Die Schanzer
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So schön bejubelte Caniggia Elva seinen Treffer zum 1:0 (Foto: Bösl/KBUMM).

Elvas Tor-Premiere und ein Endspurt bescheren dem FCI drei Punkte beim KFC

Ein harter Kampf in einem zeitweise hektischen Spiel, aber am Ende stehen verdiente drei Zähler zu Protokoll. Beim 3:0-Erfolg beim KFC Uerdingen erzielte Caniggia Elva sein Premieren-Tor für die Schanzer (3. Minute), ehe am Ende vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung und zwei später Treffer von Kaya und Kutschke am Ende für den vierten "Dreier" im fünften Liga-Spiel sorgen. Damit bleibt die Mannschaft von Trainer Jeff Saibene ("Dürfen uns von dem Ergebnis nicht blenden lassen") ungeschlagen in Liga 3!

Die Zuschauer hatten kaum ihre Plätze eingenommen, da zappelte der Ball erstmals im Netz: Unsere Schanzer gingen in Führung (3. Minute)! Dem Treffer von Caniggia Elva war eine gute Pressing-Situation vorausgegangen, der junge Ex-Würzburger nutzte eine Unachtsamkeit der Hausherren eiskalt und jagte den Ball flach in die Maschen. Erstmals kamen die rund 200 mitgereisten FCI-Fans so in den Genuss des Flick-Flacks, den der 23-Jährige hervorragend beherrscht. Im Gegenzug verpasste Alexander Bittroff eine gute Gelegenheit, um Fabijan Buntic im Kasten der Donaustädter zu gefährden (7.).

In der Folgezeit dominierten die Schanzer das Geschehen und setzten die von Ex-Bayern-Star Jan Kirchhoff organisierte Abwehr immer wieder unter Druck. Uerdingen kam erst wieder vor das Schanzer-Gehäuse, als der Tabellenführer aus dem Süden leichtfertig den Ball vertändelte. Doch jeglicher Abschlussversuch nach den beiden Eckbällen blockten Peter Kurzweg und Co. ab (27.). Gleichzeitig blieben die Schanzer das gefährlichere Team, das durch kluges Pressing immer wieder schnelle Balleroberungen erzielte und sich vor das Tor von Lukas Königshofer spielte. Für Elva und Kapitän Stefan Kutschke war aber auch Schluss in der letzten Reihe, dort schnappen Kirchhoff, Selim Gündüz und Co. zu. Auch, weil der FCI teilweise zu wild agierte.

Die erste Verwarnung des Spiels kassierte Marcel Gaus (38.), aus dem daraus resultierenden Freistoß konnten die Krefelder allerdings keinen Ertrag schöpfen. Alles in allem gehörten die letzten Spielminuten jetzt eher dem KFC, die Schanzer verteidigten geschickt und hätten mit einem Kutschke-Kopfball fast sogar noch nachgelegt. Leider verfehlte der 30-Jährige das Ziel knapp (42.).


Rigoros, wie gewohnt: Peter Kurzweg bearbeitete einmal mehr die rechte Abwehrseite (Foto: Bösl / KBUMM).

Die 2. Halbzeit hätte fast so begonnen wie die erste, doch weil Schiedsrichter Sören Storks bei einem Ellbogenschlag gegen Jonatan Kotzke nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte, blieb es bei der 1:0-Gästeführung (50.). Anschließend kam Maximilian Beister in die Begegnung, die Uerdinger hatten ihn als Ex-Schützling vor der Partie verabschiedet (58.). Das Geschehen in der Düsseldorfer Merkur-Spielarena blieb spannend, aber hektisch und mitunter zerfahren. Längst hatte KFC-Coach Heiko Vogel, bestens bekannt aus seiner Zeit beim FCI, Adriano Grimaldi für die Offensive gebracht. Der Ex-Löwe ordnete sich auch direkt an vorderster Front ein, aber weitere, für die Gäste wertvolle Minuten verstrichen, ohne dass Buntic unter Druck geriet.

In der 70. Minute endete der Auftritt von Caniggia Elva, für den Torschützen des Führungstreffers kam Fatih Kaya. Dessen Sturmkollege Kutschke war in der 75. Minute fast zur Stelle, schoss den Ball aber knapp am langen Pfosten vorbei - keine einfache Schussposition für den Routinier, der Winkel war relativ spitz, doch dass der Rechtsfuß es auch von da kann, wissen Schanzer-Fans spätestens seit seinem wichtigen Tor einst in Braunschweig (17/18). Uerdingen drückte in der Schlussphase, scheiterte unter anderem einmal am glänzend parierenden Buntic, doch die Wende blieb gegen aufopferungsvoll verteidigende Schanzer aus. Im Gegenteil - plötzlich platzte der Knoten doch nochmal beim FCI: Nach einem langen Ball spekulierte Kaya richtig und sprintete hinterher, Königshofer verschätzte sich und so drückte unser Youngster den Ball per Kopf über die Linie (90.). Doch damit nicht genug: Agyemang Diawusie zeigte ein beeindruckendes Solo über den kompletten Platz, legte clever quer und Kutschke vollendete zum 3:0-Endstand. Das fulminante Ende einer verrückten Partie.

So jubelten am Ende 200 mitgereiste FCI-Fans gemeinsam mit dem Team über drei Punkte. Am nächsten Freitag kommt Hansa Rostock in den Audi Sportpark (19 Uhr), der nächste Prüfstein für Kutsche und Co.

FCI: Buntic – Kurzweg, Paulsen, Kotzke, Gaus – Krauße, Thalhammer – Sussek (58. Beister), Wolfram (61. Diawusie) – Kutschke, Elva (70. Kaya)
 


Jeff Saibene: „Wir haben Teamgeist und Leidenschaft, das ist das Gute. Aber bitte nicht blenden lassen: Bunti verhindert den Ausgleich und wir haben schlecht gespielt, uns schlecht bewegt, zu viele Ballverluste gehabt. So deutlich, wie das Ergebnis war, ist unser Auftritt nicht gewesen.“

Heiko Vogel: „Nach dem frühen Rückstand waren wir bemüht, aber überhaupt nicht zwingend genug. Der Schiedsrichter hat zudem viele Szenen unterbunden, in denen wir Chancen kreiert hätten. So wird es schwer für uns.“

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