Die Schanzer mussten sich am 15. Spieltag knapp mit 0:1 beim neuen Tabellenzweiten VfL Osnabrück geschlagen geben. Das Tor des Tages durch Ismail Badjie fiel dabei erst kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit (89.).
Der FC Ingolstadt 04 ging mit zwei Veränderungen im Vergleich zum Toto-Pokal-Spiel gegen Jahn Regensburg in die Begegnung: Gustav Christensen und Dennis Kaygin ersetzen in der Offensive Yann Sturm und Julian Kügel, die beide zunächst auf der Bank Platz nahmen. Zudem stand Ognjen Drakulic erstmals in dieser Drittliga-Saison im Schanzer Spieltags-Aufgebot, während Mattis Hoppe zwei Monate nach seiner Oberschenkelverletzung ebenfalls in den Kader zurückkehrte.
Beide Abwehrketten überzeugen
Bei der besten Defensive der Liga war kurz nach dem Anpfiff zunächst die Ingolstädter Hintermannschaft gefordert: Eine Hereingabe des Ex-Schanzers David Kopacz klärte Simon Lorenz vor Kai Eisele über das eigene Tor (2.). Eiseles Gegenüber Lukas Jonsson sicherte wenig später den Ball vor Marcel Costly (8.). Wirklich nennenswert gefährlich wurde es dann erstmals nach etwas mehr als zehn Minuten: Nach einer Kopfball-Verlängerung von Lars Kehl stand Robin Meißner frei vor dem FCI-Gehäuse, doch Jonas Scholz behinderte den Angreifer mit seiner Grätsche im letzten Moment entscheidend, sodass Eisele den flachen Abschluss letztendlich problemlos parieren konnte (11.). Die Schwarz-Roten ließen ansonsten in der ersten Halbzeit nur wenig zu und wenn die Gastgeber mal im Strafraum der Oberbayern auftauchten, warfen sie sich im richtigen Moment in die Abschlüsse – wie bei Kopacz nach rund einer Viertelstunde (14.) oder bei Kehls Versuch von der Strafraumkante (27.). In den Minuten vor dem Seitenwechsel wurde dann auch die Wittmann-Elf nochmal gefährlich: Den Abschluss von Costly aus spitzem Winkel hatte Jonsson erst im Nachfassen sicher (42.), mit dem Halbzeitpfiff rauschte Besuschkows Ball knapp am langen Pfosten vorbei (45.+1). Folglich ging es torlos in die Kabine.
Später Schock für den FCI
Nach Wiederanpfiff – beide Teams gingen unverändert in den zweiten Durchgang – fasste sich Robin Meißner aus der zweiten Reihe ein Herz und jagte den Ball am rechten Pfosten vorbei (49.). Deutlich näher am Torerfolg war wenige Augenblicke später Yannick Deichmann dran, der das Leder nach vorne trieb und seinen Schlenzer vom rechten Strafraumeck nur hauchzart links am Tor vorbeilegte (53.). Der 31-jährige Rechtsverteidiger musste dann nach einer Stunde verletzungsbedingt den Platz verlassen, als er nach einem Luftzweikampf unglücklich auf dem Fuß seines Gegenspielers landete (59.). Für ihn kam der wiedergenesene Mattis Hoppe in die Begegnung, die weiterhin umkämpft blieb und in der beide Defensivreihen weiterhin stabil standen. Eine Hereingabe von G. Christensen geriet etwas zu lang für Kaygin (70.), ein Kopfball von Robin Fabinski stellte für Eisele keine Gefahr dar (75.). Sabrina Wittmann reagierte noch einmal und brachte mit Yann Sturm sowie Ognjen Drakulic für Linus Rosenlöcher und Kaygin zwei frische Offensivkräfte (77.). Das letzte Wort an der Bremer Brücke sollten allerdings die Hausherren haben: Der eingewechselte Ismail Badjie dribbelte in den Strafraum und schloss wuchtig ab. Noch leicht abgefälscht von Lorenz schlug die Kugel unhaltbar zum entscheidenden Treffer im langen Eck ein (89.). Denn in der Folge passierte in beiden Strafräumen nur noch wenig, sodass es am Ende beim 1:0 für die Niedersachsen blieb.
Die nächste Aufgabe für die Oberbayern wartet am kommenden Samstag (29.11., 14:00 Uhr) im Audi Sportpark. Dann gastiert die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim mit den ehemaligen Ingolstädtern Deniz Zeitler und Arian Llugiqi an der Donau.
Startelf FCI: Eisele – Rosenlöcher (77. Sturm), Scholz, Lorenz, Deichmann (61. Hoppe) – Plath, Besuschkow, Carlsen (90. Kügel) – G. Christensen, Kaygin (77. Drakulic), Costly (90. Sekulovic)
Tore: 1:0 Badjie (89.)
Gelbe Karten FCI: G. Christensen (80.)