FC Ingolstadt 04

Der Auftakt in 2026 geling den Schanzerinnen glänzend (Foto: Schäfer).

Perfekter Start in 2026: Schanzerinnen gewinnen in Berlin

Bei eisigen Temperaturen fuhren die Schanzeinnen zum Auftakt in das neue Jahr drei Punkte ein. Bei Viktoria Berlin durften am Ende kämpferisch starke Ingolstädterinnen durch den Treffer von Emma Kusch mit 1:0 jubeln.

FCI-Chefcoach Benjamin Stolte musste krankheitsbedingt kurzfristig auf Innenverteidigerin Anna-Lena Fritz und Stürmerin Nina Penzkofer verzichten. So kam Ina Timmermann in der Defensive zum Einsatz und Kusch übernahm in der Offensive die zentrale Rolle.

Die Oberbayerinnen versuchten von Beginn an, die Hauptstädterinnen unter Druck zu setzen, attackierten früh, taten sich aber schwer, gefährliche Torszenen zu kreieren. Gut zwanzig Minuten passierte nichts Nennenswertes von beiden Seiten. Die Hausherrinnen liefen ihrerseits oft ins Abseits oder wurden von der Schwarz-Roten Abwehr gestoppt, während die Gäste nach Balleroberung häufig zu ungenau agierten. So blieben die Strafraumszenen Mangelware, Torschüsse sogar gänzlich aus. Erst in der 25. Minute die erste Gästechance: Nach einem Foul an Katharina Reikersdorfer und dem dann folgenden Freistoß konnte Stefanie Reischmanns Abschluss von den Berlinerinnen gerade noch geblockt werden. Nur zwei Minuten später zog Jenny Beyer aus der Distanz ab und zwang Viktoria-Keeperin Melanie Wagner zu einer Parade – die Donaustädterinnen agierten nun zwingender und das mir Erfolg: Kurz darauf wurde Reischmann direkt an der Strafraumgrenze gefoult – Kusch zirkelte den Freistoß über die Mauer ins linke Kreuzeck zur inzwischen sehr verdienten 1:0-Führung der Ingolstädterinnen (32.). Drei Minuten später eroberte Reischmann erneut den Ball, legte nach innen auf Kusch, doch diesmal war Torhüterin Wagner wieder zur Stelle. Die Stolte-Elf hatte noch zwei Möglichkeiten durch Annika Kömm, die Leonie Haberäckers Flanke knapp verpasste (41.) sowie durch Reischmann, die nach Kömms Zuspiel aufs Tor zog, im letzten Moment aber von Laura Casanovas gestoppt wurde.

Nach dem Wiederanpfiff gehörte die erste Möglichkeit den Gastgeberinnen: Erst flankte Maya Hahn nach innen, Torhüterin Anna-Lena Daum klärte auf Sarah Stöckmann, bei deren Abschluss blieb die FCI-Keeperin erneut die Siegerin des Duells (49.). Die Viktoria hatte nun etwas mehr Ballbesitz, allerdings konnten sie sich keine zwingenden Torchancen erarbeiten. Die Schwarz-Roten blieben das souveränere Team, auch wenn die Partie insgesamt zerfahren und hektisch blieb. Es gab weiterhin viel Hin und Her, Fehlpässe, Gestochere und wenig zündende Ideen. Ab der 67. Minute wurde es wieder spannend: Erst war Daum nach einer Ecke beim Abschluss von Stöckmann gefordert, sechs Minuten später schalteten die Gäste nach einem Berlin-Freistoß schnell um, Reischmann spielte auf Kömm, doch deren Abschluss ging nur Zentimeter über den Kasten der Heimmannschaft. Schließlich folgte die beste Chance der Berlinerinnen: Nina Ehegötz passte auf Leyila Aydin, die die Kugel aber rechts am Tor vorbeilegte (74.). Die nächste Möglichkeit von Pia Metzker parierte Daum stark, bevor Timmermann den Nachschuss kurz vor der Linie zur Ecke klärte (86.). Und da auch der Freistoß von Stöckmann (90.+3) neben das Tor ging, brachte der FCI den knappen Sieg erfolgreich über Zeit.

Somit bleiben die Donaustädterinnen zwar Tabellenachter, schlossen nach Punkten aber zu den Teams auf den Rängen Fünf bis Sieben auf. Der Abstand auf die Abstiegsränge beträgt inzwischen neun Zähler. Am kommenden Sonntag (08.02., 14:00 Uhr) empfangen die Schanzerinnen das Tabellenschlusslicht VfR Warbeyen.

In Zusammenarbeit mit Sabine Kaczynski (Donaukurier). Den Spielbericht des Donaukuriers findet ihr hier.