„Wir wissen, was wir können!“: Schanzer U 19 im Saisonendspurt

Die U 19 der Schanzer befindet sich mitten im Kampf um den Bundesliga-Klassenerhalt (Foto: Meyer / KBUMM).

„Wir wissen, was wir können!“: Schanzer U 19 im Saisonendspurt

Die Saison der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest befindet sich auf der Zielgeraden. Für die U 19 der Schanzer geht es dabei in den abschließenden Saisonspielen um nicht weniger als den Ligaverbleib in der höchsten deutschen Nachwuchs-Spielklasse.

Neben dem Meisterschaftsrennen in der A-Junioren Bundesliga Süd/Südwest, die aufgrund der pandemischen Lage erstmals 21 Mannschaften umfasst, entwickelte sich auch der Kampf um den Klassenerhalt zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen: Zwei Spieltage vor Schluss liegen zwischen dem Tabellenelften und dem Tabellen-16 gerade einmal sechs Zähler. Zwei dieser sechs Teams müssen am Ende den Gang in die nächst tiefere Liga antreten. Die Jungschanzer haben mit 22 Punkten, Rang 13 und einem Zähler Abstand auf die Abstiegsplätze ihr Schicksal in der eigenen Hand. „Mit Ausnahme von Kaiserslautern haben wir gegen alle Mannschaften, die in der Tabelle hinter uns stehen, gepunktet. Bei den Zählern, die wir holen mussten, haben wir stets geliefert. Natürlich ärgert man sich im Nachhinein auch immer über den ein oder anderen Punkt, den man mehr mitnehmen hätte können“, bilanziert U 19-Trainerin Sabrina Wittmann, die mit ihren Schützlingen in den beiden abschließenden Saisonspielen auf den Tabellensechsten, TSG Hoffenheim, und Schlusslicht KSV Hessen Kassel trifft. „Wir haben uns in dieser Saison gut weiterentwickelt. Das war unser oberstes Ziel – das haben wir erreicht. In den abschließenden zwei Spielen geht es nun darum, unsere Entwicklung in Sachen Intensität & Bereitschaft auf den Platz zu bringen“, gibt die 30-Jährige die Marschroute vor.

Ein gemeinsames Ziel: Mit vollem Fokus zum Klassenerhalt
Bevor die Beletage im deutschen Nachwuchsfußball auf die letzten Meter abbiegt, pausierte der Ligaalltag am zurückliegenden Wochenende noch ein letztes Mal: So kämpften unsere Jungschanzer am Samstagvormittag im Halbfinale des Verbandpokals beim TSV 1860 München um das Endrundenticket, scheiterten in einem dramatischen Spiel schlussendlich mit 10:11 (1:1) nach Elfmeterschießen. „Den Zuschauern wurde ein richtig gutes A-Jugend-Spiel geboten. Die Löwen würden auch in der Bundesliga im oberen Mittelfeld mitmischen, weil sie eine sehr gute Mannschaft haben. Im Elfmeterschießen hat dann immer ein Team das Momentum auf seiner Seite. In diesem Fall waren das leider nicht wir“, schilderte Sabrina Wittmann ihre Eindrücke zum oberbayerischen Kräftemessen.

Die gebürtige Ingolstädterin ist sich sicher, dass sich ihre Truppe von dem kleinen Dämpfer im Saisonendspurt nicht unterkriegen lässt und die kommenden Aufgaben weiterhin geschlossen und mit vollem Fokus angehen wird: „Ich habe eine mental unglaublich starke Mannschaft, die insbesondere immer dann liefert, wenn es darauf ankommt. Daher haben wir das Pokalspiel nochmal kurz in der Videoanalyse besprochen, anschließend aber den Blick direkt auf die TSG Hoffenheim gerichtet.“ Bei den Kraichgauern sind die Jungschanzer am kommenden Samstag gefordert. Die letzte Auswärtsreise der Saison stellt nochmal eine große Herausforderung für die schwarz-roten Nachwuchskicker dar: „Die Hoffenheimer sind für ihre herausragende Nachwuchsarbeit bekannt. Wir werden auf eine sehr variable Mannschaft treffen, die uns mit Sicherheit alles abverlangen wird“, weiß Wittmann um die Stärken des Tabellensechsten, auf den die Schanzer U 19 im Rahmen des 20. Spieltags trifft.
 


Sabrina Wittmann gibt seit dieser Saison die Anweisungen bei der U 19 des FC Ingolstadt 04 (Foto: Meyer / KBUMM)

Drittel der Liga steigt ab
Es ist die vorletzte Runde einer ganz besonderen Spielzeit: Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Auf- bzw. Abstiegsregelung, finden in dieser Saison zum einen keine Rückspiele statt, zum anderen umfasst das Teilnehmerfeld 21 Klubs. Um zur regulären Ligagröße zurückzukehren, steigen in diesem Jahr gleich sieben Teams ab. „Zweifelsohne ist der Klassenerhalt in dieser Saison eine große Herausforderung. Über die Hälfte der Mannschaften spielt aktuell noch um den Klassenerhalt oder ist bereits abgestiegen. Klar wird es deshalb für uns ein riesiger Erfolg sein, wenn wir in der Liga bleiben, sind aber auch davon überzeugt, dass wir das schaffen“, gibt sich die 30-Jährige optimistisch.

Wille, Kampf & Leidenschaft: Mit diesen Tugenden, die es in solchen Situationen bedarf und die unsere A-Junioren in dieser Saison immer wieder an den Tag legten, soll dieses Unterfangen gelingen. „Die Jungs sind extrem fleißig. Wir wissen, was wir können und was wir abrufen müssen. Die Mannschaft ist sich nicht zu schade für zahllose Zweikämpfe und weiß, was es bedeutet, mit Leidenschaft zu verteidigen. Genau das werden wir auch in die letzten beiden Spiele packen“, so die Cheftrainerin abschließend. Wir wünschen unseren Jungschanzern viel Erfolg im Endspurt und drücken weiterhin die Daumen im spannenden Kampf um den Klassenerhalt!