Die Schanzer
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War heute auf zwei unterschiedlichen Positionen gefordert: Björn Paulsen kam als Linksverteidiger, später im zentralen Mittelfeld zum Einsatz (Foto: Marco Steinbrenner).

Punkt in Münster: Schanzer erneut mit "weißer Weste"

Am Ende ist es ein Ergebnis, mit dem beide Teams nicht so richtig zufrieden sein können. Nach einer kampfbetonten Partie am Samstagnachmittag trennten sich Preußen Münster und der FC Ingolstadt 04 schließlich mit einem 0:0-Unentschieden. Der FCI hatte mehr Möglichkeiten als die Gastgeber, doch der SCP verbuchte die dickste Chance: Fabijan Buntic parierte in der 59. unglaublich gegen Luca Schnellbacher. Immerhin: Durch das Remis bleiben die Jungs von Chefcoach Tomas Oral zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor und zum vierten Mal in Serie ungeschlagen.

Direktor Sport Michael Henke hatte bereits bei der virtuellen Pressekonferenz am gestrigen Freitag durchblicken lassen, dass der zuletzt an einer Oberschenkelverletzung laborierende Frederic Ananou noch nicht wieder in der Startformation des FC Ingolstadt 04 stehen werde. Anstelle des gebürtigen Münchners rückte entsprechend Michael Heinloth in die Viererkette und übernahm die rechte Abwehrseite. Björn Paulsen blieb – wie schon nach der verletzungsbedingten Auswechselung Ananous am Mittwoch – auf Links, während Chefcoach Tomas Oral im Mittelfeld erneut Maximilian Wolfram das Vertrauen aussprach. Auch Thomas Keller kam zum ersten Mal nach dem Re-Start der 3. Liga zu einem Startelf-Einsatz, mussten die Schwarz-Roten doch auf den gelbgesperrten Maximilian Thalhammer verzichten. Wer die Auswärtsfahrt nach Münster ebenso nicht antrat war Marcel Gaus. Der Vizekapitän hatten gegen den Chemnitzer FC die zehnte gelbe Karte gesehen.

Bei kräftezehrenden, äußeren Bedingungen – es herrschten schwüle 26 Grad – gehörte die Anfangsphase den abstiegsbedrohten Gastgebern. Eine gute Hereingabe von SCP-Kapitän Julian Schauerte gelangte zu dem heranstürmenden Luca Schnellbacher, der die Flanke schlussendlich aber nicht verwertet bekam. Stattdessen klärte Heinloth zur Ecke – doch kein Problem für Wolfram und Co. (3. Spielminute). Die Schanzer fanden zunächst schwer ins Spiel, taten sich schwer gegen die defensiv agierenden Hausherren. In der 10. Minute die erste Ecke auf Seiten der Donaustädter. Wolfram trat an, brachte die Kugel hoch hinein in den Strafraum – doch auch der Nachschuss von Krauße bedeutete keine Gefahr für die Münster-Defensive.

Die Anspannung beider Teams war spürbar, so tasteten sich beide Mannschaften heran – Großchancen waren dagegen eher Mangelware. Zwar gewann Dennis Eckert Ayensa in der 12. Minute erneut ein wichtiges Kopfballduell und verlängerte für den bis dato eher offensiv agierenden Filip Bilbija, doch die Hausherren brachten noch den Körper dazwischen. Erst als es Ingolstadts Deutsch-Spanier gelang zwei Gegenspieler auszustanzen, wurde es brandgefährlich: Sein harter Schuss ging an die linke Seite des Außennetzes (15.). Kurze Zeit später wieder die in Weiß auflaufende Truppe von Tomas Oral. Robin Krauße bediente Eckert Ayensa, der ablegte auf Wolfram. Letzterer zog mit seinem starken linken Fuß ab, traf aber nur die Hacke von Mitspieler Bilbija, der unglücklich ins Aus abfälschte (22.).

Nach dieser Szene wurde die Partie für eine kurze Getränkepause unterbrochen. So begaben sich beide Teams  Richtung Bank und griffen zur personalisierten Wasserflasche (23.). Nach dem kurzen Durchatmen auf beiden Seiten die Münsteraner am Zug. Während Fabijan Buntic vor dem heraneilenden Schnellbacher klären konnte (25.), war es nach einer SCP-Ecke an Stefan Kutschke und Heinloth das Spielgerät zu entschärfen (27.). Wenig später trat der Deutsch-Kroate im Kasten der Schanzer wiederholt in Erscheinung als Schnellbacher allein vor ihm auftauchte (31.).

