Mit „Wut im Bauch“ gegen Bochum

Mit „Wut im Bauch“ gegen Bochum

Immer wieder spannend: In bisher acht Liga-Begegnungen gewannen die Schanzer bislang sechsmal gegen den VfL Bochum. Die „Neuauflage“ am kommenden Samstag (13:00 Uhr, Audi Sportpark) verspricht so Einiges: Zuhause bisher ungeschlagen, erwartet unser FCI die Bochumer nach deren jüngstem 4:0-Sieg gegen Aalen mit breiter Brust. Auch das Selbstvertrauen der Schanzer ist ungebrochen. Die Fans dürfen also einer heißen Partie entgegen fiebern.

Denn für die „Hausherren“ war die Niederlage in der Vorwoche gegen den 1. FC Nürnberg längst kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Im Gegenteil: „Ein schöner Zeitpunkt, um bei Null aufzusetzen und neue Serien in Angriff zu nehmen“, nahm es Kapitän Marvin Matip relativ gelassen. „Das macht uns noch stärker“, verriet Keeper Ramazan Özcan bereits einen Tag nach dem 1:2. Die „Serie“ war über die Wochen quasi fast schon eine Art Ballast geworden.

Nach 19 ungeschlagenen Partien in der Fremde gab es in Nürnberg nach über einem Jahr nichts Zählbares mitzunehmen. Davor spielte der Ligaprimus zweimal unentschieden. „Momentan werden wir für Nachlässigkeiten hart bestraft. Das Blatt wird sich aber wenden“, will auch Trainer Ralph Hasenhüttl von einem Abwärtstrend nichts wissen. Deutlich wird: Nach der „Ungeschlagen-Serie“, die keinen der Protagonisten abheben ließ, bringt auch die jüngste Niederlage niemanden aus dem Rhythmus. Nach wie vor stehen die Schanzer schließlich auf dem 1. Platz der Tabelle. Eine gewisse „Wut im Bauch“ kündigt Hasenhüttl für Samstag dennoch an.

Während Benjamin Hübner (Foto) zuletzt wieder trainieren konnte (Hasenhüttl: „Bei ihm sieht es ganz gut aus“), fehlt neben den Rekonvaleszenten lediglich Mittelfeldakteur Alfredo Morales. Der 24-Jährige verbüßt seine Gelbsperre. „Ein wichtiger Spieler für uns“, weiß der Chef-Trainer, der mit Robert Bauer und Stefan Wannenwetsch zwei Alternativen parat hat. Auch eine taktische Änderung sei vorstellbar, um den Ausfall von Morales zu kompensieren.

Hasenhüttl freut sich auf die Aufgabe und weiß: Seine Mannschaft ist an einem guten Tag in der Lage, jeden Kontrahenten zu bezwingen. „Wir sind nicht nur die Mannschaft, die am wenigsten Torschüsse zulässt, wir sind gleichzeitig die, die vorne mit am häufigsten abschließt. Ergebnislosgelöst muss man das auch mal positiv beurteilen“, so der Österreicher selbstbewusst. Die Aufgabe für Samstag: „Wir werden versuchen, unsere wenigen Fehler nochmals zu reduzieren.“