Der FC Ingolstadt 04 musste sich am Samstagnachmittag dem TSV 1860 München mit 1:2 geschlagen geben. Dennis Kaygin brachte die Schwarz-Roten zunächst in Führung (20.), die Sigurd Haugen (43.) kurz vor der Halbzeit egalisierte. Patrick Hobsch (59.) drehte die Partie im zweiten Durchgang zu Gunsten der Gäste.
Letztes Heimspiel im Kalenderjahr 2025: Für das oberbayerische Duell gegen den TSV 1860 München passte Sabrina Wittmann ihre Startelf auf drei Positionen gegenüber der Vorwoche in Aue an. Yann Sturm, Dennis Kaygin und Ognjen Drakulic begannen für Elias Decker sowie für die gesperrten Fredrik Carlsen und Julian Kügel. Für Drakulic war es zudem das Drittliga-Startelfdebüt in dieser Saison.
Ausgeglichene Anfangsphase, Kaygin mit dem 1:0
Der 18. Spieltag und das damit verbundene Oberbayern-Duell gestaltete sich in den Anfangsminuten recht ausgeglichen: Nach drei Zeigerumdrehungen gab Sigurd Haugen den ersten Schuss der Gäste auf das Tor von Kai Eisele ab. Beim Abschluss des ‚Löwen‘-Stürmers aus rund zehn Metern landete das Spielgerät jedoch sicher in den Armen des FCI-Schlussmannes. Wenige Augenblicke später sorgte Kaygin auf Seiten der Hausherren für das erste Ausrufezeichen, wobei sein abgefälschter Schuss sowie die darauffolgende Ecke nichts am Spielstand änderten (5.). Die Wittmann-Elf drehte nach dem ersten Herantasten auf und erarbeitete sich nach einem Sturm-Freistoß zunächst durch Simon Lorenz sowie den Nachschuss von Jonas Scholz die Doppel-Chance zur Führung (12.). Auch die Münchner verzeichneten in dieser Phase des Duells – erneut durch Haugen – eine weitere Chance, die Mattis Hoppe zur Ecke zu vereiteln wusste (15.), die keine Gefahr für den schwarz-roten Tross darstellte. Gefährlich wurde es erst eine Minute später, als Captain Lorenz auf Höhe der 16-Meter-Linie vor dem herangerauschten Haugen klärte (16.). Die nächste Aktion gehörte dann den Ingolstädtern – und diese wurde auch vergoldet: So eroberte Youngster Drakulic das runde Leder und legte dieses ab für Kaygin, der aus zentraler Position die Lücken in der 1860-Abwehr geschickt nutzte und ins linke untere Eck einschob (20). Fünf Zeigerumdrehungen später versuchte sich der 19-jährige Mittelstürmer – der zuvor von Max Besuschkow gefunden wurde – selbst, wobei Thomas Dähne im gegnerischen Tor sicher zupackte (25.). Gleiches galt, als der in Gelb agierende Schlussmann nach einem FCI-Angriff von Drakulic und Costly geprüft wurde. Beim Abschluss des gebürtigen Achimers war Dähne auf dem Posten (26.).
Nach einer knappen halben Stunde klärte Plath vor Rittmüller (28.), dann wurde das Geschehen auf dem Rasenteppich chaotisch: Während sich die Gäste von der Isar im Kontern probierten, versuchten es Gustav Christensen und Co. spielerisch (37.). Und wurde es doch mal brenzlig, war Ingolstadts Nummer 25 zur Stelle und partierte stark – so auch die erste Haugen-Großchance (40.). Anders drei Minuten später: Nach einer Flanke kam wieder Haugen an die Kugel und bugsiert diese per Kopf ins FCI-Tor. Da Dähne auf der Linie vor Besuschkow klärte und auch anderweitig die Keeper nicht zur überwinden waren, ging es mit einem 1:1 in die Kabinen.
1860 mit mehr Druck aus der Kabine, Hobsch mit der Führung für die Löwen
Unverändert ging es für beide Teams zurück auf den Platz, wobei die Gäste den besseren Start erwischten, Kaygin aber blockte. Die anschließende Ecke nutzte dann nicht der TSV, sondern der FCI, um anzugreifen: Doch das Duo aus Kaygin und Sturm brachte nicht die erneute Führung für die Gastgeber (50.), die sich mehr und mehr um’s verteidigen bemühten, jedoch durch Kevin Volland und Patrick Hobsch überwunden wurde, nachdem Letzterer eine Flanke des ehemaligen Nationalspielers aus kurzer Distanz einköpfte (59.). Waren die Hausherren im ersten Durchgang überlegen, war es im zweiten die Elf von Markus Kauczinski, die mit einem Pfostentreffer die nächste Chance für sich verbuchen konnte (65.). Bei der nächsten Aktion rückten erneut die Löwen in den Fokus: So traf der bereits mit Gelb verwarnte Volland FCI-Innenverteidiger Jonas Scholz mit dem Fuß am Kopf und kassierte daraufhin die Gelb-Rote Karte, wodurch der FCI ab der 68. Minute mit einem Mann mehr im Audi Sportpark agierte – und sich durch den Distanzschuss von Hoppe wieder zurückmeldete (70.). Auch Costly und Besuschkow kombinierten sich immer wieder in Richtung des blau-weißen Strafraums, wurden aber in dieser Phase nicht zwingend genug (74., 75.), um das 2:2 zu erzielen. Auch der inzwischen eingewechselte Davide Sekulovic wirbelte und belebte das Offensivspiel der Hausherren. Trotz couragierter Leistung konnten die Ingolstädter in der elfminütigen Nachspielzeit den zu diesem Zeitpunkt mehr als verdienten Ausgleichstreffer nicht mehr erzielen, da zunächst Sekulovic die Kugel aufs Gehäuse (90.+4) beförderte sowie wenig später Dähne einen Christensen-Abschluss um den Pfosten lenkte (90.+8).
Für die Wittmann-Elf geht es am kommenden Wochenende (Sa., 20.12., 14:00 Uhr) für das letzte Hinrunden-Spiel zu Waldhof Mannheim.
Startelf: Eisele – G. Christensen, Scholz, Lorenz, Hoppe (87. Maljojoki) – Plath (87. Sekulovic), Besuschkow, Kaygin (77. Fröde) – Sturm (87. Öztürk), Drakulic (62. Borchers), Costly
Tore: 1:0 Kaygin (20.), 1:1 Haugen (43.), 1:2 Hobsch (59.)
Gelbe Karten FCI: Kaygin (41.), Fröde (81.), Öztürk (90.+6)
Gelb-Rote Karte: Volland (68.)