Schanzer Futsal-Team startet als Aufsteiger: „Zocken gehört einfach dazu!“

Verantwortlich für den Schanzer Budenzauber: Unsere Futsal-Mannschaft existiert seit 2018 und stieg prompt in die Futsal-Bayernliga auf! (Foto: FCI)

Schanzer Futsal-Team startet als Aufsteiger: „Zocken gehört einfach dazu!“

Neu in der Futsal-Bayernliga: Das Schanzer Futsal-Team startete jüngst in die neue Spielzeit und will sich als Aufsteiger in einer neuen Liga gegen starke Kontrahenten beweisen. Vor allem aber will sich das Team von Trainer Nick Breitenstein aber als ersntzunehmendes Team etablieren und den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Wir haben mit dem Coach und Futsal-Koordinator über Herausforderungen, Chancen und Ziele dieser besonderen FCI-Mannschaft gesprochen.

fci.de: Servus, Nick! Das Schanzer Futsal-Team wurde erst im vergangenen Jahr gegründet, doch der anvisierte Aufstieg in die Futsal-Bayernliga gelang euch auf Anhieb – wenn auch nicht komplett reibungslos.

Nick Breitenstein: „Stimmt, das war unser großes Ziel und wir haben es sportlich erreicht. Wir waren in der Tabelle letztlich auf dem zweiten Platz, doch es war frühzeitig klar, dass die Bayernliga aufgestockt wird und wir dann als Zweitplatzierte ein Teil davon sein werden, der dritte Rang hätte allerdings nicht gereicht. Die Abschlusstabelle fiel zwar aufgrund einiger ausgefallener Spiele und einer unklaren Wertung des direkten Vergleichs nicht zu unseren Gunsten aus, doch jetzt sind wir da, wo wir hinwollten und bereit für den nächsten Schritt!“

fci.de: Wie sieht dieser Schritt in der Futsal-Bayernliga konkret aus?

Breitenstein: „In der letzten Saison gab es schon viele Hürden. Wir hatten ein komplett neu gegründetes Team, das sich finden musste und organisatorisch war sehr viel zu erledigen. Wie laufen die Spiele ab, was wird benötigt, wo lauern Stolpersteine? Das ist in diesem Jahr schon deutlich besser, denn einerseits steht ein gewisses Gerüst und andererseits ist die Bayernliga schon deutlich professionalisierter – das merkt man an vielen Details. Die Schiedsrichter erfüllen hohe Standards und sind erfahrener und die im Futsal sehr strengen Regeln werden rigoros durchgezogen. Das gilt sogar für die Vorbereitung der Halle und das ganze Drumherum: Es braucht beispielsweise genaue Markierungen, Time-Out-Karten und ein Tablet. Zu dieser Professionalisierung kommen natürlich auch deutlich stärkere Gegner hinzu, die teils schon ein anderes Kaliber darstellen. Wir freuen uns jetzt Teil davon zu sein.“

fci.de: Euer Start verlief dennoch sehr positiv.

Breitenstein: „Absolut! Zwei der ersten drei Spiele haben wir gewonnen und mussten dabei eine knappe Niederlage hinnehmen. Wir haben eine sehr junge und dynamische Mannschaft, die großes Potenzial hat, doch es wird in dieser Saison noch sehr kernig, weil da einige extrem starke, erfahrene und sehr seriöse Gegner dabei sind. Mit 1860 München und Futsal Nürnberg sind zum Beispiel Absteiger aus der Regionalliga dabei und wir haben diesmal in einer größeren Liga deutlich mehr Spiele und weitere Fahrten zu absolvieren.“

fci.de: Hattet ihr einen größeren Umbruch zu bewältigen?

Breitenstein: „Es gab schon ein paar Abgänge, doch unsere Mannstärke bleibt insgesamt fast identisch. Unter dem Strich haben uns zwei sehr gute Akteure verlassen, doch wir haben auch drei super Spieler sowie einen weiteren Keeper dazubekommen. Es fand im Vorfeld wieder ein Scouting-Tag statt an dem wir sichten und unseren nach wie vor guten Kader punktuell aufstocken konnten. Ich bin sehr zufrieden mit der Truppe.“

fci.de: In der Regel fallen im Futsal viele Tore und es liegt ein extremer Fokus auf der Technik der Akteure. Wie weit sind deine Jungs da?

Breitenstein: „Das Schöne und gleichzeitig Gefährliche am Futsal ist, dass vier oder fünf Tore Vorsprung nicht zwingend vorentscheidend sein müssen, weil es wirklich extrem schnell kippen kann. Ich denke die meisten Futsal-Spieler haben zunächst richtig Bock zu zocken, doch bei vielen tritt mit der Zeit ein gewisses Umdenken ein. Disziplin, klares System und seriöses Spielen sind da wichtige Schlagwörter. Das gelingt manchen besser als anderen und das klassische Zocken gehört trotz allem zu dieser Sportart dazu. Es geht nur über die Technik, aber ab und an muss man die Jungs auch einbremsen – gerade bei hohen Führungen oder hohem Rückstand. Das Ziel ist, dass wir zunehmend professionell auftreten und unser Spiel sauber durchbringen.“

fci.de: Wie sehen eure weiteren Ziele aus?

Breitenstein: „Wir wollen Fuß fassen und uns weiterentwickeln. Ein ordentlicher Mittelfeld-Platz ist in meinen Augen das Ziel, wobei es momentan noch schwer ist, die Liga als Ganzes einzuschätzen. Mittelfristig wollen wir dieses junge Team noch besser machen, sinnvoll ergänzen und dann soweit sein, um auch höher mitzuspielen und den FCI im Bereich Futsal zu etablieren. Langfristig haben wir stets im Hinterkopf die Abteilung noch stärker im Verein zu verankern, irgendwann auch mal eine zweite Mannschaft oder Jugendteams zu stellen. Das ist natürlich noch ein weiter Weg. Es hilft uns sicher, wenn wir es schaffen uns einen zu Namen machen und auch mal mehr Zuschauer anlocken.“

fci.de: Was muss man machen, um euch mal live in den Hallen zaubern zu sehen?

Breitenstein: „Wir spielen sowohl in der Ballsporthalle Zuchering, als auch in der Wilhelm-Ernst-Grundschule in der Nähe der Saturn-Arena. Der Eintritt ist frei und man kann jederzeit vorbeikommen. Den Spielplan findet man am besten über die BFV-App und dann würden wir uns über jeden einzelnen Zuschauer freuen. Bislang hatten alle, die vorbeigeschaut haben, richtig Spaß, denn es geht technisch hochwertig hin und her, es ist immer Action!“
 


Das nächste Heimspiel des Schanzer Futsal-Teams ist ausgerechnet das Lokalderby gegen den FC Grün-Weiß Ingolstadt. Anpfiff ist am Sonntag, dem 15. Dezember, um 12.30 Uhr in der Sporthalle Zuchering (Seeweg 7, 85051 Ingolstadt). Über Unterstützung vor Ort würden sich alle Beteiligten riesig freuen – EINTRITT FREI!