„Topspiel“ FCI vs. Hertha am – Großeinsatz für die TV-Teams

„Topspiel“ FCI vs. Hertha am – Großeinsatz für die TV-Teams

Als die Stadiontore am 24. Oktober 2015 um 16:30 Uhr für die Zuschauer öffneten, waren alle Aufbauarbeiten bereits abgeschlossen, die Bühne für die Akteure gerichtet. Was dem Fan verborgen blieb: Schon ab frühen Vormittag war im Stadion mächtig Betrieb. Ein Grande des Personals, das sich hier tummelte, stellte dabei "Sportcast", der Dienstleister der Deutschen Fußballliga (DFL). Dieser sorgt dafür, dass die TV-Sender das nötige Bildmaterial des Spiels ausstrahlen können. fci.de ist im Vorfeld der Begegnung auf Recherche gegangen.
Jeder Standort der Bundesliga sowie der 2. Bundesliga verfügt über einen Produktionsverantwortlichen, der im engen Austausch mit dem Verein die TV-relevanten Vorbereitungen vornimmt. Christopher Renz kennt den Standort "Audi Sportpark" mittlerweile bestens, seit vielen Jahren ist er bei den "Schanzern" in der Funktion tätig. Am "Supersamstag" bzw. "Topspiel" war er früher als gewohnt vor Ort. "Für so eine Partie beginnen die Arbeiten um 9 Uhr vormittags", so Renz. "Für Technik und Redaktion bedeutet das einen 12 bis 14-Stunden-Tag." Rund 180 Leute sind dabei im Einsatz.

Gute Planung erfordert dabei bereits der Übertragungswagen-Stellplatz hinter Block E. Der Produktionsleiter wird hier zum Fuhrpark-Manager: Zwei Übertragungswagen, ein Rüstwagen, der "Sky-Truck" als Produktionsmobil, zwei weitere Produktionsmobile, der Sprinter des ZDF, drei Satellitenwagen sowie ein Glasfaserwagen, der 15-Tonner des BR-Hörfunks und zwei 7,5-Tonner müssen hier unter anderem auf engstem Raum untergebracht werden. Ganz geht die Rechnung nicht auf, daher parkt ein Teil des Trosses außerhalb vom "TV-Compound" .

Reichlich Arbeit, die sich allerdings lohnt: Auf Sky lief die Partie live, ARD und ZDF, Sport1 sowie Sky Sports News verwerteten Spielbilder für die Nachberichterstattung. Außerdem lief die Partie zwischen dem FCI und Hertha BSC via FOX Sports in Thailand und Peru, beINSPORTS zeigte Marvin Matip, Alfredo Morales, Markus Suttner und Co. über 90 Minuten live in Saudi Arabien und Katar. FUJI TV aus Japan und Canal+ aus Frankreich sind Beispiele für weitere EB-Teams, die sich an einem Samstag-Abendtermine gerne in der "X-Zone", dem Fernsehbereich im Innenraum des Stadions, tummeln.

Eine Reichweite, die den enormen Aufwand rechtfertigt. Nicht zuletzt daher hat man bei den Schanzern großen Wert darauf gelegt, dass der Audi Sportpark den medialen Anforderungen entgegenkommt. "Schon bei den Planungen zum Bau haben wir damals darauf geachtet, die medienrelevanten Bereiche für alle Journalisten arbeitsfreundlich zu gestalten und zudem zukunftsträchtig auszulegen", so Geschäftsführer Sport und Kommunikation Harald Gärtner.

Für den BR und die ARD ist Reporter-Urgestein Bernd Schmelzer seit Jahren regelmäßiger Besucher im Audi Sportpark, er schätzt die Besuche in der Donaustadt: "Für mich als TV-Journalist ist das Arbeiten im Audi-Sportpark eine wahre Freude. Die Infrastruktur ist perfekt. Genügend Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Stadions, kurze Wege vom sogenannten TV-Compound zu den Arbeitsplätzen, eine geräumige Interview-Zone und natürlich Kommentatoren-Plätze, die sehr nah dran sind am Geschehen. Von daher ist Ingolstadt also auch aus diesem Blickwinkel betrachtet eine Bereicherung für die Bundesliga."

Sky-Reporter Ulli Potofski schlägt in eine ähnliche Kerbe: "Ingolstadt zeichnet sich für mich durch eine gewisse Gemütlichkeit aus, man pflegt einen sehr angenehmen und bodenständigen Umgang und hat sich diesen auch auf dem Weg in die Bundesliga erhalten. Von den Arbeitsbedingungen her ist das Stadion für uns Reporter äußerst angenehm, da sich die Arbeitsbereiche durch kurze Wege auszeichnen." Auch Produktionsleiter Renz hat die regelmäßige Arbeitsstätte Audi Sportpark längst liebgewonnen: "Von der Abwicklung her ist das Stadion eines der angenehmsten. Kurze Wege, einfache Kabelwege und eine hohe Übersichtlichkeit kennzeichnen den Audi Sportpark. Für unsere Arbeit sicherlich eines der TOP3-Stadien."

In diesem Sinne: Auch in Zukunft wird es im Audi Sportpark vielleicht einmal wieder "Licht aus & Spot an" für einen spannenden Samstagabend heißen!