Trotz leidenschaftlichem Kampf: Schanzer unterliegen in Paderborn

Der aktive Stefan Kutschke versuchte viel, konnte sich aber leider nicht belohnen (Foto: Bösl / KBUMM).

Trotz leidenschaftlichem Kampf: Schanzer unterliegen in Paderborn

Über 90 Minuten alles reingehauen – und doch fahren die Schanzer wieder ohne Punkte nach Hause. In einer intensiven Partie, die viel zu bieten hatte, mussten sich die Ingolstädter am Ende knapp mit 1:2 geschlagen geben. Paderborns Keeper Jannik Huth parierte den von FCI-Kapitän Stefan Kutschke geschossenen Elfmeter (47.), im Anschluss stellten die SCP-Stürmer Sven Michel und Felix Platte ihre Treffsicherheit unter Beweis und erzielen innerhalb von nur neun Minuten zwei Tore (56., 65.). Die Schanzer vekürzten zwar noch durch Fatih Kaya (70.), konnten aber trotz leidenschaftlichem Einsatz nicht mehr auf 2:2-Unentschieden stellen.

Zwei Startelf-Debüts
FCI-Coach André Schubert tauschte im Vergleich zum Regensburg-Spiel auf drei Positionen. Jonatan Kotzke rückte für Nils Röseler in die Innenverteidigung und feierte sein Startelf-Debüt in dieser Saison. Ebenfalls zum ersten Mal von Anfang an dabei: Maximilian Beister. Er nahm die Position von Merlin Röhl ein. Zuletzt meldete sich auch der Schanzer Kapitän, Stefan Kutschke, nach überstandenem Magen-Darm-Infekt zurück und rückte für Fatih Kaya in die Startformation.

Offenes Visier auf beiden Seiten
Beiden Teams waren von Beginn an aktiv und spielten auf das erste Tor. So war es in der 9. Minute zum ersten Mal Paderborn-Stürmer Sven Michel, der die Kugel nach einer Eckball-Variante links am Tor vorbeischob. Im direkten Gegenzug dann auch die erste FCI-Chance: Denis Linsmayer flankte gefühlvoll in die Mitte, wo „Kutsche“ den Ball in Rückenlage über den Querbalken jagte (9.). Wenige Minuten später wurde es dann zum ersten Mal so richtig gefährlich im Sechzehner der Paderborner (16.): Marcel Gaus verlängerte einen hohen Pass per Kopf auf Beister, der aus linker Strafraumposition abzog – doch SCP-Torwart Huth konnte den Ball entschärfen. Kurz darauf konnte sich auch FCI-Keeper Fabijan Buntic zum ersten Mal auszeichnen, als er – nach einem abgefälschtem Torschuss – überragend reagierte und mit seinem Oberschenkel den 0:1-Rückstand verhinderte (22.). Paderborn hatte nun mehr Spielanteile und kam immer wieder gefährlich vor das Donaustädter Gehäuse. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite, verpassten gleich drei Offensivspieler den Abschuss (26.). Nur eine Zeigerumdrehung später war Keeper Buntic, nach einem strammen Fernschuss, erneut zur Stelle.

Ingolstadt hält mit
Die Schanzer ließen sich von den Paderborner Gelegenheiten nicht verunsichern und kamen in der Folge ebenfalls zu zahlreichen guten Möglichkeiten: Der aktive Beister hatte nach einem Marc-Stendera-Pass die große Chance zur Führung, als er am linken Strafraumeck zum Abschluss kam. Allerdings rutschte ihm das Leder in letzter Sekunde über den Schlappen (31.). Kurze Zeit später erreichte eine Gaus-Flanke Kutschke, der die Kugel aber nicht im Tor unterbringen konnte (39.). Die letzte Aktion vor der Halbzeit gehörte erneut den Gästen, doch Paderborn-Torwart Huth war bei einem Fernschuss unserer Nummer 30 zur Stelle, sodass es mit einem 0:0 in die Kabine ging.

