Während der Länderspielpause empfingen die Schanzer am Mittwochnachmittag den SSV Ulm 1846 zu einem Testspiel – erst vor zwei Wochen sind beide Teams in der Liga aufeinandergetroffen. Durch Mattis Hoppe ging der FCI früh in Führung (10.), allerdings drehten die Ulmer durch Streli Mamba (59.) und Ensar Aksakal (65.) das Spiel zum 1:2-Endstand für die Gäste aus Ulm.
Für den Test traten die Schanzer diesmal mit einer völlig veränderten Startformation, im Vergleich zu der Partie gegen Alemannia Aachen an. Für Kai Eisele startete David Klein im Tor. Vor ihm begannen diesmal Max Plath, Mattis Hoppe, der wieder genesene Georgios Antzoulas sowie Jungschanzer Tomislav Bagaric. Im Zentrum starteten Yann Sturm, Fredrik Carlsen, Berkay Öztürk und Emilio Kehrer. Ganz vorne ersetzte Ognjen Drakulic Julian Kügel.
Frühe Führung durch Hoppe
Der FCI startete mit viel Druck in das Freundschaftsspiel. Fredrik Carlsen gewann den Ball im Zentrum und legte auf Ognjen Drakulic im Strafraum ab. Der 19-Jährige Angreifer zog von der rechten Seite ab, SSV-Keeper Christian Ortag war gerade noch mit dem Fuß zur Stelle und verhinderte den Einschlag. Nur drei Zeigerumdrehungen später fiel dann das erste verdiente Tor der Partie: Drakulic erkämpfte sich an der Mittellinie den Ball und spielte auf Mattis Hoppe, der sich durch die Abwehr dribbelte, Ortag umkurvte und aus halblinker Position ins linke Eck vollendete (10.). Die Schanzer blieben weiterhin dominant und kombinierten sich immer wieder über Kehrer, G. Christensen und Sturm gefährlich in den gegnerischen Strafraum: Aus rund 15 Metern zog Kehrer zentral ab, sein Schuss wurde allerdings von der schwarz-weißen Abwehr geblockt (18.). Die Gäste aus Ulm meldeten sich erstmals nach rund 20 Minuten vor dem Kasten der Schwarz-Roten, als Streli Mamba aus der Distanz abschloss. Nach einer Ecke der Schanzer eroberten sich die ‚Spatzen‘ die Kugel und Ensar Aksakal zog auf der linken Außenbahn durch und knallt das Leder aus spitzem Winkel in Richtung Tor, wo Klein die Möglichkeit parierte. Auch in Folge behielt der FCI die Oberhand und schloss mit einem Freistoß von Carlsen, der ins Toraus führte die erste Halbzeit mit einer verdienten 1:0-Führung ab (42.).
Ulm dreht die Partie
Zur Halbzeit wechselte Wittmann Linus Rosenlöcher für G. Christensen, Donald Nduka für Antzoulas sowie Frederik Christensen für Drakulic, während die Gäste mit gleich fünf Änderungen das Feld betraten, was sich deutlich bemerkbar machte. Ulm gewann nun viele Zweikämpfe und verbuchte den höhrern Ballbesitzanteil, dennoch gab es auf der schwarz-roten Seite eine Gelegenheit: Plath spielte einen langen Ball auf Rosenlöcher, der das Leder auf Sturm weiterleitete. Der Offensivspieler zog aus spitzem Winkel ab, verfehlte das Tor jedoch knapp (51.). Schließlich folgte der Ausgleich der starken Ulmer: Abu-Bekir El-Zein schoss aus rund elf Metern auf das Tor, Klein konnte zunächst klären, doch der Abpraller landete bei Mamba, der den Ball aus kurzer Distanz ins rechte Eck vollendete (59.). In der 65. Minute führte ein Freistoß durch El-Zein zu Aleksandar Kahvis, der durch seinen Schuss Klein prüfte. Der Nachschuss von Aksakal landete allerdings im Netz zur gedrehten Führung für die Schwarz-Weißen. Die Gäste erspielten sich über El-Zein den nächsten Torschuss, der das Aluminium nur streifte (67.). Wittmanns Antwort auf den schnellen Rückstand war ein dreifacher Wechsel: Dennis Kaygin, Emre Gül und Timo Hengmith kamen für Kehrer, Sturm und Öztürk ins Spiel (74.). In der Folge fanden die Oberbayern besser ins Duell und näherten sich erneut dem Strafraum der Gäste. Bei einem Freistoß von Kaygin prallte die Kugel zunächst an die Latte, der Nachschuss landete bei Plath, der das Tor ebenfalls knapp verfehlte. Kurz vor Spielende versuchte es Kaygin noch einmal, doch SSV-Keeper Ortag war zur Stelle und sicherte den Ball zum 1:2-Endstand für die Gäste aus Ulm (89.).
Nach der Länderspielpause treten die Schanzer am Sonntagnachmittag (05.04., 16:30 Uhr) beim 1. FC Saarbrücken an, dem aktuell 16. der Tabelle und wollen sich dort wichtige Punkte sichern.
Tore: 0:1 Hoppe (10.), 1:1 Mamba (59.), 1:2 Aksakal (65.)
Aufstellung FCI: Klein – G. Christensen (46. Rosenlöcher), Bagaric (60. Scholz), Plath, Antzoulas (46. Nduka), Hoppe – Sturm (74. Gül), Carlsen, Öztürk (74. Hengmith), Kehrer (74. Kaygin) – Drakulic (46. F. Christensen)
Gelbe Karten: G. Christensen (39.)
Sabrina Wittmann: „Die erste Halbzeit war sehr gut von uns sowie das Ende der zweiten. Direkt nach der Pause war das Spiel nicht auf dem Niveau wie vor der Halbzeit. Wir werden über die kommende Länderspielpause viel individuell arbeiten und nochmal Kraft für den letzten Teil der Saison tanken. Bei Testspielen können neue und junge Spieler unsere Abläufe auf Wettkampfniveau und nicht nur in Trainingsspielen testen. Dabei profitieren nicht nur Spieler, die kaum zum Einsatz kommen, sondern auch diejenigen, die bisher nur wenige Minuten sammeln. Deswegen haben solche Testspiele schon einen hohen Stellenwert bei uns.“
Max Plath: „Wir haben gut begonnen, hatten in der ersten Halbzeit vor allem guten Zugriff und waren auch mit dem Ball die bessere Mannschaft. Dann haben wir uns dementsprechend belohnt und gehen mit einer 1:0-Führung in die Pause. Aus der Halbzeit kommen wir umso schlechter raus und hatten nicht mehr die Dominanz mit sowie gegen den Ball. Dafür haben wir dementsprechend auch die Quittung bekommen und zwei unnötige Tore kassiert. Zum Ende verbuchten wir wieder mehr Ballbesitz, was dem Gegner allerdings, der uns wieder kommen ließ, geschuldet war. Trotzdem ziehen wir ein eher positives Fazit: Wir haben viel geschafft, was wir uns vorgenommen haben, auch wenn wir das Duell am Ende nicht gewonnen haben. Es tut sicherlich gut in der Länderspielpause mal durchzuatmen, Zeit mit der Familie zu verbringen, um dann positiv in die Liga zu gehen. Auch wenn jetzt natürlich die Tabellensituation weder Fisch noch Fleisch ist, wollen wir jedes Spiel gewinnen.“