Schanzer erkämpfen Auswärtssieg

Sorgte für die Führung der Schanzer: Pascal Groß (Foto: Geier)

Schanzer erkämpfen Auswärtssieg

Es war das erwartet schwere Spiel mit nervenaufreibenden 94 Minuten und dem besseren Ende für die Schanzer. Vor 13.600 Fans erkämpft sich der FCI einen 1:0 – Auswärtssieg beim 1. FC Heidenheim. Pascal Groß brachte seine Mannschaft in Minute 27 per Distanzschuss in Führung, diese gaben die Schanzer gegen in Halbzeit zwei stark aufspielende Heidenheimer nicht mehr aus der Hand. Somit kann der FCI auch das vierte Aufeinandertreffen beider Teams für sich entscheiden und legt gegenüber der Konkurrenz in der Tabelle vor.

Empfingen den Fussballclub mit einer tollen Choreo: Unsere Fans (Foto: Geier)

Zur ersten Möglichkeit kam der FCI in Minute sechs, als Alfredo Morales einen schönen Pass in Richtung Zentrum schickte, den Lukas Hinterseer jedoch aus spitzem Winkel zum Tor nicht optimal verwerten konnte. Auf der anderen Seite kam Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer zum ersten Torschuss für seine Mannschaft, als er Tobias Levels den Ball abnahm und abzog (11. Minute). Sein Schuss verfehlte das Ziel jedoch deutlich. Die Schanzer machten eine gute Partie, doch fehlte die Präzision bei den Pässen in die Spitze und so konnte Heidenheim die Angriffe des FCI vorerst gut abwehren. Bis in Minute 23, als sich Mathew Leckie im Strafraum stark durchsetzte und von Robert Strauß zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Rene Rhode entschied jedoch auf faires Tackling des Heidenheimers und ließ die Partie trotz der Proteste weiterlaufen. Kurz darauf wurde es für den FCH erneut brenzlig, als nach einer Ecke von Pascal Groß Kapitän Marvin Matip im Strafraum am höchsten stieg und wuchtig Richtung Tor der Heidenheimer köpfte. Der Ball segelte aber knapp über die Latte (23.).

Mathew Leckie wurde im Strafraum zu Fall gebracht, der Pfiff blieb aus (Foto: Geier)

Einmal mehr war es Pascal Groß, der schließlich für die verdiente Führung sorgte: Alfredo Morales agierte clever und spielte den Ball anstatt auf den zugestellten Flügel zurück auf den Regisseur, der aus 25 Metern abzog und traf. Das 1:0 für den FCI in Minute 27, das siebte Saisontor für den Mann mit der Rückennummer 10! Und Lukas Hinterseer hätte acht Minuten später beinahe nachgelegt, als ihm Stefan Lex den Ball im Strafraum zuschob, Hinterseer jedoch keine Wucht hinter den Ball brachte und so die Möglichkeit verstreichen ließ. Und auch Alfredo Morales brachte die Schanzer kurz vor der Pause dem zweiten Treffer nahe, als er aus gleicher Position wie Groß beim ersten Treffer den Ball in Richtung Heidenheimer Tor schoss. Der Ball segelte aber knapp über die Latte (43.).

Ralph Hasenhüttl schickte seine Anfangsformation unverändert in die zweite Halbzeit, während Heidenheims Coach Frank Schmidt Andreas Vogelsammer für Alper Bagceci brachte. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff war es erneut Hinterseer, der gefährlich nah am zweiten Treffer war: Morales legte ihm den Ball nach links in den Strafraum, doch der Österreicher verfehlte aus spitzem Winkel. Doch Heidenheim wurde gefährlicher, vor allem weil der eingewechselte Andreas Vogelsammer das Offensivspiel belebte. Dies hatte zur Folge, dass Heidenheim um ein Haar den Ausgleich erzielt hätte: In Minute 58 steckte Niederlechner auf Robert Leipertz durch, der plötzlich von links alleine auf Özcan zulief. Den Schuss des Heidenheimers wehrte der Schanzer Keeper aber stark ab und hielt so die Null. Doch der FCH machte deutlich, dass man im mit 13.600 Zuschauern gefüllten Stadion keinesfalls ohne Punkte in das Wochenende starten wollte. Der FCI hingegen verteidigte gut und überstand die Druckphase der Schwaben.

Der FC Ingolstadt überstand die Druckphase der Heidenheimer (Foto: Geier)

Etwas zu ruppig ging Mathias Wittek gegen unseren Kapitän Marvin Matip vor, als er in Minute 71 den Fuß draufhielt und dafür die erste gelbe Karte in einer sonst fairen Partie sah. Fünf Minuten später vollzog Coach Hasenhüttl den ersten Wechsel und brachte Thomas Pledl für Stefan Lex (75.). Kurz darauf wechselte auch Heidenheims Trainer Schmidt und brachte Smail Morabit für Robert Leipertz (77.). Und Ralph Hasenhüttl legte noch einmal nach, indem er Max Christiansen für Alfredo Morales auf den Platz schickte (79.). Das Spiel war von vielen Unterbrechungen geprägt, denn es wurde rauer. Dennoch konnte Ingolstadt einen guten Konter platzieren: Der eingewechselte Christiansen dribbelte sich durch die Abwehrreihen und spielte zu Leckie, der aber aus zehn Metern das Tor verfehlte (81.). Frank Schmidt spielte seinen letzten Trumpf und wechselte kurz darauf Manuel Janzer für Titsch-Rivero (84.) ein. In der Schlussphase entwickelte sich die Partie zu einem offenen Schlagabtausch. Heidenheim drängte auf den Ausgleich, Ingolstadt agierte clever und lauerte auf Konter. Das clevere Spiel wurde in Minute 88 fast belohnt, denn Ingolstadt kam durch einen Standard nach vorausgegangenem Foul an Thomas Pledl noch einmal zu einer guten Möglichkeit. Groß zog den Freistoß scharf vor das Tor, wo Abwehrrecke Benjamin Hübner lauerte, per Kopf aber nicht traf. Zum Ende der regulären Spielzeit vollzog Hasenhüttl den letzten Wechsel und brachte Routinier Andre Mijatovic für Tobias Levels (90.). Aufgrund der zahlreichen Unterbrechungen in Halbzeit zwei ließ Schiedsrichter Rene Rhode vier Minuten nachspielen. Der FCI hielt Stand und erkämpfte sich nach einer vor allem in Halbzeit zwei enorm spannendenen Partie einen Auswärtsdreier.

Bedankte sich nach der Partie für den tollen Support der Fans: Ralph Hasenhüttl (Foto: Geier)

Mit 55 Punkten nach 28 Spielen festigen Marvin Matip, Lukas Hinterseer, Mathew Leckie und Co. damit Rang Eins. Am nächsten Freitag (Anstoß 18:30 Uhr) erwarten wir dann Fortuna Düsseldorf im Audi Sportpark.

FC Ingolstadt:
Özcan – Levels (90. Mijatovic), Matip (C), Hübner, Soares – Groß, Roger, Morales (79. Christiansen) – Lex (75. Pledl), Hinterseer, Leckie

1. FC Heidenheim: Zimmermann – Strauß, K. Kraus, Wittek, Heise – Titsch-Rivero (84. Janzer), Griesbeck – Bagceci (46. Vogelsammer), Leipertz (77. Morabit), Schnatterer (C) – Niederlechner