FC Ingolstadt 04

Die Mannschaft um Jenny Beyer verlor bei der Borussia aus Mönchengladbach (Foto: Schäfer).

Trotz dominanter erster Halbzeit: Schanzerinnen unterliegen bei Gladbach

Obwohl die Oberbayerinnen in der ersten Halbzeit überlegen durch eine Zwei-Tore-Führung durch Annika Kömm und Emma Kusch waren, gaben die Schanzerinnen bei Borussia Mönchengladbach die Partie aus der Hand und kassierten eine bittere 2:4 (2:1)-Niederlage.

Mit Ausnahme von Franziska Maier, für die Anna-Lena Daum ins Tor rückte, vertraute FCI-Coach Benjamin Stolte am 10. Spieltag seiner siegreichen Mannschaft vom vergangenen Wochenende. Und es ging gut los für den FCI: Der Freistoß von Kusch stellte zunächst kein Problem für Borussia-Keeperin Jil Frehse dar (3.), doch schon der zweite Versuch glückte: Stefanie Reischmann legte auf, Kusch verlängerte per Hacke und Kömm schob überlegt zur Führung ein (9.). Und für die Gäste ging es munter weiter: Erst wurde Kömm (10.) im letzten Moment gestoppt, dann stand Reischmann beim Kopfball zum vermeintlichen 2:0 im Abseits (13.). Ingolstadt dominierte deutlich, während die Gladbacherinnen überhaupt nicht in die Partie fanden. Mit der 1:0-Führung im Nacken lauerten die Schanzerinnen clever auf Fehler im Aufbauspiel der Borussia, schalteten blitzschnell um und standen gleichzeitig stabil. Erst in der 23. Minute musste dann auch FCI-Torfrau Daum nach einer Flanke von Sophia Gerber erstmals ins Geschehen eingreifen. Auf der anderen Seite wurde Jenny Beyer nach guter Vorarbeit von Kömm und Paula Vidovic kurz vor der Strafraumgrenze gefoult: Kusch versenkte den Freistoß perfekt zum verdienten 2:0 für die Gäste im rechten oberen Eck des Borussen-Tores (26.). Die Schanzerinnen machten weiter Druck: Unter anderem klärte die Torfrau einen Distanzschuss von Lea Wolski (32.) und Kömm (34.) wurde in höchster Not gestoppt. Das dritte Tor für Ingolstadt lag in der Luft – doch aus dem Nichts war plötzlich die Heimelf da: Erst zwangen Suus Van Der Drift (43.) und Kristina Bartsch (45.) Daum jeweils aus der Distanz zu zwei Glanzparaden (43.), dann traf Fiona Itgenshorst noch vor der Pause zum 1:2 (45.+1.).

Im zweiten Durchgang vergab Van Der Drift die erste Möglichkeit (49.). Insgesamt gewannen die Gastgeberinnen nun mehr Zweikämpfe und kamen häufiger zu Offensivaktionen. In der 55. Minute war es dann soweit: Nach einer Flanke von Alina Abdii auf Bartsch in den Sechzehner trafen die Rheinländer zum 2:2-Ausgleich. Schließlich belohnten sich die Gastgeberinnen für ihr Engagement: Abdii flankte nach innen, Daum parierte zunächst gegen Britt Van Rijswijck, war aber beim Nachschuss von Maresa Arici machtlos (3:2, 73.). Van Rijswijck, deren Abschluss nach einer Ecke vom Innenpfosten ins Tor kullerte, erzielte in der Schlussphase schließlich den 4:2-Endstand (84.). Dies auch, weil Kusch nach einer guten Einzelaktion verzog (87.) und Mara Winters Distanzschuss übers Tor (90.+2) ging.

Am kommenden Wochenende (16.11., 14:00 Uhr) steigt dann das große DFB-Pokal-Spiel, indem die Stolte-Elf auf die Frauen des FC Bayern München trifft.

In Zusammenarbeit mit Sabine Kaczynski (Donaukurier). Den Spielbericht des Donaukuriers findet ihr hier.