Die Schanzer mussten sich zum Abschluss der Englischen Woche mit 1:4 Rot-Weiss Essen geschlagen geben. Jasper Maljojoki (28.) egalisierte noch im ersten Durchgang die Führung von Dickson Abiama (19.). Im zweiten Durchgang traf zunächst Patrick Hofmann kurz nach Wiederanpfiff, bevor in der Nachspielzeit Klaus Gjasula (90.+3) und Jaka Cuber Potocnik (90.+5) das Ergebnis für die Gastgeber in die Höhe schraubten.
Die Schanzer begannen bei Rot-Weiss Essen mit fünf Änderungen: Für die beiden gelbgesperrten Simon Lorenz und Jonas Scholz rückten Lukas Fröde und Jasper Maljojoki in die Startelf. Außerdem ersetzte Gustav Christensen Linus Rosenlöcher auf der linken defensiven Außenbahn. Offensiv starteten Dennis Kaygin und Ognjen Drakulic an Stelle von Yann Sturm und Julian Kügel.
Maljojoki antwortet Abiama
Die Gastgeber näherten sich erstmals nach Standardsituationen im FCI-Strafraum an: Kai Eisele kam nach einer Ecke von Kaito Mizuta noch mit den Fingerspitzen vor Torben Müsel an den Ball (3.). Bei den Ingolstädtern fand Dennis Kaygin mit seiner Hereingabe keinen Abnehmer (6.), sodass es in der Anfangsviertelstunde zunächst einmal nur bei offensiven Ansätzen auf beiden Seiten blieb. So war es erneut ein Eckball aus dem dann auch die erste Abschlussmöglichkeit resultierte – auf Seiten der Hausherren: Müsel kam aus rund zwölf Metern zum Abschluss, den die Schanzer Hintermannschaft blocken konnte (16.). Drei Zeigerumdrehungen später gerieten die Oberbayern dann dennoch in Rückstand: Nach einem genaugetimten Diagonalball von Lucas Brumme auf Dickson Abiama traf Letzterer aus halbrechter Position im Strafraum mithilfe des Innenpfostens ins lange Eck (19.). Die Schwarz-Roten zeigten sich vom Rückstand unbeeindruckt: Nach 25 gespielten Minuten fand Christensen mit seinem Zuspiel Marcel Costly vor dem Tor, der das Leder mit der Hacke Richtung Tor verlängerte. Allerdings parierte Jakob Golz reaktionsschnell per Fußabwehr. Der Ausgleich fiel dann dennoch kurze Zeit später: Nach einer Ecke von Fredrik Carlsen – vorausgegangen war eine ansehnliche Ballstafette der Wittmann-Elf – stieg Maljojoki im Zentrum am höchsten und köpfte zum 1:1 ein (28.). Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs agierten die Oberbayern mindestens auf Augenhöhe mit dem Tabellenzweiten, der noch zwei Mal durch Brumme (38., 40.) zum Abschluss kam – ohne, dass jedoch Eisele eingreifen musste.
RWE macht spät den Deckel drauf
Zu Beginn der zweiten Hälfte folgte die kalte Dusche für die Donaustädter: Zunächst rettete Georgios Antzoulas noch für den bereits geschlagenen Eisele auf der Linie (46.), eine Minute später ging RWE trotzdem in Führung: Eine Flanke von Jannik Hofmann wurde immer länger und sank sich über Eisele hinweg zum 2:1 ins Tor (47.). Die Schwarz-Roten fanden nur schwer in den zweiten Durchgang rein, sodass sich das Team von Uwe Koschinat weitere Torchancen herausspielte: Eisele war aus kurzer Distanz gegen Müsel zur Stelle (60.) und klärte kurz darauf per Fußabwehr bei der Hereingabe von Hofmann (65.). Die Gastgeber wollten als aktuelles Team der Stunde in der 3. Liga den siebten Sieg in Folge klarmachen: Nach einer Abiama-Flanke köpfte Jaka Cuber Potocnik aus kurzer Distanz an den Querbalken (78.), im direkten Gegenzug stellte Max Besuschkow aus 20 Metern sein Visier zu hoch ein (79.). Drei Zeigerumdrehungen später musste sich Golz ganz lang machen, als er eine Costly-Flanke über die Latte lenkte (82.). In den Schlussminuten feierte Jungschanzer Tomislav Bagaric noch sein Drittliga-Debüt (90.). Allerdings machte in der dritten Minute der Nachspielzeit der Revierklub dann alles klar: Klaus Gjasula zog von der Strafraumkante ab und der Ball wurde unhaltbar zum 3:1 abgefälscht (90.+3). Kurz darauf konnte sich Eisele bei einem Freistoß von Ruben Reisig noch einmal auszeichnen. Im Nachgang der folgenden Ecke landete die Kugel vor den Füßen von Cuber Potocnik, der mit dem Schlusspfiff zum 4:1-Endstand traf (90.+5).
Nach dem Abschluss der Englischen Woche geht es am kommenden Wochenende im Audi Sportpark weiter. Am Samstag, den 18. April, gastiert um 14:00 Uhr Tabellenführer VfL Osnabrück an der Donau.
Startelf: Eisele – G. Christensen (83. Rosenlöcher), Antzoulas, Fröde, Maljojoki, Deichmann (83. Kügel) – Carlsen (61. Plath), Besuschkow (90. Bagaric) – Kaygin (61. Sturm), Drakulic, Costly
Tore: 1:0 Abiama (19.), 1:1 Maljojoki (28.), 2:1 Hofmann (47.), 3:1 Gjasula (90.+3), 4:1 Cuber Potocnik (90.+5)
Gelbe Karten FCI: Maljojoki (11.)