FCI will wieder „Auswärtsgesicht“ zeigen

FCI will wieder „Auswärtsgesicht“ zeigen

Nach dem ersten Heimsieg im Kalenderjahr 2015 gegen den FSV Frankfurt (2:0) erwartet FCI-Coach Ralph Hasenhüttl, dass seine Schanzer am heutigen Freitag in Heidenheim (Anstoß um 18:30 Uhr) wieder ihre „Auswärtsstärke hochkonzentriert ausspielen“. Der Österreicher warnt allerdings vor „sehr heim- und laufstarken Gastgebern“, die es Pascal Groß und Co. nicht leicht machen werden.

„Eine mehr als ordentliche Saison“ spiele der Aufsteiger aus Heidenheim bislang und „schon einige Top-Teams haben sich, in dem kleinen, engen Stadion mit vollen Rängen, sehr schwer getan“, fügte Hasenhüttl an. Gerade im ersten Saisondrittel sorgte das Team von Frank Schmidt für Aufsehen, als man sich durch engagierte Leistungen, an die Aufstiegsplätze heranspielte. Mittlerweile liegt der FCH auf dem zehnten Rang, kann aber dennoch jetzt schon von einer absolut gelungenen Saison als Aufsteiger sprechen.

Duelle mit den Schanzern gab es bisher allerdings relativ selten. 2009/2010 traf man in der 3. Liga zweimal aufeinander, der Sieger in den engen Partien hieß jeweils Ingolstadt (1:0, 4:3). Im Hinspiel der aktuellen Saison siegte unser Fussballclub im Audi Sportpark durch einen Hinterseer-Treffer mit 1:0.

Der 24-jährige Österreicher war es auch, der am vergangenen Spieltag den Endstand beim 2:0 gegen den FSV Frankfurt erzielte und nach längerer torloser Zeit die Schanzer wieder jubeln ließ. „Das Tor hat Lukas definitiv gut getan“, meinte Hasenhüttl und fügte an: „Es war unheimlich wichtig, dass wir uns für ein starkes Spiel belohnt haben. Wir standen defensiv gut und fanden nach vorne Lösungen.“ Eine Taktik, die der 46-Jährige auch in Heidenheim wieder umgesetzt sehen will: „Wir wollen das Spiel lange offen halten und müssen zum richtigen Zeitpunkt unsere wenige Chancen nutzen.“

Neben Hinterseer wüsste ein weiterer Schanzer Stürmer, aktuell sogar dienstältester Profi, wie es gegen den FCH geht. Moritz Hartmann traf bei einem Blitzturnier 2013 zum 1:0-Erfolg des FCI gegen den die Gastgeber aus Heidenheim und sorgte für den dritten Rang. Das Besondere: Ralph Hasenhüttl saß dabei erstmals als Trainer des FC Ingolstadt 04 auf der Bank.
Hartmann kämpft momentan aber – genauso wie Alfredo Morales – mit muskulären Problemen. Beide wurden gegen Frankfurt ausgewechselt und sind für das Gastspiel in der Voith-Arena fraglich.

Definitiv werden die verletzten Bauer und Engel fehlen, Letzerer unterzog sich einer OP aufgrund seines Nasenbeinbruchs und wird voraussichtlich nächste Woche schon wieder trainieren können.
Immerhin: Mathew Leckie ist nach seiner Gelbsperre wieder zurück im Kader und brennt auf einen Einsatz gegen die in letzter Zeit etwas inkonstanten Baden-Württemberger.

Heidenheim holte aus den letzten fünf Partien abwechselnd drei Niederlagen und zwei Siege, zuletzt unterlag man deutlich mit 0:4 gegen Kaiserslautern. Coach Schmidt will von seiner Mannschaft diesmal wieder das „Sieger-Gesicht“ sehen, sein Gegenüber Hasenhüttl das „Auswärtsgesicht“ seiner Schanzer. Sollte dies beiden Teams gelingen, erwartet die 400 mitreisenden Fans aus Ingolstadt in jedem Fall eine spannende Begegnung.