Tobias Schröck: „Wir müssen das Ruder noch einmal herumreißen!“

Hat den Klassenerhalt fest im Blick: Tobias Schröck (Foto: Bösl/KBUMM).

Tobias Schröck: „Wir müssen das Ruder noch einmal herumreißen!“

Das Ziel ist klar: Am kommenden Sonntag (Anpfiff: 15.30) wollen sich die Schanzer beim Auswärtsspiel in Braunschweig endlich den Klassenerhalt sichern. Nach zuletzt zwei Niederlagen und einer schwachen Leistung am vergangenen Sonntag gegen Kiel, sprach Innenverteidiger Tobias Schröck mit fci.de über das Duell mit den Störchen sowie die Partie gegen Eintracht Braunschweig. Er stellte klar: „Wir wollen das Ruder noch einmal herumreißen!“ 

fci.de: Servus, Tobi! Am Sonntag setzte es für die Schanzer eine deutliche Niederlage gegen Kiel, der vor allem in der zweiten Halbzeit eine schwache Mannschaftsleistung vorausgegangen war. Wie erklärst du dir den Bruch in eurem Spiel in den zweiten 45 Minuten?

Tobias Schröck: Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit eine ordentliche Partie abgeliefert haben und mit ein bisschen Glück noch vor der Pause in Führung gehen können. Nach dem Seitenwechsel und vor allem dem 1:2 haben wir es nicht mehr geschafft, unser eigenes Spiel durchzuziehen und haben vor den Toren taktische Fehler gemacht, die uns nicht passieren dürfen. Dazu kam außerdem, dass Kiel wahnsinnig effektiv war und auch deswegen verdient gewonnen hat.

fci.de: In dieser Saison gab es viele Aufs und Abs. In einigen Spielen wart ihr sehr gut, in anderen hattet ihr fast keine Chancen. Wo liegt der Grund für die fehlende Konstanz in diesem Jahr?

Tobias Schröck: Grundsätzlich ist es normal, dass es während einer Saison Ups & Downs gibt. Man hat Phasen, in denen vieles funktioniert und anschließend welche, in denen nichts mehr zu klappen scheint. Wir haben es im vergangenen Jahr nie geschafft, den Schwung aus mehreren positiven Spielen mit in die nächsten Duelle zu nehmen und hatten immer wieder Brüche in unserem Spiel. Der Ursachenkern ist schwer zu erklären. Letztendlich müssen wir die Situation jetzt ein weiteres Mal annehmen, wie sie ist und das kommende Spiel in Braunschweig positiv gestalten.

fci.de: Vor der Partie am Wochenende in Braunschweig steht ihr auch nach Aussage von Kapitän Marvin Matip „mit dem Rücken zur Wand“. Wie schafft man es, die heftige Niederlage gegen Kiel aus den Köpfen zu bekommen und sich anschließend auf das Duell mit der Eintracht zu konzentrieren?

Tobias Schröck: Wir haben das Heimspiel gegen die Störche analysiert und klar angesprochen, in welchen Situationen wir Fehler gemacht haben. Natürlich ist man nach solch einem Spiel niedergeschlagen, aber wir tun gut daran, das Duell vom vergangenen Sonntag zu vergessen und uns direkt auf das Duell mit Braunschweig zu fokussieren. Wir müssen nach den letzten beiden Niederlagen das Ruder herumreißen und am Sonntag den Klassenerhalt sichern. Das ist unser klares Ziel.

fci.de: Trotz der Leistung gegen Kiel haben euch die Fans positiv verabschiedet. Wie wichtig ist gerade in solchen Situationen der Rückhalt durch die Zuschauer im Stadion?

Tobias Schröck: Solch eine Reaktion ist absolut nicht selbstverständlich. Nach dem Spiel hätte jeder verstanden, wenn wir von unseren Fans anders verabschiedet worden wären. Als Spieler stärkt es dich trotz eines rabenschwarzen Tages, wenn du von den Zuschauern auf den Rängen weiter unterstützt wirst. Diesen Zusammenhalt brauchen wir auch in den letzten beiden Partien, um unsere Ziele zu erreichen und die Saison ordentlich ab zu schließen.