Elfmetertor entscheidet: Schanzer unterliegen Paderborn

Keine Punkte im Heimspiel: Unsere Schanzer mussten sich knapp geschlagen geben. (Foto: Bösl/KBUMM)

Elfmetertor entscheidet: Schanzer unterliegen Paderborn

Es sollte nicht klappen mit dem dritten ungeschlagenen Spiel in Serie: Der FC Ingolstadt 04 muss gegen den SC Paderborn eine knappe 0:1-Heimniederlage hinnehmen. Beide Teams brachten insgesamt nur wenige Abschlüsse gefährlich auf des Gegners Tor und so war ein verwandelter Foulelfmeter von Muslija das Tor des Tages (70. Minute).

Nach dem Punktgewinn gegen den SSV Jahn Regensburg ließ FCI-Coach Rüdiger Rehm gegen Paderborn die gleiche Elf starten. Eine Form von Kontinuität, die dem FCI in dieser Spielzeit verletzungsbedingt bislang leider immer wieder verwehrt geblieben war. Doch auch mit bewährtem Personal waren die Schanzer zunächst vor allem in der Defensive gefordert und mussten in der ersten Minute bereits den ersten gefährlichen Gästeabschluss hinnehmen. 

Es war insgesamt ein sehr nervöser Beginn beider Teams, doch eine Einzelaktion von Röhl brachte dann auch den FCI in der achten Minute in eine gute Position im Strafraum. Die Aktion wurde zur Ecke geklärt, die über mehrere Stationen auf dem Kopf von Musliu und am Ende in der Mitte bei Schmidt landete – dessen Fallrückzieher aus sechs Metern landete jedoch genau in den Armen von SCP-Keeper Huth. Drei Minuten später war der Schanzer Angreifer erneut im Mittelpunkt, brach alleine durch, stand aber knapp im Abseits. Nach der auffällig unruhigen Anfangsphase stabilisierten sich die beiden Kontrahenten etwas und standen sicherer, was allerdings zur Folge hatte, dass auch Torraumszenen vorerst eher Mangelware blieben.

Ohne Tore in die Pause
Erst in der 32. Minute wurde es wieder brenzlig, weil Pick clever den Ball im gegnerischen Strafraum stibitzte. Er entschied sich aber gegen den Abschluss, legte quer für Eckert Ayensa, der nach einem Haken den Ball über das lange Eck hinweg zog. Gegen spielerisch hochveranlagte Gäste gelang es den Schanzern nach dem wackligen Beginn in der Folge außerordentlich gut, die Angriffsbemühungen von Srbeny und Co. zu unterbinden. Den eigenen Nadelstichen fehlte aber meist noch die Präzision. So auch bei Eckert Ayensas Drehschuss nach 37 Minuten – zwar setzte er sich schön im Eins-gegen-Eins durch, traf das Spielgerät dann aber nicht voll. Im Anschluss verbuchten die Schanzer noch weitere längere Ballbesitzphasen, spielten sauber hinten raus, kamen aber nicht zwingend genug in den Strafraum. Einen Angriff hatten auch die Gäste noch parat, Jendrusch parierte den Srbeny-Kopfball aber stark. Weil der letzte vielversprechende FCI-Angriff in der ersten Hälfte abgepfiffen wurde, ging es ohne Tore in die Kabinen. 

Ohne Wechsel ging es in den zweiten Durchgang, in dem die Gäste durch einen Freistoß die erste Gelegenheit hatten, der FCI stand aber gut und verbuchte kurz darauf durch einen Kopfball von Eckert Ayensa ebenso seinen ersten Akzent in der zweiten Halbzeit (49.). Sechs Minuten später versuchte sich Srbeny mit einem ansatzlosen Lupfer, hob den Ball aber knapp über das Tor. Erneut im Gegenzug der FCI: Ein starker Angriff über links landete im Strafraum bei Pick, dem der Ball aber in bester Position unglücklich an das Standbein sprang (56.). Danach zog Coach Rehm den ersten Doppelwechsel und brachte Bilbija und Kutschke für Gebauer und Eckert Ayensa positionsgetreu auf den Platz (59.). Zunächst waren die Schwarz-Roten aber wieder defensiv gefordert: Mit vereinten Kräften klärten Antonitsch, Heinloth und Co. zwei Versuche der Ostwestfalen (64.).

Ein Strafstoß bringt die Gäste-Führung
Auch in Halbzeit Zwei wurde Fußball vor allem gearbeitet, keines der beiden Teams wollte zu früh ins ganz große Risiko gehen und so war es ein Elfmeterpfiff, der für das erste Tor des Spiels sorgte. Nach einem Ballverlust konterte Paderborn schnörkellos, Preißinger zog das Foul gegen Srbeny und Muslija verwandelte den Strafstoß eiskalt (70.). Die Schanzer antworteten mit einem schönen Röhl-Zuspiel auf Schmidt, doch dessen Querpass auf den einschussbereiten Kutschke entschärfte Ex-Schanzer Frederic Ananou noch in höchster Not. Zur Schlussviertelstunde nahmen die Schanzer den nächsten Doppelwechsel vor: Sulejmani und Gaus kamen für Röhl und Pick (76.).

Durch gutes Pressing kam Schmidt zur nächsten Chance im Spiel, der Ball rutschte ihm halbrechts im Strafraum aber über den Spann (80.). Insgesamt übernahmen die Schanzer in den Schlussminuten weitestgehend das Heft des Handelns, versuchten Lücken in der nun etwas kompakteren SCP-Defensive zu finden und brachten mit Andres Poulsen für Dominik Franke nochmal Schwung über links (84.). Sulejmani hatte mit einem Kopfball noch die beste FCI-Gelegenheit in den Schlussminuten, doch Huth war auf seinem Posten (89.). Gegen aufmachende Schanzer konterten die Paderborner beinahe zur Vorentscheidung, Jendrusch konnte sich aber gegen den durchgebrochenen Muslija behaupten. Auf der anderen Seite war kein Durchkommen mehr für den FCI und so war die Heimniederlage nicht mehr zu verhindern.

Am kommenden Freitag muss die Rehm-Elf zum Flutlichtspiel beim Karlsruher SC (Anpfiff: 18.30 Uhr) antreten. 

Aufstellung FCI: Jendrusch – Franke (84. Poulsen), Musliu, Antonitsch, Heinloth – Pick (76. Sulejmani), Preißinger, Röhl (76. Gaus), Gebauer (59. Bilbija) – Eckert Ayensa (59. Kutschke) , Schmidt

Tore: Muslija (70./FE)

Gelbe Karte: Srbeny (36.), Franke (47.), Heinloth (54.), Pick (64.)

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