Die Fußballerinnen des FC Ingolstadt 04 mussten sich in der 2. Bundesliga trotz einer engagierten Leistung knapp geschlagen geben. Nach dem 2:3 gegen Jena unterlagen die Schanzerinnen am Sonntag bei Hertha BSC mit 1:2 (1:2). Wie bereits in der Vorwoche gerieten die Ingolstädterinnen früh in Rückstand, zeigten anschließend jedoch eine engagierte Reaktion, ohne die Partie noch drehen zu können.
FCI-Cheftrainer Benjamin Stolte veränderte seine Startformation auf einer Position: Anstelle der gelb-rot-gesperrten Emma Kusch rückte Teresa Frizberg ins Team. Wie in der Vorwoche hatten die Schanzerinnen in den Anfangsminuten Schwierigkeiten mit den aggressiven Gastgeberinnen, denen ein perfekter Start gelang: Lotte Reimold passte auf Aurelia Haeler und deren Flanke verwertete Elfie Wellhausen aus spitzem Winkel zum 1:0 (7.). Drei Minuten später konnte FCI-Keeperin Anna-Lena Daum Svenja Pooks Abschluss noch parieren, doch beim nächsten Versuch war sie machtlos: Reimold setzte sich durch und Wellhausen nutzte die anschließende Chance zum 2:0 (11.). Kurze Zeit später hatten die Schanzerinnen Glück, dass Wellhausens drittes Tor wegen Abseits nicht zählte. Doch auch danach hatten die Ingolstädterinnen zunächst Schwierigkeiten, die selbstbewussten Angriffe der Hauptstädterinnen zu verteidigen. Erst in der 19. Minute kamen die Schanzerinnen nach einer Ecke von Beyer das erste Mal gefährlich vors Berliner Tor, doch Schlussfrau Inga Lux kam vor Laura Frank an die Kugel. Die FCI-Frauen suchten weiterhin nach Lösungen gegen die Hauptstädterinnen. Nach einem Freistoß von Beyer köpfte dann Clara Dreher ins eigene Tor, doch Schiedsrichterin Monique Panetta ließ den Treffer aufgrund einer Abseitsstellung nicht gelten (23.). Zwei Minuten später sorgte die nahezu identische Konstellation doch für ein Tor – diesmal versenkte Mara Winter Beyers Standard zum 2:1 ins Berliner Netz. Die Gäste wurden nun stärker und kämpften sich ins Spiel: Nach einer Ecke faustete Hertha-Keeperin Lux den Ball zu Carina Wüst, deren Kopfball aber zu zentral geriet (28.). Die Partie war nun ausgeglichener, zwingende Chancen blieben aber bis zum Pausenpfiff aus.
Der FCI-Cooach wechselte zur Halbzeit doppelt, Gaugigl musste zudem aus gesundheitlichen Gründen vom Platz. Auch wenn die erste Großchance (Wellhausen und Poock) den Gastgebern gehörten, präsentierte sich Ingolstadt nun druckvoller. So hämmerte erst Winter die Kugel übers Berliner Gehäuse (56.), dann wurde Frizbergs Abschluss geblockt (58.). Im weiteren Verlauf gelang es beiden Teams nicht, gefährliche Torraumszenen zu kreieren. Erst in der 68. Minute musste Daum nach einem Abschluss der eingewechselten Elly Böttcher mal wieder eingreifen, auf der Gegenseite drückte Ingolstadt auf den Ausgleich. Trotz zahlreicher Eckbälle und Standards blieb den Schanzerinnen ein weiterer Treffer verwehrt. Die Schanzerinnen drängten weiter auf einen Treffer: Wüst und Anabel Keul kamen zu Abschlüssen (75.), ehe die Partie zunehmend zerfahrener wurde. In der Schlussphase parierte Daum den Versuch von Amelie Blättner (85.), während die eingewechselte Mila Steinhart knapp am Berliner Tor vorbeischoss (88.). Auch Beyers Freistoß brachte in der Nachspielzeit nicht mehr den erhofften Erfolg (90.+5), sodass es beim 1:2 blieb.
Am kommenden Sonntag (11:00 Uhr) empfangen die Schanzerinnen den 1. FC Köln.
In Zusammenarbeit mit Sabine Kacynski (Donaukurier). Den Spielbericht des Donaukuriers findet ihr hier.