Hinterseer: „Herschenken werden wir gar nichts!“

Lukas Hinterseer will den Schanzern ein paar Punkte unter den Weihnachtsbaum legen (Foto: Bösl/KBUMM)

Hinterseer: „Herschenken werden wir gar nichts!“

Hartes Training statt besinnliche Adventszeit: Unsere Schanzer wollen nach der Niederlage in Bremen schnellstmöglich zurück in die Erfolgsspur. Dazu möchten unsere Schwarz-Roten vor der Winterpause noch möglichst viele Punkte sammeln, um ihre Ausgangssituation im Kampf um den Klassenerhalt zu verbessern. Keine leichte Aufgabe, denn mit Aufsteiger Leipzig kommt am Samstag (Anstoß 15.30 Uhr) der Tabellenführer nach Ingolstadt. Wir haben mit Stürmer Lukas Hinterseer über die erste Niederlage unter Chefcoach Maik Walpurgis, das anstehende Duell mit den Sachsen und seine Ziele bis Weihnachten gesprochen. Viel Spaß!
fci.de: Servus Lukas! Auch wenn ihr definitiv nicht das schlechtere Team wart, habt ihr am Samstag in Bremen mit 1:2 verloren. Wie habt ihr die erste Niederlage nach zwei starken Auftritten mit vier Punkten weggesteckt?

Lukas Hinterseer: Das war sehr enttäuschend. Wir wollten in Bremen punkten und mindestens einen Zähler mitnehmen. Ich denke auch, dass wir das spätestens nach der zweiten Halbzeit verdient gehabt hätten. Wir haben am Ende nochmal richtig Druck gemacht, leider hat es nicht gereicht. Wir haben gegen einen direkten Konkurrenten verloren und gegen Wolfsburg leider nur einen Zähler geholt – auch hier wäre mehr drin gewesen, weil wir genügend Chancen hatten. Aber ich denke, dass die Mentalität der Mannschaft definitiv stimmt und wir gezeigt haben, dass mit uns zu rechnen ist.

fci.de: Wie hast du die letzten Wochen erlebt und was hat sich für dich nach dem ersten Saisonsieg verändert?

Hinterseer: Unter einem neuen Trainer bekommt jeder Spieler eine neue Chance, sich zu präsentieren. Wir hauen uns im Training voll rein und jeder will sich beweisen, was den Konkurrenzkampf verschärft. Auch nach der Niederlage in Bremen ist die Stimmung im Team gut und jeder hat Spaß, auch wenn es intensive Trainingseinheiten sind, die wir absolvieren. Aber nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern auch in der Liga wollen wir die Freude am Fußball nicht verlieren, ich denke, das hat man uns in den letzten Partien angemerkt.

fci.de: Mit Leipzig kommt der Tabellenführer der Bundesliga am Samstag in den Audi Sportpark. Wie nimmst du die Sachsen war und was erwartest du für eine Partie?

Hinterseer: Leipzig ist kein normaler Aufsteiger – wer das bis jetzt noch nicht kapiert hat, der hat leider den Fußball nicht verstanden. Sie spielen einen attraktiven und schnellen Fußball, außerdem schalten sie sehr gut zwischen Defensive und Offensive um. Sie haben einen qualitativ hochwertigen Kader und gerade geht bei ihnen eben alles zusammen.

fci.de: Wie wollt ihr den Siegeszug des Aufsteigers beenden?

Hinterseer: Wir haben gegen vermeintlich große Mannschaften immer gezeigt, dass wir ihnen Kopfschmerzen bereiten können. Das wird am Samstag nicht anders sein und unser Ziel ist kein anderes, als es Leipzig so schwer wie möglich zu machen. Wir wollen den ganzen Leuten, die jetzt denken: „Der Letzte muss gegen den Ersten doch eine Klatsche bekommen“ zeigen, dass es hier kein Selbstläufer wird. Wir werden befreit aufspielen und wollen dieses Spiel gewinnen. Herschenken werden wir gar nichts!

fci.de: Heute ist Nikolaus und so langsam kommt der 24. Dezember näher. Bist du ein großer Fan der Weihnachtszeit?

Hinterseer: Ja, das schon, aber ich denke so richtig Festtagsstimmung kommt erst ab dem Urlaub bei uns auf. Gerade bei meiner Familie in Österreich ist es natürlich etwas Besonderes, wenn Schnee liegt und etwas Besinnlichkeit einkehrt. Aber bis dahin wollen wir uns definitiv noch ein paar Punkte verdienen, die wir unter den Christbaum legen können.

fci.de: Vielen Dank und viel Erfolg gegen Leipzig!