FC Ingolstadt 04

Dennis Kaygin brachte die Schanzer per Elfmeter kurz vor Schluss nochmal heran (Foto: Bösl / KBUMM)

Knappe Niederlage: FCI unterliegt Rot-Weiss Essen mit 1:2

Die Schanzer verloren gegen Rot-Weiss Essen erstmals seit zwei Monaten wieder im Audi Sportpark. Am Ende stand gegen den Revierklub ein 1:2 auf der Anzeigetafel. Jaka Cuber Potocnik (51.) und Kaito Mizuta (77.) brachten die Gäste auf die Siegerstraße. Für den FCI trug sich an diesem Nachmittag lediglich Dennis Kaygin (82./FE) per Strafstoß in die Torschützenliste ein.

Im Vergleich zur Vorwoche bei der Viktoria in Köln nahm Cheftrainerin Sabrina Wittmann  gegen Rot-Weiss Essen auf zwei Positionen Änderungen vor: Max Besuschkow kehrte nach seiner Gelbsperre für Yann Sturm in die Anfangsformation zurück. Zudem feierte Julian Kügel seine Startelf-Premiere in dieser Drittliga-Saison. Für den 28-Jährigen nahm Frederik Christensen zunächst auf der Bank Platz.

FCI mit der ersten Torchance, Eisele pariert Moustier-Schuss
Bereits nach vier Zeigerumdrehungen machten die Schanzer erstmals am 14. Spieltag auf sich aufmerksam, als Dennis Kaygin vor dem von Jakob Golz gehüteten RWE-Tor auftauchte. Seinen 20-Meter-Schuss konnte der gegnerische Keeper lediglich nach vorne abwehren, sodass Max Besuschkow zum Abschluss kamm. Doch auch den Abpraller konnte Golz nicht endgültig kontrollieren, wodurch sich auch Linus Rosenlöcher probierte. Der Versuch des Linksverteidigers ging jedoch ins Seitenaus (4. Minute). Auf der Gegenseite meldeten sich die Gäste aus NRW in Person von Tom Moustier zu Wort, dessen Distanzschuss für Kai Eisele jedoch keine ernstzunehmende Gefahr darstellte (7.). Nach gespielten elf Minuten trat mit Julian Kügel auch wieder der FCI in Erscheinung: Der lange Einwurf des gebürtigen Pförringers brachte – ähnlich wie der anschließende Abschluss von Youngster Max Plath – jedoch nicht gewünschten Torerfolg ein. Gleiches galt für das Team von Uwe Koschinat, das durch Kaito Mizuta (13.) und Lucas Brumme (17.) Druck auf den schwarz-roten Defensivverbund ausübte. Beide Male war Schlussmann Eisele auf dem Posten. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde trat die Kombination aus Max Besuschkow und Marcel Costly auf der rechten Außenbahn wiederholt in Erscheinung. Beim Zuspiel von Ingolstadts Nummer 22 stand Kügel bereits perfekt, setzte das runde Leder aber final über den Querbalken von Essen (22.). Wenige Augenblicke später war es erneut Costly, der vor den Rot-Weißen an der Kugel war und erst durch Golz gestört und vom Ball getrennt werden konnte (28.). Die Oberbayern dominierten in der Folge das Spielgeschehen, bis eine Verkettung von unglücklichen Umständen dazu führte, dass Plath das Spielgerät in der gegnerischen Hälfte knapp verpasste und Mizuta allein auf den Kasten der Donaustädter zusteuerte. In letzter Sekunde konnte Fredrik Carlsen den flinken Offensivakteur beim Torabschluss entscheidend stören (37.). Da Kügel nach einer Deichmann-Flanke um Haaresbreite am Pfosten vorbeizielte (42.), hieß es zum Pausentee 0:0.

Essen mit der Führung, FCI schnuppert am Ausgleich
Während es für die Gäste unverändert in den zweiten Durchgang ging, ersetzte Mads Borchers auf Seiten des FCI Julian Kügel (46.). Nichtsdestotrotz war es die Koschinat-Elf, die fünf Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff jubelte: So landete eine präzise Arslan-Flanke perfekt auf dem Kopf von Cuber Potocnik, der das runde Leder in die Tormaschen wuchtete (51.). Die Mannschaft von Sabrina Wittmann steckte nicht auf und hatte mit Costly nahezu die direkte Antwort auf dem Fuß, dessen Flachschuss Golz abwehrte (52.). Die Ingolstädter erhöhten die Schlagzahl und hätten erst durch den eingewechselten Borchers (54.), später durch Kaygin (59.) sowie Costly (65.) zum Ausgleich kommen können. Für Letztgenannten war in der 68. Minute dann auch Feierabend, nachdem Yann Sturm für ihn in die Partie kam. Einfach wurde es für die Offensive der Gastgeber allerdings nicht, da RWE den Wittmann-Tross geschickt vom eigenen Tor fern hielt – und dann in der 77. Minute eiskalt zuschlug: 16 Meter vor dem legte Tobias Müsel quer für Mizuta, der ins linke Toreck netzte. Das 0:2 aus Sicht des FCI markierte aber nicht den Schlussstand. Nach einem Foul an Sturm in der RWE-Box, zeigte Schiedsrichter Justin Hasmann auf den Elfmeterpunkt. Kaygin schnappte sich den Ball, visierte das linke untere Eck an und erzielte den Anschlusstreffer für sein Team (82.). In der Schlussphase kamen Frederik Christensen und Davide Sekulovic für Carlsen und Rosenlöcher (86.) sowie Lukas Fröde für Torschütze Kaygin (88.) auf’s Feld und drängten auf den Ausgleich. Das 2:2 sollte allerdings nicht mehr fallen, sodass die Schanzer keine Punkte aus der Begegnung mitnahmen.

Für die Oberbayern geht es bereits am Freitagabend (14.11., 18:30 Uhr) im Toto-Pokal weiter, wenn der SSV Jahn Regensburg zum Viertelfinale im Audi Sportpark gastiert. Das nächste Duell in der Liga steht dann am Samstag, den 22. November, um 16:30 Uhr beim VfL Osnabrück an.

Startelf FCI: Eisele – Deichmann, Scholz, Lorenz (C), Rosenlöcher (86. Sekulovic) – Plath, Besuschkow, Carlsen (86. F. Christensen) – Kaygin (88. Fröde), Kügel (46. Borchers), Costly (68. Sturm)

Tore: 0:1 Cuber Potocnik (51.), 0:2 Mizuta (77.), 1:2 Kaygin (82.)

Gelbe Karten FCI: Kügel (45.), Scholz (73.), Fröde (90.+6)