt!

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