In der Endviertelstunde der ersten Halbzeit kontrollierten nun wieder die Ingolstädter – insbesondere in Sachen Ballbesitz – das Geschehen. Immer wieder Eckert Ayensa im Zusammenspiel mit Bilbija, die die SCP-Defensive forderten (34., 35.). Als der 23-Jährige Kölner schließlich von den Beinen geholt wurde, kam es zu einer ähnlichen Freistoßsituation wie schon gegen die SpVgg Unterhaching. Demnach ein Ball für den zuletzt von Tomas Oral als "Künstler" titulierten Wolfram. Doch dieses Mal brachte der gebürtige Zwickauer seine Jungs nicht in Führung (35.). Kurz vor der Pause dann der erste verletzungsbedingte Wechsel auf Seiten der Heimelf: Philipp Hoffmann verließ das Grün, für ihn kam Lucas Cueto (38.). Auch in den darauffolgenden Minuten und der zweiminütigen Nachspielzeit blieben beiden Mannschaften echte Großchancen verwehrt - so ging es am Ende ohne Treffer in die Kabine.


Spielte in Münster von Anfang an: Ingolstadts Rechtsverteidiger Michael Heinloth (Foto: Marco Steinbrenner).

Die Schanzer kehrten unverändert aus den Katakomben auf das Spielfeld zurück. Dort ging es in den Anfangsminuten bereits heiß her, wobei die Hausherren einem Treffer näher waren. Die FCI-Abwehr kam zweimal zu spät, doch Schauerte und Kevin Rodrigues Pires konnten die ihnen sich bietenden Chancen nicht nutzen (47.). Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit gehörten den Gastgebern, sodass Nico Antonitsch, Robin Krauße und Co. von Glück sprechen konnten, nicht in Rückstand zu geraten. Oral reagierte auf die anfängliche Passivität seiner Truppe und brachte Peter Kurzweg für Thomas Keller (53.), was auch Positionsänderungen mit sich brachte: So begab sich der Eingewechselte auf die linke Abwehrseite, während Björn Paulsen ins zentrale Mittelfeld wechselte. Der FCI in dieser Phase noch ohne große Möglichkeit, um in Führung zu gehen, was sich spätestens 60 Sekunden später ändern sollte: Nach einem Freistoß landete der Ball bei Kutschke, der sich in der Gegners Hälfte frei behaupten konnte, jedoch das runde Leder nicht voll traf – Riesenchance und gleichzeitig gute Parade von Max Schulze Niehues. Dann auf der Gegenseite eine Glanztat von Buntic (59.). Nach einer Ecke setzte sich Schnellbacher im Strafraum der Schanzer durch, konnte frei vor dem FCI-Keeper abziehen, doch dieser brachte in allerletzter Sekunde seine Hand dazwischen. Glück für die Donaustädter.

Wenig später bediente sich Tomas Oral erneut seiner Bank, Caniggia Elva machte sich für eine Einwechslung bereit – er kam für Wolfram – und auch Fatih Kaya durfte anstelle von Eckert Ayensa ran (62.). Der eingewechselte Kaya war es auch, dessen Schuss von Preußen Münster geblockt wurde (66.). Doch die Ecke führte nicht zum Torerfolg, stattdessen wurden die Kehlen gegurgelt – eine erneute Trinkpause stand auf dem Programm (66.). In der 77. Minute dann die erste gelbe Karte für die Schwarz-Roten: Tobias Schröck griff zum taktischen Foul, um einen Konter Münsters zu unterbinden. Gegen Ende der Partie war es im wahrsten Sinne des Wortes ein hin und her: Immer wieder probierte es der FCI über Kurzweg, allerdings kam der finale Pass oftmals nicht bei Kaya, Kutschke, Elva sowie Bilbija an. Doch auch die Heimmannschaft kam immer wieder gefährlich nahe an das Tor von Buntic. In der 83. Minute dann eine strittige Szene: Kutschke kam im Strafraum zu Fall - doch der Kapitän zögerte zu lange, sodass er für seine Schwalbe mit Gelb sanktioniert wurde. Spannende Schlussminuten im Preußenstadion. Beide Mannschaften wirkten alles andere als müde, beide wollten die drei Punkte. Oral vollzog kurz vor der dreiminütigen Nachspielzeit den dritten Wechsel, auch Jonatan Kotzke bekam noch Einsatzzeit. Er kam für Krauße (90.). Allerdings sollte auch diese Entscheidung keine Auswirkungen auf die kampfbetonte Partie haben: Am Ende trennten sich Münster und Ingolstadt 0:0 unentschieden.

Viel Zeit bleibt den Schanzern nicht, um über den Auswärtspunkt nachzudenken: Am Dienstag steht das nächste Duell an. Und was für eines: Gegner im Audi Sportpark ist Eintracht Braunschweig (19.00 Uhr), die Niedersachsen verbringen das Wochenende nach einem Last-Minute-Erfolg gegen Großaspach auf einem Aufstiegsplatz...

FCI: Buntic – Paulsen, Schröck, Antonitsch, Heinloth – Wolfram (62. Elva), Krauße (90. Kotzke), Keller (53. Kurzweg), Bilbija – Eckert Ayensa (62. Kaya), Kutschke (C)

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