Schanzer trotzen dem VfL Wolfsburg

Lieferte den Wölfen einen großen Kampf und hatte sogar die Führung auf dem Fuß: Mathew Leckie im Duell (Foto: Bösl)

Schanzer trotzen dem VfL Wolfsburg

Der erste Punktgewinn in der Bundesliga-Geschichte des Audi Sportparks ist perfekt: Mit einer couragierten und leidenschafltichen Mannschaftsleistung trotzte der FCI dem Championsleague-Teilnehmer und Vizemeister VfL Wolfsburg beim 0:0 vor ausverkauften Heimrängen einen Zähler ab. In der ersten Halbzeit verbuchten die Donaustädter sogar ein Chancenplus und überstanden die Druckphase des Favoriten in Halbzeit Zwei, so dass die Fans einen verdienten ersten Punkt zu Hause feiern durften.

Die Schanzer versteckten sich in der Anfangsphase keineswegs und legten mit aggressivem Gegenpressing los. In Minute vier kombinierte sich der FCI erstmals in den gegnerischen Strafraum. Moritz Hartmann passte den Ball über rechts zu Pascal Groß, der in zentraler Position im Sechzehner zu Fall gebracht wurde – der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Auch in der siebten Minute verbuchten die Schanzer eine gute Möglichkeit, als Marvin Matip nach einem Freistoß von Pascal Groß am höchsten stieg und den Ball nur knapp über das Tor köpfte. In Minute 10 verhinderte Ramazan Özcan die erste Gelegenheit für die Gäste: Marvin Matip verschätzte sich im Kopfballduell gegen Julian Draxler, der daraufhin alleine vor Özcan auftauchte. Der Österreicher blieb aber aufmerksam, rückte heraus und bereinigte die Situation im direkten Duell. Die Schanzer blieben bei ihrer mutigen Spielweise und hätten auch in Minute 20 in Führung gehen könne, als Mathew Leckie einen schnellen Konter einleitete und über links einen Moment zu spät ins Zentrum passte, wo Moritz Hartmann frei gestanden wäre. So fiel der Ball Ricardo Rodriguez vor die Füße, der klärte.

Die erste gelbe Karte der Partie sah Joshua Guilavogui, der im Duell mit Roger deutlich zu spät kam und den Brasilianer legte, der daraufhin kurz behandelt werden musste (27. Minute). Die Schanzer erarbeiteten sich nach wie vor ein Chancenplus und sorgten durch Mathew Leckie und Lukas Hinterseer immer wieder für Torgefahr. In der 34. Minute sah auch Alfredo Morales den Karton, als er im Luftduell mit Christian Träsch den Ellbogen zu Hilfe nahm. Wolfsburgs Naldo blieb kurz darauf in einer identischen Szene unbestraft. In den ersten 45 Minuten trotzten die Schanzer dem Favoriten aus Wolfsburg mit einer couragierten Teamleistung und hätten durchaus verdient führen können. Dementsprechend sah sich FCI-Coach Ralph Hasenhüttl zu keinen Wechseln veranlasst. Auch Wölfte-Trainer Dieter Hecking schickte seine Startelf unverändert zurück aufs Feld.

Auch in der zweiten Halbzeit waren es die Schanzer, die den ersten Torschuss verbuchten: Pascal Groß ließ über links zwei Gegenspieler stehen und brachte den Ball scharf vor das Gehäuse, wo der Ball vorerst abgeblockt wurde. Die Kugel kam jedoch zu Roger, der per strammem Schuss aus 20 Metern nur an VFL-Schlussmann Benaglio scheiterte. Auf der anderen Seite entschärfte Ramazan Özcan einen gut platzierten Schuss von Luiz Gustavo aus der zweiten Reihe (51. Minute). Die Gäste kamen nun besser in die Partie, unterbanden vorerst das Ingolstädter Offensivspiel und kamen zu drei Eckbällen in fünf Minuten, die aber allesamt gut von den Schanzern verteidigt wurden. Hasenhüttl reagierte und brachte mit Stefan Lex für Moritz Hartmann frisches Blut in die Offensive (62. Minute). Auch Dieter Hecking vollzog seinen ersten Wechsel und brachte in der 67. Minute Max Kruse für André Schürrle. Hasenhüttl legte nach und wechselte Almog Cohen für Lukas Hinterseer ein (68. Minute). Hecking wechselte noch einmal offensiv und brachte Nicklas Bendtner für Bas Dost (71.).

Der VfL Wolfsburg machte weiter Druck, die Schanzer hielten leidenschaftlich dagegen und konnten Nadelstiche setzen: Mathew Leckie schnappte sich den Ball und ließ durch einen bestechenden Antritt in der 77. Minute alle Verfolger stehen. Am Schluss wurde der Winkel zum Tor jedoch zu steil, so dass der Australier auf rechts zu Pascal Groß spielte, dessen gute Flanke vors Tor aber geklärt werden konnte. Dieter Hecking zog in der 82. Minute seinen letzten Trumpf und brachte Maximilian Arnold für Luiz Gustavo. Ramazan Özcan verhinderte kurz darauf den Rückstand, als er einen Freistoß von Naldo aus gefährlicher Position parierte. Ralph Hasenhüttl vollzog ebenfalls seinen letzten Wechsel und schickte Elias Kachunga für Mathew Leckie in die Schlussphase (85. Minute). Die Wölfe drängten nun auf die Entscheidung, doch der FCI hielt dagegen und entschärfte einen Angriff nach dem anderen. So überstanden die Schanzer auch die zwei Minuten Nachspielzeit, die mit einer verteidigten Ecke für den VFL endete und fahren einen Punkt gegen den Championsleague-Teilnehmer ein.

Bereits am Samstag, den 19. September geht es für unseren FCI weiter im Bundesliga-Betrieb. Dann reisen die Schanzer in den hohen Norden: Um 15.30 Uhr ist Anpfiff gegen den SV Werder Bremen im Weserstadion.

FC Ingolstadt 04:
Özcan – Levels, Matip (C), Hübner, Suttner – Groß, Roger, Morales – Hartmann (62. Lex), Hinterseer (68. Cohen), Leckie (85. Kachunga)

VFL Wolfsburg:
Benaglio (C) – Träsch, Naldo, Dante, R. Rodriguez – Guilavogui, Luiz Gustavo (82. Arnold) – D. Caligiuri, Draxler, Schürrle (67. Kruse) – Dost (71. Bendtner)