Nichts zu holen im Volksparkstadion: Schanzer unterliegen dem HSV

Marc Stendera und Co. mussten gegen den HSV eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen. (Foto: Bösl/KBUMM)

Nichts zu holen im Volksparkstadion: Schanzer unterliegen dem HSV

Keine Punkte beim einstigen Bundesliga-Dino: Der FC Ingolstadt 04 unterliegt dem Hamburger SV mit 0:3. Gegen spielerisch starke Gastgeber halten die Schanzer phasenweise gut mit und erarbeiten sich Chancen. Der erste Schuss auf das FCI-Tor und ein Standardtreffer bringen die Gastgeber aber bereits in der ersten Halbzeit auf die Siegertraße. Alidou, Jatta und Wintzheimer tragen sich in die Torschützenliste ein.

Die Schanzer starteten mit einer personellen Veränderung: Kapitän Stefan Kutschke fiel leider aus (Wade). Nils Röseler begann in der Abwehrreihe. Preißinger und Gebauer rückten jeweils eine Position nach vorne und so entstand ein sehr variables 3-5-2. In dieser Grundordnung stellten die Donaustädter in den Anfangsminuten gut zu und überließen dem HSV zunächst das Spielgerät.

Der frühe Rückstand
Doch die Gastgeber schlugen mit dem nötigen Quäntchen Glück plötzlich eiskalt zu. Alidou hatte in der 12. Minute auf links Platz, spielte Antonitsch an die Brust, bekam den zweiten Ball, hielt einfach mal drauf und Kotzke fälschte unhaltbar ab.

Das frühe Tor zeigte Wirkung, stärkte dem HSV den Rücken und die Schanzer hatten wenig Zeit, um sich zu schütteln. Jatta köpfte Preißinger aus nächster Nähe an die Hand, der Video-Assistent griff nicht ein – auch die anschließende Ecke brachte Gefahr (18.). Dann die Schanzer schnell und schnörkellos über Beister und Gebauer, Letzterer wurde am Fünfmeterraum aber entscheidend geblockt und verpasste wenige Momente später eine Gaus-Flanke im Zentrum denkbar knapp (22.)! Der FCI war auf einmal richtig gut im Spiel und verzeichnete einige starke Ballgewinne samt Umschaltsituationen. Beim dritten Mal versuchte es der Österreicher aus der Distanz – drüber (26.).

Danach leistete sich die Schubert-Elf einige Ungenauigkeiten und brachte so den HSV wieder in Position, doch Jatta vergab einmal und wurde beim zweiten Versuch von Röseler geblockt. (33.). Kurz darauf war es erneut Jatta, der die Gelegenheit gegen aufgerückte Schanzer bekam, jedoch an Buntic scheiterte.

Der nächste Standard-Gegentreffer
Dann war es einmal mehr eine Ecke, die dem FCI den nächsten Nackenschlag verpasste: Kittel flankte scharf, aber eher halbhoch, doch der Ball segelte in den Fünfmeterraum, wo sich Jatta robust behauptete und einköpfte – 2:0 für die Hansestädter (40.). Der FCI war – wie schon nach dem 1:0 – sofort um eine Antwort bemüht und attackierte. Kellers Schlenzer parierte der Keeper aber sicher (41.) und weil danach kein Team mehr das Tempo anzog, ging es mit dem 2:0 in die Kabinen.

Mit einem Wechsel startete der FCI in den zweiten Durchgang: Butler kam für Beister und sollte etwas mehr körperliche Robustheit in das Angriffsspiel bringen. Mit der klaren Führung im Rücken spielte es der HSV aber konsequent und mit der nötigen Ruhe weiter. Den Schanzern merkte man an, dass das zu bohrende Brett verdammt dick und der bisherige Spielverlauf kein besonders positiver war. Es fehlte oftmals die nötige Leichtigkeit und das Selbstvertrauen. Nach genau einer Stunde wechselte Schubert dreimal: Franke, Neuberger und Linsmayer kamen für Gaus, Heinloth und Keller. 

Es fehlt an der Genauigkeit
Auch dem HSV fehlte in dieser Phase die Genauigkeit im letzten Drittel und so vergingen insgesamt recht ereignisarme Minuten Mitte der zweiten Hälfte. Durch zwei geblockte Distanzschüsse der Gastgeber kam wieder etwas Tempo rein (66.) und plötzlich konterte auch der FCI stark! Gebauer wurde schön von Neuberger in Szene gesetzt, brach halbrechts durch, scheiterte aber einer Parade des HSV-Schlussmanns. Auf der anderen Seite setzte sich Meffert beeindruckend durch, fand Jatta und dessen scharfe Hereingabe setzte Alidou etwas überrascht in bester Position neben das Tor (70.). Der FCI verzeichnete durch Stendera, erst per Freistoß, dann per Flachschuss von links die nächsten Gelegenheiten und ließ noch eine weitere durch den „Zehner“ folgen: Nach einem schönen Angriff über Butler, Linsmayer und Neuberger kam Stendera frei zum Flugkopfball, doch wiederum parierte der Keeper ganz stark (75.). Auf der Gegenseite plötzlich wieder der HSV: Glatzel verarbeitete eine Flanke schön und über Umwege landete der Ball im Fünfmeterraum, wo mehrere Beine irgendwie noch den Einschlag im Tor verhindern (77.). 

Und so ging es in den Endspurt der Partie: Zunächst aber musste Kotzke nach einem Ellbogenschlag von Glatzel länger behandelt werden – dafür gab es Gelb. Maxi Neuberger machte fleißig Betrieb nach seiner Einwechslung und eroberte gleich zweimal am gegnerischen Strafraum den Ball, seine Ablage für Butler führte zum nächsten gefährlichen Schuss, doch erneut war Johansson mit den Fingerspitzen zur Stelle (81.). 

Die Schanzer brachten mit Kaya für Stendera (84.) nochmal Joker-Qualitäten für die Schlussphase und der nagelte prompt einen Hammerschuss an die Unterkante der Latte (86.)! Und so kam es auf der anderen Seite zur endgültigen Entscheidung. Wintzheimers leicht abgefälschter Schuss fand den Weg ins Tor, der dem FCI verwehrt blieb (89.). Gebauer, Preißinger und Co. versuchten bis zum Schluss alles, doch das Anrennen blieb vergebens. 

Aufstellung FCI: Buntic – Röseler, Kotzke, Antonitsch – Gaus (60. Franke), Stendera (84. Kaya), Preißinger, Keller (60. Linsmayer), Heinloth (60. Neuberger) – Beister (46. Butler), Gebauer

Tore: Alidou (12.), Jatta (40.), Wintzheimer (89.)