Max Christiansen: „Wir müssen mit Mut & Überzeugung spielen!“

Ersetzte beim Spiel der Schanzer in Berlin den derzeit verletzten Almog Cohen: Mittelfeldspieler Max Christiansen. (Foto: Meyer/KBUMM)

Max Christiansen: „Wir müssen mit Mut & Überzeugung spielen!“

Max Christiansen lief beim Auswärtsspiel des FC Ingolstadt 04 bei Hertha BSC zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an auf. Wie der Mittelfeldspieler die Partie erlebt hat, wie er seine bisherige Karriere einordnet und was beim Heimspiel der Schanzer gegen den FC Bayern München wichtig sein wird, hat der 20-Jährige uns beim fci.de-Interview verraten.
fci.de: Servus, Max! Wie zufrieden warst du mit deiner Leistung beim Spiel in Berlin? Wie hat die Abstimmung mit deinen Teamkollegen funktioniert?

Max Christiansen: Es hat auf jeden Fall großen Spaß gemacht, wieder einmal von Anfang an spielen zu dürfen. Ich habe aus meiner Sicht ein relativ gutes Spiel gemacht, dafür dass es mein erstes Spiel von Anfang an war in dieser Saison. Die Jungs haben mir während der Partie super geholfen und ich habe mich so auf dem Platz sehr wohl gefühlt. Natürlich gibt es immer Entwicklungsmöglichkeiten. Vor allem ist es wichtig, dass wir als Team vom Anpfiff bis zum Abpfiff hochkonzentriert und wach sind. Für mich persönlich ist es wichtig, in den Rhythmus zu kommen und regelmäßig Spielminuten zu sammeln.

fci.de: Am Wochenende spielt ihr gegen Weltstars vom FC Bayern München wie Arjen Robben, Thiago und Robert Lewandowski. Schüchtern dich solche Namen ein oder motiviert dich das zusätzlich?

Christiansen: Wenn man gegen solche Nationalspieler spielen darf, dann motiviert das einen auf jeden Fall zusätzlich. Aber eigentlich ist jedes Spiel in der Bundesliga etwas Besonderes und wir freuen uns total darauf, uns mit Top-Mannschaften und Top-Spielern messen zu können. Auch gegen Bayern München trauen wir uns zu, etwas zu holen. In den letzten Spielen gegen den FCB haben wir bewiesen, dass wir sie vor Probleme stellen können. Deshalb sind wir sehr optimistisch!

fci.de: Von der Jugend des F.C. Hansa Rostock mit den Schanzern in die Bundesliga und in die Junioren-Nationalmannschaften des DFB. Musst du dich manchmal zwicken, wenn du auf deinen bisherigen Weg zurückblickst?

Christiansen: Es ist schon ein wenig surreal. Das war immer mein Traum und ich habe hart dafür gearbeitet, es zu schaffen. Natürlich gehört auch ein wenig Glück dazu, aber dass es letztendlich geklappt hat, habe ich mir erarbeitet. Ich bin froh, dass sich die Arbeit gelohnt hat und ich hoffe, dass ich in den nächsten Jahren verletzungsfrei bleibe.

fci.de: Wie schwer ist es, solch eine Enttäuschung wie gegen die Hertha aus dem Kopf zu bekommen?

Christiansen: Da wir zum Glück eine Woche später direkt das nächste Spiel haben, fällt es einem etwas leichter, das Erlebte zu verarbeiten. Man muss es abhaken und nach vorne schauen, auch wenn es am Tag danach schon noch weh tut. Durch Vollgas im Training und die Video-Analyse des Trainerteams gelingt uns das aber ganz gut und wir sind schnell wieder darauf fokussiert, gegen den nächsten Gegner drei Punkte zu holen.

fci.de: Nach der bitteren Niederlage in Berlin – wie soll die Überraschung beim Heimspiel gegen den deutschen Rekordmeister klappen?

Christiansen: Das Trainerteam gibt uns einen Matchplan mit auf den Weg mit einer Taktik, wie wir sie bespielen und wie wir uns jeweils in der Offensive und der Defensive verhalten wollen. Das Wichtigste ist aber aus meiner Sicht auch gegen solch ein Team mit Mut und Überzeugung zu spielen. Das haben auch die letzten Begegnungen gezeigt, dass wir dann eine gute Chance haben. Wenn uns dann noch die Zuschauer im Audi Sportpark so unterstützen wie in den letzten Heimspielen, dann hilft uns das sehr!

fci.de: Vielen Dank, Max.