„Der beste Stil? Der mit Erfolg!“

Heißer Kandidat für die Position vor der Abwehr: Romain Brègerie.

„Der beste Stil? Der mit Erfolg!“

Wer sich an die Duelle mit Alexander Zorniger im Vorjahr erinnert, dürfte sich auf die kommende Partie besonders freuen. Gegen RB Leizpig gab es zwei äußerst intensive Vergleiche, nun schwingt Zorniger bekanntermaßen beim VfB das Zepter. "Auf uns wartet eine interessante Begegnung. Der Gegner spielt in einer ähnlichen Art und Weise wie wir, und geht seinen Weg konsequent", weiß Trainer Ralph Hasenhüttl. Der Österreicher ist überzeugt davon, dass sich die Schwaben nicht mehr lange in unteren Tabellengefilden aufhalten werden. Die "Wende" soll am Sonntag aber noch verhindert werden. "0:0 wäre für uns sicherlich das bessere Ergebnis als für Stuttgart", hält Hasenhüttl den Ball flach.
Vier Punkte aus acht Spielen, so lautet die bisher magere Bilanz des VfB. FCI-Stürmer Moritz Hartmann warnt dennoch: "Ich habe sie beispielsweise gegen den FC Schalke intensiv verfolgt, sie stehen sicherlich nicht dort, wo sie hingehören. Wir wiederum tun gut daran, demütig an die Aufgabe heranzutreten." Nicht umsonst punkten die Schwaben in der Öffentlichkeit für ihre Spielanlage, die es bisweilen nur am "Ertrag" mangeln lässt.

Unangenehm, aggressiv, pragmatisch – nur drei Adjektive, die wiederum dem Spielstil der Schanzer zugeschrieben werden. Für Hasenhüttl steht fest: "Am besten ist der Stil, der Erfolg bringt. Für Punkte gibt es keinen Ersatz, und darum geht es. So wie heute haben wir nicht immer gespielt, es war ein mutiger und längerer Prozess."

Fest steht: Die Bezeichnung "effektiv" wird niemand verneinen. Sechs eigens erzielte Liga-Tore reichten bisher aus, um aus den acht Begegnungen 14 Punkte zu erzielen und sich vorerst weit entfernt von der unteren Tabellenregion zu bewegen. Dennoch, Demut ist weiterhin angebracht, betont auch Hasenhüttl: "Bei unserer Außenseiterrolle bleibt es bis zum Saisonende. Für uns ist einzig und allein wichtig, zum Schluss über dem Strich zu sein." Die Tabelle sei lediglich eine Momentaufnahme. "Wir sind der Aufsteiger, wollen unser Ding durchziehen. Alles andere interessiert uns wenig."

Auswärts bleiben die Schanzer wie schon zu Zweitliga-Zeiten ein "unangenehmer Gast". Drei Siege und ein Remis sprechen für sich, nun aber muss der Chef-Trainer umbauen. Favorit für die vakante "Sechserposition" (der Brasilianer Roger fällt mit Knieverletzung aus) ist Romain Brègerie. "Er legt das Spiel etwas anders an, schiebt gerne nach und sorgt für zusätzliche Torgefahr. Wir müssen ihn hinten das eine oder andere mal auch einfangen, um unsere Stabilität zu gewährleisten. Aber er zeigt mit seiner Zweikampf- und Laufstärke, dass er eine gute Option ist." Ein anderer Kanidat wäre Robert Bauer, während der 19-jährige Max Christiansen eher für "offensivere Aufgaben" geeignet wäre.

Sein Personal wollte der 48-Jährige vor versammelter Presse einmal mehr nicht im Detail verraten, fest steht jedoch, dass der Kapitän an Bord ist: "Marvin war zum Wochenbeginn ein wenig das Sorgenkind. Er hatte in der Vorwoche einen Schlag aufs Knie bekommen. Durch die Fehlbelastung wirkte sich das etwas auf den Mittelfuß aus, aber die medizinische Abteilung hat gute Arbeit geleistet und das super hinbekommen." Damit steht der angestammten Innenverteidigung Matip / Hübner nichts mehr im Weg. Die Langzeitverletzten Almog Cohen und Danilo dagegen fehlen weiterhin.

Hält die fulminante Auswärtsserie des FCI nun auch bei den Schwaben an? Alexander Zorniger, der Trainer der Gastgeber, verprach im Vorfeld jedenfalls: "Wir werden mit dem gleichen Enthusiasmus auf den Platz gehen wie immer. Wir müssen nur zur richtigen Zeit die richtigen Dinge tun." Dabei habe man in den Tagen vor der Begegnung sehr gute Erfolge in den Trainingseinheiten gesehen. Man darf also gespannt sein, wer in der Paarung am Ende Oberwasser hat. Klar ist bereits heute: An Support mangelt es unseren Schanzern nicht, rund 1500 mitreisende Fans werden Ramazan Özcan, Alfredo Morales und Co. bedingungslos anfeuern.