Fünf Stories rund ums Duell mit dem FSV Zwickau

Erwarten mit Zwickau einen erneut unangenehmen Gegner: Kapitän Stefan Kutschke und die Schanzer. (Foto: Bösl/KBUMM)

Fünf Stories rund ums Duell mit dem FSV Zwickau

08. November, 2019 15.00 Uhr

Erstmals steigt das Duell zwischen den Schanzern und dem FSV  Zwickau. Wie gewohnt haben wir auch dieses Mal fünf kurzweilige und mitunter bemerkenswerte Geschichten rund um das Duell zusammengetragen. Viel Spaß beim Lesen und bis Samstag um 14 Uhr im Stadion!

Audi: Die Wurzeln liegen beim kommenden Gegner

Der Markenname Audi hat seine Vorgeschichte in Zwickau. Dort wurde der Automobilhersteller im Jahr 1909 ins Leben gerufen und ist eng verbunden mit dem Unternehmensgründer August Horch. Audi ist übrigens der Imperativ-Singular von audire (zu Deutsch hören, zuhören) und bedeutet „Höre!“ oder eben „Horch!“. Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde 1949 die Auto Union GmbH nun mit Sitz auf der Schanz neu gegründet. Seit 2006 ist die AUDI AG wichtiger und zuverlässiger Partner unseres Vereins.

Bullige Mittelstürmer unter sich: Kutschke vs. König

Albert Bunjaku (Viktoria Köln), Sascha Mölders (1860) oder eben Ronny König (FSV Zwickau) oder unser Kapitän Stefan Kutschke: Viele Vereine in Liga Drei setzen auf den kantigen Stoßstürmer mit Erfahrung. Im Vorfeld der Begegung sprachen wir mit Ronny König, der mit 36 Jahren der älteste Feldspieler der Liga ist. Er begegnet den Schanzern schon seit vielen Jahren, erstmals übrigens noch im ESV Stadion (Saison 2008/2009). Über den Trend zum „klassischen Stürmer“ vorne drin sagt der routinierte Linksfuß: „Der klassische Mittelstürmer wird immer gefragt sein! Es gab mal eine Phase, als man es ohne ihn versucht hat, aber die war schnell vorbei. Ein Zielspieler an vorderster Spitze ist wichtig, daher wird diese Position meiner Meinung nach nie aussterben.“ Was der sympathische Oldie noch alles zu erzählen hat, lest ihr im „Schanzer Bladdl“ nach, exklusiv erhältlich am Spieltag im Stadion.

Wiedersehen macht Freude

Nico Antonitsch erlebte zwei gute Jahre beim FSV, bevor sein Vertrag im vergangenen Sommer endete. Glück für den FCI, denn der 28-Jährige war damit ablösefrei zu haben. „Ich habe damals auf das richtige Angebot gewartet, und das hat ein wenig gedauert. Dann kam das Interesse von FCI“, blickt er zurück auf seine Verpflichtung. Mittlerweile erzielte der Österreicher sein Premieren-Tor für die Schanzer und bildet mit Tobias Schröck das Innenverteidiger-Duo. Zwar war sein Pflichtspieleinstand (Niederlage in Schweinfurt im TOTO-Pokal) wenig erfolgreich, allerdings leistet er aktuell genauso seinen Beitrag zur tollen Serie von fünf Spielen ohne Niederlage. Jetzt also trifft er auf die ehemaligen Teamkollegen. Auch einen Bezug zu Stadt und Verein gibt es bei Maximilian Wolfram: Unser Außenbahn-Flitzer ist nicht nur in Zwickau geboren, sondern spielte auch im Nachwuchsbereich der Sachsen. Schon im Sommer 2010 schloss er sich allerdings Carl Zeiss Jena an, von dort ging dann im vergangenen Sommer nach Oberbayern auf die Schanz.


Trifft gegen Zwickau auf seine ehemaligen Teamkollegen: Innenverteidiger Nico Antonitsch. (Foto: Bösl/KBUMM)

(Neue) Heimstärke vs. Auswärtsschwäche?

Der FSV Zwickau spielt sein viertes Jahr in der 3. Liga, mischte dabei schon im Aufstiegsrennen (16/17) mit und entging ein Jahr später nur knapp dem Abstieg. Das Vorjahr beendete man dann im gesichteren, oberen Mittelfeld als Siebter. Auffallend: Zwickau ist in den bisherigen Jahren zuhause deutlich erfolgreicher als auswärts, aktuell punkten die Sachsen allerdings sowohl in der Fremde wie zuhause. Auch beim FCI könnte sich eine Trendwende andeuten: In den beiden Vorjahren fuhr man stets mehr Punkte in der Fremde ein. Die Spielzeit 2019/20 brachte ebenfalls schon vier Auswärtssiege, aber auch daheim konnte die Mannschaft unter der Leitung von Trainer Jeff Saibene immerhin in sechs der sieben Partien ohne Niederlage bleiben. Das darf speziell vor heimischem Publikum natürlich gerne so weitergehen. Direktor Sport Michael Henke: „Wir brauchen insbesondere in den Heimspielen die bedingungslose Unterstützung unserer Fans, auch wenn es in Phasen eines Spiels mal nicht so läuft.“

Die Vorzeichen: Schanzer personell angeschlagen

Die Kontinuität war das Prunkstück in den vergangenen Wochen, einmal mehr droht eine zwangsläufige Umstellung: Peter Kurzweg, der bei einem harten Foulspiel in der Vorwoche in Braunschweig eine Oberschenkelverletzung erlitten hat, droht auszufallen. „Wir planen ohne ihn“, so Trainer Jeff Saibene im Vorfeld geknickt. Der 25-Jährige hatte nach seiner Rückkehr nach Rot-Sperre zum Aufwind beigetragen. Mit Marcel Gaus steht jedoch ein „polyvalenter Spieler“ parat, der hinten hineinrücken kann. „Gausi sehe ich eher vorne auf der linken Seite, aber er kann auch hinten oder zentral spielen“, so Saibene. Die langzeitverletzten Akteure Patrick Sussek, Agyemang Diawusie und Gordon Büch stehen bekanntermaßen nicht zur Verfügung, auch Jonatan Kotzke kommt der Termin zu früh. Auf der Gegenseite feht Mike Könnecke nach Sprunggelenks-OP, unklar ist noch, ob Morris Schröter spielen kann. Der 24-Jährige Mittelfeldakteur laboriert noch an den Folgen einer Außenbandverletzung. „Zwickau ist eine kampfstarke und robuste Mannschaft“, sagt Saibene voller Respekt vor den Gästen und ergänzt: „Wir nehmen sie sehr ernst und gehen die Aufgabe mit vollem Fokus an. Wir wollen mit einer guten Leistung und drei Punkten in die Pause gehen!“