Blitz-Elfmeter nach Wiederanpfiff
Die zweite Hälfte startete turbulent: Keine zehn Sekunden waren im zweiten Durchgang gespielt, ehe Schiedsrichter Bastian Dankert auf den Punkte zeigte. Maxi Beister wurde im SCP-Sechzehner am linken Fuß getroffen, sodass der FCI die große Chance auf den Führungstreffer hatte. Keeper Huth erahnte jedoch die rechte Ecke und parierte den Elfmeter von Kutschke (47.). Die Schanzer machten dennoch mutig weiter und so landete die Kugel nach einem platzierten Schuss von Beister im Tor der Paderborner. Der Ingolstädter Jubel währte jedoch nicht lange, da das Schiedsrichtergespann zuvor auf Abseits entschieden hatte (52.).

Ingolstädter Rückstand aus dem Nichts
Bis dahin gehörte die zweite Halbzeit zweifelsohne ausschließlich dem FCI. Umso bitterer war es, als Paderborn-Stürmer Michel nach einer Einzelleistung das 1:0 für die Heimmannschaft erzielte: Ron Schallenberg flankte von der rechten Seite in die Mitte, im hinteren Teil des Strafraums lauerte Michel und traf aus 14 Metern ins lange Eck – und damit auch ins Ingolstädter Herz. Wenig später schlugen die Ostwestfalen erneut eiskalt zu (65.) und erhöhten auf 2:0: Michel legte auf der linken Seite für Marco Schuster ab, der Mittelfeldmann spielte den Ball flach an den Fünfmeterraum, Felix Platte lief ein und musste nur den Fuß hinhalten.

Anschlusstreffer
Trotz der zwei unglücklichen Gegentore steckten die Donaustädter nicht auf. André Schubert brachte mit Fatih Kaya – kam für Denis Linsmayer – frischen Wind für die Offensive (68.). Und unsere Nummer 9 fügte sich sofort gekonnt ins Spiel ein: Gerade einmal drei Minuten in der Partie, erzielte der Stürmer den 1:2-Anschlusstreffer. Nach einem Diagonalpass von Beister nahm Kaya die Kugel rund 40 Meter vor dem Tor an – ohne jegliche Gegenwehr der Gastgeber. Ein Dribbling, ein flacher Linksschuss aus der zweiten Reihe – das 1:2! Dass Kaya über enorme Joker-Qualitäten verfügt, stellte er in dieser Saison zuvor bereits gegen Sandhausen oder im Pokal gegen Aue unter Beweis. Kurze Zeit später trat der Offensivmann erneut in Erscheinung, als er die Kugel gefährlich auf das Paderborner Tor brachte. Die Schwarz-Roten waren nun entschlossener denn je das zweite Tor nachzulegen. Gaus wurde innerhalb von fünf Minuten gleich zweimal gut von Preißinger und Stendera in Szene gesetzt, seine beiden Torschüsse gingen jedoch knapp über den Kasten (74., 79.).

Keine Belohnung nach leidenschaftlichem Kampf
Das Spiel zerrte an den Kräften der Ingolstädter, sodass Schubert erneut zweifach wechselte: Dominik Franke und Fabian Cavadias kamen für die laufstarken Michael Heinloth und Marcel Gaus in die Partie (81.).
In den letzten zehn Minuten ergaben sich durch die Intensität des Spiels viele Freiräume auf beiden Seiten. Zuerst parierte Buntic stark gegen Srbeny aus spitzem Winkel (84.), dann fand ein Stendera-Freistoß aus dem Halbfeld keinen Abnehmer (86.). Dabei blieb es dann jedoch, sodass sich der FCI dem SC Paderborn mit 1:2 geschlagen geben musste.

Nach der Länderspielpause geht es für die Schanzer zu Hause gegen den Karlsruher SC weiter (So., 21.11., 13.30 Uhr). Der SC Paderborn gastiert bereits zwei Tage zuvor bei Hannover 96 (Fr., 19.11., 18.30 Uhr).

Aufstellung FCI:
Buntic – Gaus (81., Franke), Keller, Kotzke, Antonitsch, Heinloth (81., Cavadias) – Preißinger (87., Boujellab), Stendera (87., Röhl), Linsmayer (68., Kaya) – Beister, Kutschke (C) 

Tore: 0:1 (56., Michel), 0:2 (65., Platte), 1:2 (70., Kaya)

Gelbe Karten: Kaya (81.)

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