Kilometerfresser, Torfestivals und 16 „Doppelgänger“: Das Donau-Derby in Zahlen

Die Zahlen und Fakten zum nächsten Heimspiel werden euch präsentiert von Allianz Tobias Gebert (Foto: Bösl / KBUMM).

Kilometerfresser, Torfestivals und 16 „Doppelgänger“: Das Donau-Derby in Zahlen

Vergangene torreiche Partien, wer sich kämpferisch zeigt und was FCI-Geschäftsführer Manuel Sternisa mit dem SSV Jahn Regensburg zu tun hat: Wir haben für euch wieder spannende Matchfacts vor dem Heimspiel (So., 31.10., 13.30 Uhr) gegen den Jahn zusammengetragen.  

Ausgeglichene Vergangenheit:
In zehn Aufeinandertreffen gab es für die Schanzer bisher vier Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen. Beim letzten Duell – am 18. Spieltag der 2. Bundesliga in der Saison 2018/19 – folgte eine 1:2-Niederlage gegen den Jahn. Damals schon mit dabei: Marcel Gaus, Fabijan Buntic und unser Schanzer Kapitän Stefan Kutschke. Außerdem fielen in den letzten zehn Partien 4,33 Tore (!) pro Spiel.

Kämpfen!
Das Donau-Derby gegen den Jahn aus Regensburg ist oft von besonderer Brisanz geprägt und wir erwarten eine umkämpfte und rassige Partie. Mit Benedikt Gimber steht dabei ein Ex-Schanzer in den Reihen der Gäste, der in den letzten Wochen und Monaten keinem Duell aus dem Weg ging: Denn der Mittelfeldmann bestritt bisher 279 Zweikämpfe, wurde dabei 28 mal gefoult und hat selbst 19 Fouls begangen.

Laufen, was das Zeug hält:
Der FCI und der SSV Jahn Regensburg gehören zu den laufstärksten Teams der Liga. Die Oberpfälzer legten in dieser Saison im Schnitt pro Spiel 117,4 Kilometer zurück, diesen Wert überbieten nur der HSV und der 1. FC Heidenheim. Die Schanzer kommen auf einen Schnitt von 116,2 Kilometer und belegen damit hinter der SG Dynamo Dresden den 5. Platz. Auch nach den Partien unter der Woche im DFB-Pokal ist wieder ein intensives Spiel zu erwarten.

Viele Namen, eine Gemeinsamkeit:
Kommt ihr auf die eine Sache, die all diese Jungs verbindet? Benedikt Gimber, Marcel Hagmann, André Weiß, Maxi Thalhammer, Jonatan Kotzke, Romain Dedola, Moise Bambara, Tobias Schlauderer, Thomas Kurz, Mario Neunaber, George Mbwando, Azur Velagic, Tobias Fink, Sebastian Hofmann, Thomas Glas, Sandi Gusic.
Wie viele dieser Namen hättet ihr noch auf dem Schirm gehabt? Ihre Gemeinsamkeit: Alle Akteure trugen in ihrer Vergangenheit sowohl das Wappen des Jahns als auch das der Schanzer auf der Brust.

Erfolgreiche 2. Liga-Premiere:
Das erste Zweit-iga-Spiel der Beiden war am 13. Spieltag der Saison 2012/13. Die Partie ging 4:2 für Ingolstadt aus. Bei Regensburg stand unter anderem Jonatan Kotzke in der Startelf und spielte die vollen 90 Minuten. Der heutige Schanzer war bei der torreichen Partie 22 Jahre jung. Nach Regensburg ging es dann über Stationen bei Wehen Wiesbaden, VfR Aalen und Teutonia Watzenborn-Steinberg zu den Ingolstädtern.

Erfolge:
Zu den größten Erfolgen von Jahn Regensburg zählen die vier Aufstiege in die 2. Liga 1975, 2003, 2012 und 2017. Fußballnostalgiker erinnern sich an die fünf bayerischen Meisterschaften 1949, 1967, 1975, 2000 und 2007. Nach dem Aufstieg in die erstklassige Oberliga Süd 1949 tummelten sich im Schnitt 16.000 Zuschauer im Jahnstadion. Der Jahn hatte sich zum konkurrenzfähigen Oberligisten entwickelt und steht nun über 70 Jahre später fast ganz oben in Liga Zwei.

Schon lange dabei:
Regensburg Trainer Mersad Selimbegovic kam mit 24 als Spieler aus Bosnien in die Oberpfalz zum SSV und beendete dort 2012 seine aktive Karriere als Kicker. Nach sechs Jahren als Spieler blieb Selimbegovic dem Verein treu und wurde zunächst Co-Trainer der zweiten Mannschaft, dann Nachwuchskoordinator, gefolgt von einem Trainerposten bei der U 19, danach Co-Trainer unter Beierlorzer. Schließlich wurde er sein direkter Nachfolger. Nach zehn Spieltagen steht der Bosnier mit seinem Team auf einem starken zweiten Tabellenplatz.

CEO mit Regensburg-Vergangenheit:
Schon gewusst? FCI-Geschäftsführer Manuel Sternisa kickte einst beim Jahn in der Jugend für die U 19 der Rot-Weißen, ehe der 47-Jährige dann für die Vorgängervereine ESV und MTV Ingolstadt auflief. Bis 2008 war er in der Zweitvertretung der Schwarz-Roten am Ball. Heute sorgt er als Geschäftsführer dafür, dass es auch abseits des Rasens bei den Schanzern läuft.