Fredrik Carlsen und Mads Borchers feierten ihren ersten Sieg als Schanzer (Foto: Bösl / KBUMM)
„Starke Mentalität“: Die Stimmen nach dem Sieg in Havelse
Sechs Schanzer Treffer am 6. Spieltag: Am Mittwochabend siegte der FC Ingolstadt beim TSV Havelse deutlich mit 6:2. Durch einen verwandelten Foul-Elfmeter sowie einen abgefälschten Schuss, hatten Besfort Kolgeci (16.) und Johann Berger (20.) die Gastgeber in Führung gebracht. Noch vor dem Pausentee konnten die Schanzer mittels einen Besuschkow-Freistoßes (40.) und eines Carlsen-Kopfballs (45.+1) ausgleichen, ehe die beiden Doppelpacker Marcel Costly (54., 83.) und Yann Sturm (64., 88.) die Partie im zweiten Druchgang gänzlich drehten. Nach Abpfiff äußerten sich Cheftrainerin Sabrina Wittmann, Routinier Max Besuschkow sowie Mads Borchers zum Torspektakel.
Sabrina Wittmann: „Auch wenn wir dieses Spiel heute gewinnen, war es – alles in allem – wohl unser bisher schlechtester Auftritt, umso verrückter, dass wir als Sieger vom Platz gehen. Schon von Beginn lief wieder einiges gegen uns: ein Elfmeter, ein abgefälschter Ball – und schon musst du einem 0:2 hinterherlaufen. Umso beeindruckender fand ich es, wie sich die Jungs zurückgekämpft haben. Ein 0:2 zu drehen und am Ende mit einem 6:2-Erfolg nach Hause zu fahren, das fühlt sich jetzt erst einmal toll an. Der Sieg hat uns nach den letzten Wochen allen äußerst gut getan. Nichtsdestotrotz wissen wir auch, dass wir nicht in allen Phasen perfekt waren. Aber der ‚Killer-Instinkt‘, der uns zuletzt immer gefehlt hat, war heute vorhanden, wodurch auch das hohe Ergebnis zustande kam. Es war ein richtiger Schritt nach vorne.“
Max Besuschkow: „Aufgrund der Anfangsminuten hätte ich nicht gedacht, dass wir am Ende noch so hoch gewinnen. Jedoch war ich davon überzeugt, dass wir auf jeden Fall noch einmal die Chance haben werden, das Spiel zu drehen. Der gegnerische Torwart stand bei meinem Freistoß relativ mittig, deswegen haben ich mich für das Torwarteck entschieden und den Ball anschließend wohl ganz ordentlich getroffen. In den letzten Tagen und Wochen haben wir mannschaftsintern viel über Verantwortung gesprochen und so habe ich mal die Verantwortung übernommen und bin sehr froh, dass ich dem Team mit meinem Tor helfen konnte. Heute hatten wir einen top Spielverlauf – auch bedingt durch den gegnerischen Platzverweis kurz vor der Pause – und damit das Glück auf unserer Seite.“
Mads Borchers: „Der erste Sieg als Schanzer fühlt sich natürlich sehr gut an. Nach dem wir – auch aufgrund eines zweifelhaften Elfmeters – früh 0:2 in Rückstand geraten sind, haben wir durch einen Freistoß den Anschlusstreffer erzielt und kurz danach folgte der Platzverweis für Havelse. Die Rote Karte war sicherlich ein Gamechanger – auch wenn es da bereits so angefühlt hatte, dass wir die entscheidenden Momente zunehmend stärker auf unsere Seite ziehen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war das Momentum komplett bei uns. Nach dem schweren Start in die Partie so zurückzukommen, zeigt, dass wir eine starke Mentalität im Team haben. Das wollen wir auch beim Heimspiel gegen Wiesbaden wieder zeigen, wo wir die nächsten drei Punkte einfahren möchten.“
