FC Ingolstadt 04

Nach Elfmeterschießen gegen den Club: Schanzerinnen stehen in der zweiten DFB-Pokal-Runde

Ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter der ersten Mannschaft der Schanzerinnen (Foto: Karg).

Nach Elfmeterschießen gegen den Club: Schanzerinnen stehen in der zweiten DFB-Pokal-Runde

In einem spannenden DFB-Pokalspiel besiegten die Frauen am Sonntagvormittag den Bundesligisten 1. FC Nürnberg nach Elfmeterschießen mit 6:4. Ein Strafstoß sowie ein Eigentor hatten die Schanzerinnen zunächst zweimal in Rückstand gebracht, doch mit viel Leidenschaft sicherten sich die Ingolstädterinnen den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale des Wettbewerbs.

In den ersten Minuten agierte der Bundesliga-Aufsteiger aus Nürnberg zielstrebig, schnell sowie mit viel Ballbesitz und hatte durch Jacqueline Baumgärtel (2. Minute) die erste Möglichkeit, die jedoch von FCI-Keeperin Anna-Lena Daum entschärft wurde. Die FCI-Frauen verteidigten souverän und wurden mit zunehmender Spieldauer aktiver, traten mutig auf und setzten erste Nadelstiche – etwa durch Mara Winter (6.), Annika Kömm (9.) oder Nina Penzkofer (12.). Die Begegnung war im weiteren Verlauf insbesondere durch intensive Zweikämpfe und viel Körpereinsatz geprägt. Die ‚ClubFrauen‘ versuchten zwar, Torraumszenen zu kreieren, doch die schwarz-rote Abwehr stand sicher und ließ nichts zu. Ab der 25. Minute entwickelten die Gastgeberinnen eine Druckphase, der eine Ecken-Serie der Gäste folgte – beides blieb aber ohne Torerfolg. In der 40. Minute lief Laura Miller auf das Tor zu, den Schanzer Klärungsversuch wertete Schiedsrichterin Davina Lutz dann als elfmeter-würdig. Oliwia Wos trat an und verhalf den Nürnbergerinnen zur Führung, bei der es bis zum Seitenwechsel blieb.

Die ersten Chancen nach der Pause gehörten anfänglich den Gästen, doch zweimal parierte Daum (47., 51.). Dann fasste sich bei der Stolte-Elf die eingewechselte Lea Wolski ein Herz und traf mit einem wuchtigen Schuss aus der Distanz zum 1:1-Ausgleich. Der FCI war wieder im Spiel und agierte nun leidenschaftlich und konsequent. Von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen, es gab Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die nennenswerten für die Mittelfranken verzeichneten Selma Licina mit einem Pfosten- (81.) und Wos (83.) mit einem Lattentreffer. Auf Ingolstädter Seite wurde Penzkofer mit einem Heber aus 40 Metern noch einmal gefährlich (90 + 2).

Da im Zuge der regulären Spielzeit kein Treffer mehr fallen sollte, ging es in die Verlängerung. In den ersten 15 Zeigerumdrehungen blieben gefährliche Torraumszenen Mangelware, erst im zweiten Durchgang wurde es nochmals richtig spannend: Nürnbergs Aleigh Gambone flankte von der rechten Seite, das runde Leder kam nach dem Klärungsversuch der Schanzerinnen erneut nach innen und wurde von Strobel zum 2:1 für die Gäste ins FCI-Tor abgefälscht (107.). Doch statt zu verzweifeln, drehten die Hausherren noch einmal auf und warfen alles nach vorne. Die Club-Keeperin musste gegen die eingewechselte Paula Vidovic zweimal ihr Können zeigen (113., 114.), dazu verzeichneten die Schanzerinnen einen Lattentreffer (117.). Der Ausgleich lag in der Luft – und gelang Penzkofer im zweiten Versuch, als sie die gegnerische Torfrau mit einem Heber überwand (120.). So kam es zum Elfmeterschießen – und die Oberbayern hatten hier die besseren Nerven: Laura Frank, Strobel und Anabel Keul trafen für den Zweitligisten, Licina und Julia Pollak für den Club. Dann war es ausgerechnet Ex-Schanzerin Luisa Guttenberger, die den Ball über das Tor jagte. Danach traf Theresa Keitel für die Donaustädter. Daum hielt den nächsten Nürnberger Elfmeter überragend und somit gewannen die Schwarz-Roten am Ende mit 6:4 nach Elfmeterschießen, was den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals bedeutet.

Weiter geht’s für die Mannschaft von Benjamin Stolte am kommenden Sonntag (04.10., 15:00 Uhr), dann steht das Liga-Spiel beim VfB Stuttgart an.

In Zusammenarbeit mit Sabine Kaczynski (Donaukurier). Den Spielbericht des Donaukuriers findet ihr hier.