Keller: „Gezeigt, dass wir kicken können – so muss es weitergehen!“

Aktuell eine wichtige Säule im Zentrum: FCI-Eigengewächs Thomas Keller. (Foto: Bösl / KBUMM)

Keller: „Gezeigt, dass wir kicken können – so muss es weitergehen!“

Sieben Saisoneinsätze, keine Niederlage: Immer wenn Thomas Keller in dieser Spielzeit bisher auf dem Platz stand, blieb der FCI am Ende ungeschlagen – bei den zwei Niederlagen verharrte er jeweils auf der Bank. Wie sehr das wirklich zusammenhängt, bleibt offen, doch nicht umsonst stand er nun in den letzten fünf Partien jeweils über 90 Minuten auf dem Feld. Woran er gearbeitet hat, was wir aus dem Wiesbaden-Spiel mitnehmen & was nun entscheidend ist.

fci.de: Servus, Thomas! Fünfmal in Folge standest du zuletzt in der Startelf des FC Ingolstadt 04. In der vergangenen Spielzeit insgesamt siebenmal. Gute Quote bisher, oder?

Thomas Keller: „Total! Es freut mich riesig, dass der Trainer mir das Vertrauen schenkt. Es stimmt, dass ich gegen Ende der vergangenen Saison eine Phase hatte, in der ich nicht mehr gespielt habe, aber umso mehr freut es mich, dass ich nun die Chancen bekommen. Ich habe im Training und Zuhause sehr hart dafür gearbeitet. Jetzt bin ich einfach froh, dass das belohnt wurde und ich dem Team auf dem Platz dabei helfen kann, Erfolge einzufahren.“

fci.de: Was hat sich den bei dir im Vergleich zur letzten Saison geändert? Tomas Oral hatte zuletzt angedeutet, dass du intensiv an deiner Physis gearbeitet hast.

Keller: „Ich habe sehr viel im läuferischen Bereich gemacht, gerade durch Corona war es möglich, nochmal ganz individuell daran und an der allgemeinen körperlichen Verfassung zu arbeiten. Das hat mich auf jeden Fall weitergebracht, ich fühle mich momentan wirklich total fit und konnte da ein oder anderen Stellschraube drehen.“

fci.de: Du hast dich nun auf der Sechser-Position nun festgespielt. Doch da sind wir ja auch relativ flexibel, ob Doppel-Sechs oder eher als Abräumer vor der Abwehr als einer von drei zentralen Mittelfeld-Akteuren. Wie kommst du mit der Rolle zurecht?

Keller: „Das hängt natürlich immer alles mit dem Gegner zusammen, denn auch nach dem richtet sich unser System und wie wir unsere Stärken bestmöglich einbringen wollen. Mir persönlich ist es ehrlich gesagt relativ egal, ich fühle mich auf der Doppel-Sechs genauso wohl wie alleine vor der Kette, wobei ich auch in einem Duo eher den Defensiv-Part übernehme. Ich denke dort kann ich meine Stärken im Zweikampf- oder Kopfballduell gut einbringen, aber auch bei der Spieleröffnung unterstützen. 

fci.de: Seitens der FCI-Fans kam viel Lob für euren Auftritt gegen Wehen-Wiesbaden. Wie hast du es gesehen?

Keller: „Gerade was das Spielerische angeht, haben wir eine Steigerung gezeigt. Klar, wenn du 4:1 gewinnst sind alle glücklich. Doch ich finde, über das Spiel hinweg war es nicht immer so deutlich. Wir haben nach wie vor Luft nach oben. Es waren gute Ansätze da, aber nicht über 90 Minuten – und da wollen wir hinkommen. Über die volle Spielzeit eine gute Balance zwischen langen Bällen, Kurzpassspiel und sauberem Verteidigen.

fci.de: Es war sehr auffällig, wie bewusst ihr gerade am Anfang den kurzen, ruhigen Pass gesucht habt. Hat es in der letzten Trainingswoche in irgendeiner Form „Klick“ gemacht?

Keller: „Wir arbeiten schon länger intensiv daran. Es ist nicht so, dass wir im Training über eine Stunde nur lange Bälle schlagen. Auch hier kommt es auf den Gegner an, denn du kannst nicht immer ruhig hinten rausspielen. Türkgücü hat zum Beispiel sehr hoch gepresst, da ist dann auch ein gewisses Risiko dabei, wenn es nur kurz gehen soll. Gegen Wiesbaden hat man gesehen, dass wir alle kicken können. Darauf bauen wir auf, so muss es weitergehen.“

fci.de: Die perfekte Überleitung zu Mannheim: Wie gehen wir es gegen diesen unbequemen Gegner an?

Keller: „Das A und O wird sein, dass wir eher noch einen Schritt mehr als weniger gehen müssen. Ein Auswärtsspiel in Mannheim ist richtig schwer, ich erwarte ein kampfbetontes Spiel. Wirklich jeder weiß, wie eng die Spiele in dieser Liga sind und deshalb kommt es einmal mehr auf die Details an. Das heißt für uns: Wir müssen erneut voll abliefern, sonst gibt es dort nichts zu holen.“