Stefan Lex: „Es ist und bleibt eine Momentaufnahme“

Stand in Frankfurt wieder in der Startelf: Flügelflitzer Stefan Lex. (Foto: Bösl)

Stefan Lex: „Es ist und bleibt eine Momentaufnahme“

Chefcoach Ralph Hasenhüttl rotierte für das Spiel in Frankfurt ordentlich und brachte gleich sechs „Neue“ in seiner Startformation. Auch Stefan Lex bekam die Chance sich zu beweisen und lieferte eine klasse Partie ab, auch wenn ihm der Treffer zum 2:0 denkbar knapp nicht gelang. Dennoch half er über 90 Minuten mit, den wichtigen Zähler aus Frankfurt zu entführen und so den neunten Tabellenrang zu verteidigen. Wir haben uns mit dem sympathischen Erdinger über die Englische Woche, das Spiel gegen die Eintracht und den spannenden Kampf um den Klassenerhalt unterhalten. Außerdem wagen wir eine kleine Vorausschau auf das nächste Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. Viel Spaß!
fci.de: Servus Stefan! Du hast gestern wieder ein Spiel über die komplette Distanz bestritten – wie war es, wieder 90 Minuten auf dem Platz zu stehen und wie fällt dein Fazit zur Partie aus?

Stefan Lex: Die Power hat auf jeden Fall gereicht, wir trainieren dafür, dass wenn wir die Chance bekommen auch 90 Minuten lang zeigen, was wir können. Wir haben viel richtig gemacht, ein paar Dinge waren wiederum nicht so gut. Wir haben mehr zugelassen als sonst, dafür aber auch eine Vielzahl an Chancen gehabt. Wir hätten das Spiel lange Zeit gewinnen, in der Schlussphase aber auch verlieren können. Unter dem Strich zählt aber nur, dass wir mit dem Punkt besser leben können und Frankfurt auf Distanz gehalten haben.

fci.de: Stichwort Chancen: Du selbst hattest eine sehr gute Möglichkeit zum 2:0, auch Moritz Hartmann und Marvin Matip hätten beinahe den zweiten Treffer erzielt. Wäre das die Entscheidung gewesen?

Lex: Ich glaube, wenn wir unsere sehr gute Phase in der ersten Halbzeit genutzt hätten, dann wäre mehr drin gewesen. Moritz hatte wie erwähnt die Chance und ich hatte auch eine sehr gute Möglichkeit. Das sollte oder muss man dann einfach machen, weil ein 1:0 nie ein komfortables Polster ist. Auch in der zweiten Halbzeit hatten wir Chancen, allerdings sind wir in der Schlussphase in Unterzahl wirklich unter Druck geraten, so dass wir mit dem Punkt sehr zufrieden sind.

fci.de: Wie fällt dein Fazit zur Englischen Woche aus?

Lex: Wir haben kein Spiel verloren, das war sehr wichtig für uns, weil es gegen drei direkte Konkurrenten ging. Wir haben alle auf Distanz halten können und stehen mit acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang bei neun verbleibenden Partien sehr gut da. Also alles in allem sind wir sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

fci.de: Es bleibt also nach dem 25. Spieltag festzuhalten: Der FCI steht mit 32 Punkten auf Rang neun glänzend da. Natürlich ist damit noch nichts erreicht, aber hättest du erwartet, dass die Ausgangslage neun Spiele vor Schluss so gut ist?

Lex: Auf keinen Fall! Ich wusste immer, dass wir eine tolle Mannschaft haben und nach den ersten Spielen haben wir gemerkt, dass wir in der Liga mithalten können. Dass wir zum jetzigen Zeitpunkt in der oberen Tabellenhälfte stehen, hätte niemand erwartet. Es ist und bleibt trotzdem nur eine schöne Momentaufnahme für uns. Die Gegner hinter uns punkten Woche für Woche und wenn wir uns auf dem Rang ausruhen würden, dann kann es ganz schnell wieder runter gehen. Wir dürfen nicht nachlassen, bis wir den Klassenerhalt geschafft haben. Falls dann noch Zeit sein sollte, kann man sich über den Tabellenrang freuen. Vorher nicht.

fci.de: Für das Spiel gegen Frankfurt hat Ralph Hasenhüttl in der Startelf ganze sechs Veränderungen vorgenommen. Warst du selbst ob der Zahl der Wechsel überrascht?

Lex: Wir haben es am Freitag erfahren und waren natürlich ein bisschen überrascht. Aber wie gesagt: Wir funktionieren nur als Team und sind glücklich, dass jeder seine Chance bekommt. Die Jungs, die vielleicht manchmal nicht sofort zum Zug kommen, trainieren dafür, die Chance zu bekommen und sich zu präsentieren. Gegen Frankfurt haben wir gezeigt, dass wir auch mit einer geänderten Formation bestehen können und wie wichtig jeder einzelne im Team ist. Wir wissen alle was zu tun ist, um in dieser Liga zu punkten. Unsere Stärke ist, dass alle unser Spielsystem verinnerlicht haben und dass wir nicht ein riesiges Gefälle haben. Es sind minimale Unterschiede und jeder versucht, immer nah dran zu sein.

fci.de: Nächstes Wochenende kommt der VfB Stuttgart auf die Schanz. Die Schwaben sind gerade richtig gut in Form, was erwartet ihr für das Spiel am Samstag?

Lex: Es ist, wie in den letzten Spielen, ein direkter Konkurrent, deshalb wollen wir mindestens einen Punkt holen. Wir wollen uns von niemandem einholen lassen und eingeholt werden wir dann nicht, wenn sie gleich viele oder weniger Punkte mit nach Hause nehmen. Stuttgart ist in einer guten Form, trotzdem sollte man auch nicht vergessen, dass es sehr schwer im Jahr 2016 ist, Punkte aus dem Audi Sportpark zu entführen. Wir wollen an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und punkten, dann bin ich sehr zufrieden.

fci.de: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg für den Klassenerhalt!